Bebauungsplanänderung 02-024-01-01, KG Urfahr (Leonfeldner Straße 54)
O 3 · Ausschussantrag · 27. Sitzung
Ausschuss:Ausschuss für Planung und Liegenschaften
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Bebauungsplanänderung für die Leonfeldner Straße 54 in Urfahr schafft die planungsrechtliche Grundlage für den Umbau beziehungsweise Neubau eines derzeit zweigeschossigen Wohnhauses auf acht Geschosse durch die GWG. Begründet wird die Änderung mit dem Vorhaben der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft, während im Umfeld ein hoher Parkdruck und Parkplatzmangel thematisiert werden. Kritisiert wird vor allem die geplante Tiefgarage für elf Pkw, weil sie aus Sicht der Gegner weder notwendig noch städtebaulich und klimapolitisch sinnvoll sei und den angrenzenden kleinen Park beeinträchtige. Als Alternative werden Sammel- oder Quartiersgaragen genannt, um den ruhenden Verkehr gebündelt unterzubringen. Die Verordnung zur Bebauungsplanänderung wurde mehrheitlich angenommen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stimmen hier sogar dagegen. Eine Enthaltung würde wahrscheinlich auch reichen, aber wir wollen das sehr klar machen. Ich möchte das ganz kurz erklären. Wir wollen als Stadt klimaneutral sein. Wir haben Klimaziele. Wir wollen den motorisierten Individualverkehr (MIV) bei den kurzen Wegen reduzieren und wegen der Bäume gewachsenen Boden schützen. Doch wenn wir in der täglichen Planungspraxis mehr oder weniger so weitermachen wie bisher, wird das nichts. Ich habe das schon mehrmals hier im Haus gesagt. Wir von LinzPlus nehmen diese Klimaziele sehr ernst. Im konkreten Fall begrüßen wir die Nachverdichtung, sind aber gegen die Tiefgarage, die weder nötig – weil das Gebiet bestens angebunden ist – noch sinnvoll ist. Diese Garage ist für gerade einmal elf PKW geplant, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das ist praktisch eine Minigarage, welche den angrenzenden kleinen Park kaputt macht und unverhältnismäßig teuer ist. Da kostet ein Stellplatz wahrscheinlich 20.000 Euro, was auch den Wohnbau wieder stark verteuert. Eine Lösung wäre hier wieder einmal – Thomas Fuchshuber du hast das schon gesagt – eine Quartiersgarage. Oder auf die Garage zu verzichten. Wir müssen anfangen, größer und zusammenhängender zu denken und zu planen. Was die Quartiersgaragen betrifft, kann nur die Stadt in Führung gehen, denn die Errichtung und Finanzierung ist komplex. Das können wir nicht einfach den Privaten zuschieben oder an diese delegieren. Ich habe deshalb dazu im Oktober 2024, also vor wenigen Monaten, hier im Haus einen Antrag gestellt. Wir brauchen dringend größere Konzepte, um den ruhenden Verkehr besser unterzubringen. Tiefgaragen wie diese und viele andere, die unsere Böden und Innenhöfe zerstören, sind ein Auslaufmodell und konterkarieren alle stadtklimatischen Bemühungen. Von uns gibt es eine Gegenstimme.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: ÖVP (11), MFG (2) Gegenstimme: LinzPlus (2)