Bewegungsschwerpunkt für die Linzer Kinder

H 2 · Fraktionsantrag · 4. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Ausarbeitung und Umsetzung eines Bewegungsschwerpunkts für Linzer Kinder. Vorgesehen sind ein Bewegungsprogramm in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen in Kooperation mit Sportvereinen sowie niederschwellige Bewegungsangebote für Familien. Begründet wird das Vorhaben mit steigender Kinderübergewichtigkeit und den Belastungen durch soziale Isolation, die durch mehr gemeinsame sportliche Betätigung gemildert werden sollen. Mehrere Wortmeldungen betonten zusätzlich die Bedeutung von Bewegung im Alltag, sicheren Schulwegen und der Zusammenarbeit von Sport, Gesundheit und Bildung. Der Antrag wurde einstimmig dem Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zugewiesen.

Schlagwörter (10):kinderbewegungkindergesundheitsportvereinekinderbetreuungfamilienangebotealltagsbewegungschulweggesundheitsförderungsoziale isolationgenerationenpolitik
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Gemeinderätin Langbauer, BSc, berichtet über den von der ÖVP-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag H 2 Bewegungsschwerpunkt für die Linzer Kinder und führt aus: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen im Gemeinderat, unser Antrag ,Bewegungsschwerpunkt für die Linzer Kinder‘ liegt Ihnen allen vor. Ich möchte nur noch einmal die wichtigsten Punkte herausgreifen, und zwar das tragische Faktum, dass jedes dritte Kind in Österreich übergewichtig ist, Tendenz steigend. Aber nicht nur das, zahlreiche Studien zeigen, dass die Kinder aufgrund der Corona-Krise stark an seelischer Isolation leiden. Um diese Tendenz zu durchbrechen, aber auch Langzeitfolgen zu reduzieren braucht es aus unserer Sicht Angebote der Stadt Linz zur gemeinsamen sportlichen Betätigung. Wir schlagen die Kooperation der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen mit Sportvereinen vor, um den Kindern so verschiedene Sportarten näher zu bringen und sie für Bewegung zu begeistern. Auch mit unterschwelligen Angeboten für Familien, zum Beispiel der Pöstlingberg-Challenge, können Anreize geschaffen werden, sich in der Stadt zu bewegen. Wir stellen daher den Antrag: Der Gemeinderat beschließe: ,Die Verantwortlichen in der Linzer Stadtregierung werden beauftragt, einen Bewegungsschwerpunkt für die Linzer Kinder auszuarbeiten und umzusetzen, dazu könnte etwa ein Bewegungsprogramm in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen in Kooperation mit Vereinen gehören, genauso wie niederschwellige Bewegungsangebote für Familien.‘ Die Bedeckung allfälliger Kosten soll durch Budgetumschichtungen erfolgen. Ich bitte um Zustimmung.“ (Beifall ÖVP) Dazu liegen folgende Wortmeldungen vor: Gemeinderätin Tichler: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Damen und Herren, grundsätzlich verstehe ich die Intention dieses Antrags. Wir haben das Thema Übergewicht und Bewegung bei Kindern aus gutem Grund im Gemeinderat schon mehrmals behandelt, aber ich verstehe jetzt den Sinn des Antrages nicht ganz. Sollen wir seitens der Stadt Linz jetzt ein Bewegungs- und Sportkonzept für Kinder erarbeiten, wenn seitens Ihrer Parteikollegen im Bund wieder alles gekippt wird. Erst vor kurzem erzählte mir eine befreundete Mutter, dass ihr Kind zu ihr sagte, ich bin jetzt sechs Jahre alt und schwimme noch immer mit Schwimmflügerl und das nur, weil du nicht geimpft bist. Man mag jetzt zur Impfpflicht und zu den Ungeimpften stehen, wie man will, aber wo sind wir hingekommen, dass ein fünfjähriges Mädchen so etwas zur Mama sagen muss. Keine Schwimmkurse, keine Skikurse, kein Vereinssport, keine Turnstunde usw. und jetzt stellt sich die ÖVP her und sagt, dass die Kinder zu dick sind. Der Antrag ist grundsätzlich in Ordnung, aber jetzt zu der Zeit und von Ihnen, als ÖVP, absolut lächerlich und scheinheilig. Wir beantragen eine Zuweisung in den Sportausschuss. Danke schön.“ (Beifall FPÖ) Gemeinderat Brandstetter: „Sehr geehrter Gemeinderat, wir finden es grundsätzlich gut, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen mit den Sportvereinen etwas unternehmen und Kooperationen hergestellt werden, von mir aus auch eine Pöstlingberg-Challenge, wenn es sein muss. Ich glaube aber, die de facto effektivste Art und Weise, wie wir Kinder und alle Menschen zur Bewegung bringen ist, dass wir Alltagswege, wie zum Beispiel den Schulweg so gestalten, dass Kinder mit dem Fahrrad oder zu Fuß sicher in die Schule gehen können. Natürlich ist auch die Kombination des öffentlichen Verkehrs und des zu Fuß Gehens eine gute Möglichkeit. Das hat in der Breite viel mehr Wirkung, als wenn wir nur quasi projektmäßig etwas tun. Zusätzlich hätte es den Vorteil, dass das in den Verantwortungsbereich des Herrn Vizebürgermeisters Baier fällt und sozusagen die ÖVP dann mit der ÖVP spricht und nicht mit Frau Hörzing. Wir werden aber zustimmen.“ (Beifall ÖVP) Gemeinderätin Pühringer: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stimmen diesem wichtigen Antrag zu. Ich stimme aber auch Herrn Kollegen Brandstetter zu, dass das wichtigste wäre, Bewegung in den Alltag einzubauen. Die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen ist ein Thema, welches auch nur in Kooperation verschiedener Geschäftsbereiche funktionieren kann und zwar Sport, Gesundheit und Bildung. Nur so können wir nachhaltig tätig werden. Wir schlagen vor, dass der vorliegende Antrag dem Ausschuss für Gesundheit zugewiesen wird, wir sehen dort die Verantwortlichkeit. Wir möchten auch erwähnen, dass es eher am Land auch schon Modelle gibt, die funktionieren, wie die ‚Schule am Ball‘. Das könnte man sich ansehen und in die Überlegungen miteinbeziehen. Danke.“ Gemeinderätin Hahn: „Werte Kolleginnen und Kollegen, die Intention des Antrages ist wichtig und sie sprechen auch ein Thema unserer Zeit an. Ich schlage auch vor, dass wir diesen Antrag im Sozialausschuss der Sport- und Sozialreferentin weiter diskutieren. Da auch die Vereinsarbeit der Sportvereine angesprochen ist und auch Kooperationen der Linzer Kinderbetreuungseinrichtungen, wäre der Antrag dort gut aufgehoben.“ Gemeinderat Burgstaller: „Sehr geehrter Bürgermeister, werte KollegInnen und Kollegen, wir stimmen der Zuweisung in den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zu. Wir möchten zudem anmerken, dass wir diesen sinnvollen Antrag hinsichtlich des Sportes gemeinsam mit dem Sportentwicklungsplan für Linz gemeinsam evaluieren und in einem Gesamtkonzept denken. Danke schön.“ Gemeinderat Dipl.-Ing. Dr. Obermayr: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich glaube, dass Sport für Kinder wichtig ist, Sport ist insgesamt wichtig. Es gibt zahlreiche Vereine in Linz und ich glaube, das könnte man verstärkt den Vereinen übertragen. Ich weiß nicht, welche Vereine Förderungen erhalten, aber man könnte diese Idee man mit der Förderung von Vereinen verknüpfen. Ich glaube, man sollte die Vereine diesbezüglich stärken, dann braucht man keine zusätzliche Aktivität, um die Kinder zu bewegen. Danke.“ Gemeinderat Koppler: „Das Thema dürfte recht emotional sein, weil sich sehr viele Kolleginnen und Kollegen zu Wort melden. Wie meine Fraktion abstimmt, wurde schon gesagt. Ich wollte nur noch einmal ganz kurz die Rolle der Vereine hereinspielen, weil ich selbst ein Fußballkindergartenprojekt im Franckviertel gestartet habe. Alleine der SV Franckviertel betreut rund 140 Kinder. Das ist zwar in der Pandemie nicht immer leicht, insbesondere der Hallenbetrieb ist relativ schwierig. Natürlich ist die Intention des Antrages zu unterstützen. Ich möchte aber die Rolle der Vereine noch einmal besonders hervorheben, weil ich das für enorm wichtig halte, was da passiert, das ist oft nicht so sichtbar, wie viele hunderte und sogar tausende Kinder in Linz von Sportvereinen betreut werden. Ich möchte die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Linzer Vereine noch einmal hervorheben. Danke.“ (Beifall SPÖ) Der Vorsitzende erteilt der Berichterstatterin das Schlusswort. Gemeinderätin Langbauer, BSc: „Danke für die zahlreichen Rückmeldungen zu unserem Antrag. Ich wollte noch einmal sagen, dass dies schon ein längeres Problem ist. Es ist aus meiner Sicht aus der Luft gegriffen, dass das jetzt irgendwie mit Corona und impfen zusammenhängt. Wir werden sicher auch dahinter sein, dass da etwas weitergeht. Danke noch einmal für den Beitrag zur Rolle der Vereine, es gibt zahlreiche. Es ist sicher der Stadt wichtiger, auf das zurückzugreifen. Irgendwo muss man anfangen und ich glaube, das wäre ein guter Ansatz. Danke.“ (Beifall ÖVP) Der Vorsitzende lässt nun über die Zuweisung des Antrages abstimmen. Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zugewiesen.
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Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport wird mehrheitlich beschlossen.
Wortmeldungen (8)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Damen und Herren, grundsätzlich verstehe ich die Intention dieses Antrags. Wir haben das Thema Übergewicht und Bewegung bei Kindern aus gutem Grund im Gemeinderat schon mehrmals behandelt, aber ich verstehe jetzt den Sinn des Antrages nicht ganz. Sollen wir seitens der Stadt Linz jetzt ein Bewegungs- und Sportkonzept für Kinder erarbeiten, wenn seitens Ihrer Parteikollegen im Bund wieder alles gekippt wird. Erst vor kurzem erzählte mir eine befreundete Mutter, dass ihr Kind zu ihr sagte, ich bin jetzt sechs Jahre alt und schwimme noch immer mit Schwimmflügerl und das nur, weil du nicht geimpft bist. Man mag jetzt zur Impfpflicht und zu den Ungeimpften stehen, wie man will, aber wo sind wir hingekommen, dass ein fünfjähriges Mädchen so etwas zur Mama sagen muss. Keine Schwimmkurse, keine Skikurse, kein Vereinssport, keine Turnstunde usw. und jetzt stellt sich die ÖVP her und sagt, dass die Kinder zu dick sind. Der Antrag ist grundsätzlich in Ordnung, aber jetzt zu der Zeit und von Ihnen, als ÖVP, absolut lächerlich und scheinheilig. Wir beantragen eine Zuweisung in den Sportausschuss. Danke schön.

Sehr geehrter Gemeinderat, wir finden es grundsätzlich gut, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen mit den Sportvereinen etwas unternehmen und Kooperationen hergestellt werden, von mir aus auch eine Pöstlingberg-Challenge, wenn es sein muss. Ich glaube aber, die de facto effektivste Art und Weise, wie wir Kinder und alle Menschen zur Bewegung bringen ist, dass wir Alltagswege, wie zum Beispiel den Schulweg so gestalten, dass Kinder mit dem Fahrrad oder zu Fuß sicher in die Schule gehen können. Natürlich ist auch die Kombination des öffentlichen Verkehrs und des zu Fuß Gehens eine gute Möglichkeit. Das hat in der Breite viel mehr Wirkung, als wenn wir nur quasi projektmäßig etwas tun. Zusätzlich hätte es den Vorteil, dass das in den Verantwortungsbereich des Herrn Vizebürgermeisters Baier fällt und sozusagen die ÖVP dann mit der ÖVP spricht und nicht mit Frau Hörzing. Wir werden aber zustimmen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stimmen diesem wichtigen Antrag zu. Ich stimme aber auch Herrn Kollegen Brandstetter zu, dass das wichtigste wäre, Bewegung in den Alltag einzubauen. Die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen ist ein Thema, welches auch nur in Kooperation verschiedener Geschäftsbereiche funktionieren kann und zwar Sport, Gesundheit und Bildung. Nur so können wir nachhaltig tätig werden. Wir schlagen vor, dass der vorliegende Antrag dem Ausschuss für Gesundheit zugewiesen wird, wir sehen dort die Verantwortlichkeit. Wir möchten auch erwähnen, dass es eher am Land auch schon Modelle gibt, die funktionieren, wie die ‚Schule am Ball‘. Das könnte man sich ansehen und in die Überlegungen miteinbeziehen. Danke.

Werte Kolleginnen und Kollegen, die Intention des Antrages ist wichtig und sie sprechen auch ein Thema unserer Zeit an. Ich schlage auch vor, dass wir diesen Antrag im Sozialausschuss der Sport- und Sozialreferentin weiter diskutieren. Da auch die Vereinsarbeit der Sportvereine angesprochen ist und auch Kooperationen der Linzer Kinderbetreuungseinrichtungen, wäre der Antrag dort gut aufgehoben.

Sehr geehrter Bürgermeister, werte KollegInnen und Kollegen, wir stimmen der Zuweisung in den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zu. Wir möchten zudem anmerken, dass wir diesen sinnvollen Antrag hinsichtlich des Sportes gemeinsam mit dem Sportentwicklungsplan für Linz gemeinsam evaluieren und in einem Gesamtkonzept denken. Danke schön.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich glaube, dass Sport für Kinder wichtig ist, Sport ist insgesamt wichtig. Es gibt zahlreiche Vereine in Linz und ich glaube, das könnte man verstärkt den Vereinen übertragen. Ich weiß nicht, welche Vereine Förderungen erhalten, aber man könnte diese Idee man mit der Förderung von Vereinen verknüpfen. Ich glaube, man sollte die Vereine diesbezüglich stärken, dann braucht man keine zusätzliche Aktivität, um die Kinder zu bewegen. Danke.

Das Thema dürfte recht emotional sein, weil sich sehr viele Kolleginnen und Kollegen zu Wort melden. Wie meine Fraktion abstimmt, wurde schon gesagt. Ich wollte nur noch einmal ganz kurz die Rolle der Vereine hereinspielen, weil ich selbst ein Fußballkindergartenprojekt im Franckviertel gestartet habe. Alleine der SV Franckviertel betreut rund 140 Kinder. Das ist zwar in der Pandemie nicht immer leicht, insbesondere der Hallenbetrieb ist relativ schwierig. Natürlich ist die Intention des Antrages zu unterstützen. Ich möchte aber die Rolle der Vereine noch einmal besonders hervorheben, weil ich das für enorm wichtig halte, was da passiert, das ist oft nicht so sichtbar, wie viele hunderte und sogar tausende Kinder in Linz von Sportvereinen betreut werden. Ich möchte die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Linzer Vereine noch einmal hervorheben. Danke.

Danke für die zahlreichen Rückmeldungen zu unserem Antrag. Ich wollte noch einmal sagen, dass dies schon ein längeres Problem ist. Es ist aus meiner Sicht aus der Luft gegriffen, dass das jetzt irgendwie mit Corona und impfen zusammenhängt. Wir werden sicher auch dahinter sein, dass da etwas weitergeht. Danke noch einmal für den Beitrag zur Rolle der Vereine, es gibt zahlreiche. Es ist sicher der Stadt wichtiger, auf das zurückzugreifen. Irgendwo muss man anfangen und ich glaube, das wäre ein guter Ansatz. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zugewiesen.