Linzer Mülltrennung verbessern

L 13 · Fraktionsantrag · 15. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

KI Generiert

Die Mülltrennung in Linzer Wohnhäusern soll deutlich verbessert werden, damit Wertstoffe wie Plastik, Glas, Metall und Papier sauberer getrennt werden. Als Begründung werden Fehlwürfe in Müllräumen, der hohe manuelle Sortieraufwand bei der LINZ AG und die damit verbundenen Kosten genannt. Vorgesehen ist eine gemeinsame Strategie von Abfallwirtschaft, LINZ AG, Wohnbaugenossenschaften, Hausverwaltungen und städtischer Kommunikation, um auch die Zufriedenheit der Bewohnerinnen zu erhöhen. Die Finanzierung soll durch Umschichtungen im Budget erfolgen. Der Gemeinderat hat den Vorschlag einstimmig dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zugewiesen.

Schlagwörter (10):mülltrennungabfallwirtschaftrecyclingwohnhäuserwertstoffelinz agwohnbaugenossenschaftenhausverwaltungenmüllräumebudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderat Potočnik berichtet über den von der LinzPlus-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag L 13 Linzer Mülltrennung verbessern und führt aus: „Es geht um die Linzer Mülltrennung, ein Thema, das nicht wirklich sexy oder wahnsinnig interessant ist, aber vielleicht doch und ich glaube jeder kennt das vom eigenen Wohnhaus oder der Wohnsiedlung. Im Müllraum spielt sich‘s ab, da ist das Plastik in der Papiertonne und in der Papiertonne ist genau das, was nicht rein soll. In der Restmülltonne ist Glas und Metall, was eigentlich wertvolle Sekundärrohstoffe sind und der Sperrmüll ist dann auch noch irgendwo im Eck. Da überlagern sich verschiedene Dinge von Ignoranz bis Unkenntnis. Ich glaube, dass wir als Stadt und öffentliche Hand hier durchaus ein Interesse haben, uns dort einzumischen und für eine sorgsame Trennung und für das Recycling dieser wertvollen Sekundärrohstoffe zu sorgen. Ich war vor ein paar Monaten wieder einmal, zum zweiten Mal schon, in der Linz AG bei dieser Müllführung. Ich kann das nur jedem empfehlen, das ist großartig. Der Mann, der das macht, ist ein erfahrener alter Hase, er war quasi 40 Jahre in der Müllverbrennung und kennt alle Tricks und Anekdoten, die es so gegeben hat. Er erzählt auch, dass es einfach furchtbar aufwändig ist, weil Handarbeit natürlich, weil Maschinen Glas und Plastik nicht einfach so trennen können. Das heißt, da stehen Leute und trennen das. Das sollten wir anpacken. Ich stelle daher folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: ‚Der zuständige Stadtrat für Abfallwirtschaft möge gemeinsam mit der LINZ AG, den wesentlichen Wohnbaugenossenschaften, den Hausverwaltungen sowie der städtischen Abteilung für Kommunikation Strategien entwickeln, die zum Ziel haben, die Mülltrennung in den Wohnhäusern deutlich zu verbessern. So sollen wertvolle Recyclingmaterialien besser getrennt, der Aufwand und die Kosten bei der LINZ AG reduziert und die Zufriedenheit der Bewohner*innen (Stichwort Müllräume) erhöht werden. Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden.‘ Ich habe vorher in meiner Einleitung nicht gesagt, dass da natürlich sehr viele Mikrokonflikte tagtäglich passieren, die eigentlich nicht nötig sind und die wir vermeiden sollten. Ich bitte um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der zuständige Stadtrat für Abfallwirtschaft möge gemeinsam mit der LINZ AG, den wesentlichen Wohnbaugenossenschaften, den Hausverwaltungen sowie der städtischen Abteilung für Kommunikation Strategien entwickeln, die zum Ziel haben, die Mülltrennung in den Wohnhäusern deutlich zu verbessern. So sollen wertvolle Recyclingmaterialien besser getrennt, der Aufwand und die Kosten bei der LINZ AG reduziert und die Zufriedenheit der Bewohner*innen (Stichwort Müllräume) erhöht werden. Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Vielen Dank für diesen Antrag, grundsätzlich kann man sagen, dass wir in Linz ein sehr nutzer*innenorientiertes System zur Abfallsammlung und –trennung haben. Es gibt rund 380 öffentliche Sammelstellen, an denen Altglas, Metallverpackungen, teilweise auch Altpapier entsorgt werden können, sowie vier Altstoffsammelzentren. Seit 2019 gibt es auch schon die geforderte Kooperation zwischen der Linz AG bzw. dem Fachbereich Abfall und den Hausverwaltungen, wo bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Abfalltrennung und –sammlung erarbeitet werden konnten. Somit konnten auch die Fehlwürfe reduziert werden. Wir haben uns das auch schon einmal angeschaut, ich habe nicht gehört, dass man händisch trennt, aber ja. Wir sind neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen, weshalb ich die Zuweisung in den Ausschuss für Planung und Liegenschaften, zuständig auch für Abfallwirtschaft, beantrage. Vielen Dank.

Ich kann das nur bestätigen, das ist so etwas von neben der Realität mit händischer Trennung – just feel free - möglicherweise dort wo Ihr Experte war, aber nicht bei der Linz AG.

Herr Bürgermeister, lieber Lorenz, Mülltrennung ist sicherlich notwendig und sinnvoll. Die persönliche Erfahrung in der Wohnanlage, in der ich wohne, ist, dass es dort fünf oder sechs verschiedene Möglichkeiten gibt, Abfall und Müll zu trennen. Wenn man nur einmal hineinschaut, ist dort, wo Plastik abgelegt werden soll, alles Mögliche drinnen, in der Biotonne ist alles Mögliche und im Papiercontainer ist auch alles Mögliche drinnen. Es liegt mehr an den Leuten, dass sie es entsprechend richtig trennen und nicht so sehr an der Abfalltrennung selbst. Ich habe eine Mülltrennungsanlage in Amsterdam gesehen. Ich glaube, dass es möglich oder sinnvoll wäre, dass die Linz AG die Verbesserung der Abfalltrennung vornimmt, weil es in einer gewissen Weise sehr wohl möglich ist maschinell zu trennen, das zeigt Amsterdam. Ich glaube, dass es sinnvoll wäre, in der Linz AG bei der unmittelbaren Mülltrennung Verbesserungen vorzunehmen. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zugewiesen.