Bühne frei für ein neues Linzer Kunstmarktformat

N 4 · Fraktionsantrag · 34. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden soll ein neues Linzer Kunstmarktformat im öffentlichen Raum, das Künstlerinnen aus Malerei, Bildhauerei, Keramik und Schmuckgestaltung ein bis zwei Mal pro Jahr eine niederschwellige Präsentationsmöglichkeit bietet. Begründet wird das Vorhaben mit fehlenden kostengünstigen und organisatorisch einfachen Ausstellungsräumen für Kulturschaffende außerhalb großer Häuser und Vereine. Als mögliche Standorte werden frequentierte, barrierefreie und bestehende Infrastrukturen wie der PopUp-Store des Innovationshauptplatzes samt Vorplatz genannt. Die Umsetzung soll unter Einbindung von Kunstuniversität, freier Szene, städtischen Häusern, Marktmanagement und der zuständigen Wirtschaftsabteilung erfolgen. Die Kosten sollen durch Umschichtungen im Budget oder in künftigen Voranschlägen gedeckt werden; die Zuweisung an den Ausschuss für Kultur und Tourismus wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (10):kunstmarktkulturförderungkünstlerförderungöffentlicher raumkulturveranstaltungstadtmarketingbarrierefreiheitwirtschaftbudgetumschichtungfreie szene
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, das Kulturangebot in unserer Stadt ist zweifellos abwechslungsreich und vielseitig. Zu wenig Raum geboten, um ihre Werke kostengünstig und ohne viel organisatorischen Aufwand präsentieren zu können, wird jedoch Kulturschaffenden sowie Künstler*innen, die nicht großen Häusern angehören oder anderweitig in Vereinen beziehungsweise Initiativen organisiert sind. So haben Bildhauer*innen, Maler*innen, Keramiker*innen, Schmuckmacher*innen et cetera wenig Möglichkeiten, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, sofern sie nicht selbst eine Ausstellung organisieren, was oft mit zu hohen Kosten, organisatorischem Aufwand oder kommerziellen Hürden verbunden ist. Um das zu ändern, schlagen wir als Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie dem ‚Kunst & Design Markt‘ ein zusätzliches Format für einen neuen Linzer Kunstmarkt vor. Dieser soll ein bis zwei Mal pro Jahr jeweils einen Tag stattfinden und den Fokus auf niederschwellige Teilhabe jenseits kommerzieller Selektion legen. Als Standort wäre es sinnvoll, einen Platz zu wählen, der eine hohe Frequenz aufweist. Ein guter Schauplatz wäre zum Beispiel der PopUp-Store des Innovationshauptplatzes, inklusive einer möglichen Nutzung des Vorplatzes. Stattfinden soll ein solcher Kunstmarkt jedenfalls an einem Ort mit bestehender Infrastruktur, der zudem barrierefrei, ökologisch tragfähig und sozial verträglich ist. Fest steht, dass Künstler*innen durch ein von uns vorgeschlagenes zusätzliches Angebot eine weitere Bühne bekommen würden, um ihre Werke auszustellen und gleichzeitig mehr Bekanntheit zu erlangen. Dadurch stellen wir den folgenden Antrag. Ich bitte um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der für Wirtschaftsangelegenheiten zuständige Stadtrat Thomas Gegenhuber wird ersucht, unter Einbindung der Kunstuniversität, der freien Szene und städtischer Häuser sowie dem Marktmanagement und der Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz & EU ein neues Linzer Kunstmarktformat im öffentlichen Raum zu etablieren. Dieses soll ein bis zwei Mal jährlich stattfinden. Ziel ist es, Künstler*innen aus unterschiedlichen Sparten, wie der Malerei, der Bildhauerei, der Keramikkunst et cetera eine Bühne zu geben, auf der sie ihre Werke ausstellen können. Über die konkreten Schritte, damit ein solcher Kunstmarkt möglichst bald Premiere feiern kann, soll regelmäßig im Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Finanzen berichtet werden. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen beziehungsweise in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, das Kulturangebot der Stadt Linz zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt und ein breites Spektrum an Präsentationsmöglichkeiten aus. Im Bereich des Kunstverkaufs bestehen bereits gut etablierte Strukturen und Aktivitäten, unter anderem durch die Kunstvereine, den Linzer Kunstsalon sowie verschiedene Verkaufsausstellungen. Diese Angebote ermöglichen es Kunstschaffenden, ihre Werke einem interessierten Publikum zugänglich zu machen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Lebensigkeit unserer Stadt. Da wir den vorliegenden Antrag inhaltlich noch vertiefend diskutieren wollen, beantragen wir die Zuweisung zum Ausschuss für Kultur und Tourismus. Wir ersuchen um Zustimmung.

Ich bedanke mich herzlich. Ich weiß, dass das eine Materie für Diskussionen ist. Man darf nicht unterschätzen, dass wir ziemlich schwere Zeiten für Einzelpersonen haben, Künstler und Künstlerinnen haben es nicht leicht. Wenn diese Diskussion im Kulturausschuss stattfindet, werden wir eine Möglichkeit schaffen, die Situation einzuschätzen. Es wäre wirklich eine Bereicherung, wenn ein neues Kunstmarktformat dazukommt. Danke sehr.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Kultur und Tourismus wird einstimmig angenommen.