Finanzierung der städtischen Unternehmen 2026

C 2 · Stadtsenatsantrag · 34. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Finanzierung der städtischen Unternehmen für 2026 über festgelegte Maximalbeträge als indirekte Gesellschafterzuschüsse. Betroffen sind unter anderem Ars Electronica, IKT Linz, Immobilien Linz, die Linzer Veranstaltungsgesellschaft, Museen, Ordnungsdienst und Seniorenzentren sowie mehrere Holding-Gesellschaften. Die Beträge gelten nur für 2026; höhere Zuschüsse oder künftige Festsetzungen brauchen eine neuerliche Beschlussfassung der städtischen Organe. Die Verrechnung und Bedeckung erfolgt vorbehaltlich der jeweiligen Budgetansätze, investive Zuschüsse können bei fehlender anderer Bedeckung durch Fremdmittel finanziert werden. Für rechtzeitige Mittelbereitstellung ist gegebenenfalls eine Vorfinanzierung im städtischen Cash-Management vorgesehen; der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen.

Schlagwörter (10):städtische unternehmengesellschafterzuschüssefinanzierungbudget 2026immobilien linzars electronicaordnungsdienstseniorenzentrenfremdmittelcash-management
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Zuseher*innen auf der Tribüne oder online, bei diesem Beschluss geht es um die Finanzierung der städtischen Unternehmen 2026. Das ist natürlich ein Beschluss, der eine Vorausschau auf die morgige Budgetsitzung darstellt. Es geht darum, dass die städtischen Unternehmen viele Leistungen für die Linzerinnen und Linzer erbringen, sei es die Ars Electronica Linz GmbH und Co KG, die IKT Linz GmbH, die Seniorenzentren der Stadt Linz GmbH oder die städtische Immobilien Linz GmbH und Co KG. Unsere Unternehmen sind in der gesamten Breite des städtischen Lebens tätig und erbringen Leistungen für die Linzerinnen und Linzer, die wir tagtäglich brauchen. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Unternehmen und natürlich bei deren Geschäftsführungen für diese Leistungen, die täglich erbracht werden, bedanken. Mit diesem Antrag stellen wir sicher, dass die Finanzierung der Unternehmen im kommenden Jahr gewährleistet ist. Deswegen ersuche ich um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: 1. Für das Jahr 2026 werden folgende Maximalbeträge als (indirekte) Gesellschafterzuschüsse festgelegt; darüber hinaus gehende Zuschussleistungen bedürfen jedenfalls einer neuerlichen Beschlussfassung der städtischen Organe: Ars Electronica Linz GmbH und Co KG 2026: 9.335.000 Euro Creative Region Linz & Upper Austria GmbH 2026: 300.000 Euro Design Center Linz Betriebsgesellschaft m.b.H. und Co KG 2026: 1.250.000 Euro IKT Linz GmbH 2026: 150.000 Euro Immobilien Linz GmbH und Co KG 2026: 23.500.000 Euro Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH 2026: 16.950.000 Euro Museen der Stadt Linz GmbH 2026: 890.000 Euro Ordnungsdienst der Stadt Linz GmbH 2026: 2.340.000 Euro SZL Seniorenzentren der Stadt Linz GmbH 2026: 3.800.000 Euro Unternehmensgruppe der Stadt Linz Holding GmbH 2026: 460.000 Euro Kreativität, Kultur & Veranstaltungen der Stadt Linz Holding GmbH 2026: 20.000 Euro Stadtentwicklung & Immobilien der Stadt Linz Holding GmbH 2026: 20.000 Euro Die angeführten Beträge gelten 2026. In den Folgejahren bedarf die Festsetzung von Maximalbeträgen beziehungsweise sonstigen Zuschussleistungen einer neuerlichen Beschlussfassung der städtischen Organe. 2. Die Verrechnung und Bedeckung der Zuschüsse erfolgt – vorbehaltlich der Genehmigung der jeweiligen Budgetansätze in den jeweiligen Voranschlagen durch den Gemeinderat - in der in Punkt 2. der Vorlage dargestellten Art und Weise. Soweit eine anderweitige Bedeckung fehlt, erfolgt die Finanzierung der investiven Zuschüsse durch Fremdmittel. Über die konkrete Beschaffung des Fremdmittelbedarfes im Rahmen des städtischen Finanzmanagements ist eine neuerliche Organbefassung erforderlich. Die Verrechnung erfolgt auf den jeweiligen Finanzpositionen in den entsprechenden Fonds. Um eine rechtzeitige Mittelbereitstellung zu gewährleisten, ist gegebenenfalls eine Vorfinanzierung im Rahmen des städtischen Cash-Managements gemäß § 58a StL 1992 erforderlich. Rechtsgeschäfte über die Aufnahme von Fremdmitteln bedürfen (im Falle der Überschreitung der relevanten Wertgrenzen und der Erfüllung der sonstigen relevanten Kriterien des § 58 StL 1992), bei sonstiger Unwirksamkeit, der vorherigen Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.
Wortmeldungen (8)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Damen und Herren, wir stimmen diesem Antrag gerne zu. Die städtischen Unternehmen, die Betriebe der Daseinsvorsorge, schaffen das, was ich gerne als ‚öffentlichen Wohlstand‘ bezeichne. Ob das der Posthof Linz mit den Konzerten ist, ob das die Senior*innenzentren sind, ob das die Ars Electronica ist oder viele andere Betriebe. Wir werden den Zuschuss zum Ordnungsdienst ablehnen, aber sonst stimmen wir hier gerne zu. Danke.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sind wieder einmal aufgerufen, Zuschüsse zu einer Vielzahl an Gesellschaften auf den Weg zu bringen. Die Gesellschaften sind ohne Zweifel wichtig und haben eine Berechtigung. Sie machen für die Stadt und das Stadtleben einen wesentlichen Unterschied und schaffen einen ganz guten Beitrag. Allerdings sind wir wieder einmal aufgerufen zuzustimmen, ohne jegliche weiterführende Informationen erhalten zu haben. Ich habe es zusammengerechnet, es stehen in Summe gute 60 Millionen Euro hier, die wir einfach als Blankoscheck unterschreiben sollen. Das geht für uns so nicht mehr in Ordnung. Natürlich werden jetzt manche entgegnen – es sind ja ohnehin einige aus diesem Haus in den Aufsichtsräten –, dass man sich untereinander ein bisschen zusammenreden muss. Dann hoffe ich, dass das nicht jene sind, die immer die Verschwiegenheit betonen und sich diese auf die Fahnen heften. Wir werden den Zuschüssen dennoch ausnahmsweise zustimmen, mit zwei wesentlichen Ausnahmen. Das ist erstens die Immobilien Linz GmbH und Co KG (ILG KG) und zweitens die Unternehmensgruppe der Stadt Linz Holding GmbH (UGLH). Daher beantragen wir eine getrennte Abstimmung. Warum gerade diese beiden Bereiche? Das sind die Gesellschaften, wo der Großteil der ausgelagerten Schulden gebunkert ist. Die ILG betreibt zudem Projekte, bei denen wir schlicht nicht mehr mitgehen können. Hier wird beispielsweise ein Glashaus um sieben Millionen Euro errichtet und auf der anderen Seite sind für Schulsanierungen genau 100.000 Euro reserviert. Sieben Millionen sind das Siebzigfache davon. Deshalb ist das für uns die falsche Prioritätensetzung. Es muss wesentlich mehr Geld in die Schulsanierungen fließen. Darum bitten wir um eine getrennte Abstimmung. Wir appellieren an mehr Transparenz und eine bessere Prioritätensetzung.

Danke fürs Wort, wir enthalten uns hier. Uns sind, vom Ordnungsdienst bis zum Flughafen, zu viele Ausgaben drin, die wir nicht mittragen wollen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, auch die Freiheitliche Fraktion wünscht eine getrennte Abstimmung. Wir werden dem Zuschuss zu den Museen die Zustimmung verweigern. Den Rest werden wir diesmal noch mittragen. Dankeschön.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleg*innen, liebe Zuseher*innen, ich glaube es wird kaum jemanden überraschen, dass wir bei diesem Antrag gegen die Finanzierung des Ordnungsdienstes stimmen werden. Deshalb ersuchen auch wir um eine getrennte Abstimmung. Ich darf noch eine Protokollanmerkung machen. In der Antragsbegründung ist auch der Flughafen erwähnt. Dort steht korrekterweise dabei, dass dieser Beschluss vergangenes Jahr schon war. Im Antrag selbst kommt er ja dann nicht mehr vor. Von daher können wir uns nicht gesondert enthalten, aber wir würden es tun, wenn der Flughafen nochmals vorkäme. Nur, damit es keine Missverständnisse gibt, weil es vorab die Information gab, dass wir uns da enthalten würden. Danke.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleg*innen, auch wir möchten eine getrennte Abstimmung. Wir werden uns beim Design Center enthalten und gegen die Ausgaben für den Ordnungsdienst stimmen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, ich bin etwas überrascht, dass wir diesen Punkt heute bereits abstimmen. Ich habe eigentlich angenommen, dass wir das in der morgigen Budgetdebatte machen. Diesen Ausgaben kann man meines Erachtens nicht zustimmen, ohne dass man nähere Informationen zu den einzelnen Unternehmen hat. Ohne Bilanzen und ohne Information darüber zu haben, was mit dem Geld geschieht, ist eine Zustimmung nicht möglich. Ich werde mich daher enthalten. Ich finde diese einzelnen Bereiche grundsätzlich notwendig, aber ich kann die Höhe und die Zahlen nicht nachvollziehen.

Ich bedanke mich für die avisierte mehrheitliche Zustimmung bei diesem Antrag.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: NEOS (1), ehem. MFG (1), LinzPlus (2)