Linz AG – Komplettangebot für private PV Anlagen schaffen – Resolution
L 22 · Fraktionsantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Erweiterung des Angebots der LINZ AG für Planung und Errichtung privater Photovoltaikanlagen stand im Mittelpunkt. Begründet wurde dies mit dem großen Solarpotenzial auf Linzer Dächern, dem Bedarf an mehr Montagekapazitäten und der Schwierigkeit für Private, solche Projekte als Komplettlösung umzusetzen. Vorgesehen war ein One-Stop-Shop mit Technik, Finanzierung und Förderabwicklung nach Vorbild der Wien Energie. Die Maßnahme sollte kleine Sonnenkraftwerke fördern und Linz krisenfester sowie umweltfreundlicher machen. Der Vorschlag wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt; die Kosten hätten durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden können.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, ja, Lorenz Potočnik, ich sehe das als gute Ergänzung zu unserem Antrag, was die Solarpflicht betrifft. Ich glaube auch, dass die Linz AG als der größte Elektrizitätsversorger in Linz in den Bereichen Service, Planung und Installation von Solaranlagen noch viel mehr leisten kann. Ich glaube, die Linz AG hat das ein bisschen verschlafen, wenn man das mit anderen Energieversorgungsunternehmen vergleicht. Wenn die Linz AG jetzt dran ist, ist sie natürlich dann bei dieser Energiewende und bei der Installation von Solaranlagen auf den Dächern von Linz dabei. Wir stimmen zu.
Ich möchte das Bild etwas zurechtrücken. Es ist ja nicht so, als würde die Linz AG im Bereich von Solarstrom nichts machen. Das ist ein Unternehmen, das ständig daran arbeitet das Portfolio zu erweitern, aber ich darf an die innovativen Bürgerbeteiligungsprojekte und die Sonnenscheine, die da vergeben worden, erinnern. Da passiert einiges, es wird sicher noch mehr passieren, aber der Antrag in dieser Form ist glaube ich, nicht notwendig.
Zum Abschluss des Abends noch eine Meldung von mir. Bei allen Überlegungen dürfen wir nicht vergessen, dass wir immer noch in einer Marktwirtschaft leben. Die Stadt muss und soll nicht überall eingreifen. Die Krise bietet vielen Unternehmen auch Chancen, gerade im Bereich erneuerbarer Energien. Wir müssen, glaube ich, der Linz AG nicht vorschreiben was zu tun ist. Wenn sie es nicht, wird das in jedem Fall der Markt erledigen. Danke.
Danke für die Rückmeldungen und die teilweisen Zusagen. Thomas, zur Linz AG, nichts steht da drin, im Gegenteil, ich lobe die Linz AG, sie bietet aber derzeit nur im gewerblichen Bereich diese Photovoltaikanlagen an und nicht im privaten Bereich. Das ist der Unterschied, das hat sie noch nicht und ich wüsste nicht, dass sie es plant, insofern ist das das Ziel des Antrages, hier steht nicht, dass sie keine Photovoltaikanlage hat, ganz im Gegenteil, sie macht das schon viel im gewerblichen Bereich, aber nicht im privaten. Also bitte nicht so reflexartig Abwehrmechanismen einsetzen, sondern einmal ganz präzise lesen was hier steht, dann kommen wir glaube ich weiter. 642 Vorgeschrieben wird auch nichts, lieber Georg Redlhammer, sondern hier steht: „wird gebeten Kompetenz aufzubauen“. Also freundlicher geht es eigentlich nicht mehr. Was den Markt betrifft, ja, warum macht es die Wien Energie? Es heißt ja nicht, dass die Linz AG jetzt das Business macht, sondern sie würde als One-Stop-Shop unterstützen, diese Photovoltaikanlagen zu installieren auch für Private. Das heißt ja nicht, dass das dann Private nicht machen können oder der Markt nicht machen kann, sondern es ist ein Anbieter im Markt. Abgesehen davon agiert die Linz AG zu einem großen Teil auch marktwirtschaftlich. Es ist nicht so, dass das irgendwie ein Staatsbetrieb nach kommunistischen Regeln wäre. Ich bitte um Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), FPÖ (8), NEOS (2) und MFG (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.