Finanzierung des StoP-Projektes sicherstellen - Resolution
K 16 · Fraktionsantrag · 37. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird die dauerhafte Finanzierung des Projekts StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt, damit die beiden Linzer Standorte im Franckviertel und in Urfahr weitergeführt werden können. Das Projekt setzt niederschwellig im Präventionsbereich gegen Männer- und Partnergewalt an, stärkt Nachbarschaften und unterstützt Betroffene im unmittelbaren Umfeld. Anlass ist, dass die bisherige Bundesfinanzierung von 167.605 Euro bei Gesamtkosten von 217.605 Euro nur mehr bis Mitte des Jahres gesichert ist und ein Wegfall den Fortbestand gefährden würde. Die Stadt Linz trägt derzeit 50.000 Euro aus Sozial- und Frauenressort bei; zugleich wird auf die Verantwortung von Bund und Land verwiesen, den laufenden Betrieb verlässlich abzusichern. Die Resolution wurde einstimmig angenommen und fordert die Bundesregierung auf, die Kosten zeitnah und möglichst vollständig zu übernehmen, wobei die Bedeckung über Budgetumschichtungen oder künftige Voranschläge erfolgen soll.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Vielen herzlichen Dank Frau Vizebürgermeisterin, ich möchte vorwegschicken, dass wir uns dieser Resolution anschließen werden. Ich möchte aber dennoch ein paar Punkte erwähnen. Wir haben heute schon über das Sicherheitsempfinden von Frauen im öffentlichen Raum gesprochen. Wir wissen aber alle miteinander, dass für Frauen der gefährlichste Raum die eigene Wohnung ist. Die Arbeit, die die StoP-Mitarbeiter*innen in den Stadtteilen oder in ganz Österreich machen, ist etwas, das wir sehr wertschätzen und auch als sehr wichtig erachten. Deshalb gibt es von uns grundsätzlich Zustimmung dazu, die Bundesregierung zu ersuchen, die Finanzierung sicherzustellen. Ich möchte aber schon daran erinnern, dass von Anfang an, als das StoP-Konzept in Österreich - damals unter Schwarz-Grün - eingeführt wurde, klar war, dass es um eine Anschubfinanzierung geht. Analog zu Frauenhäusern wurden Ausrollung und Ausbau vom Bund übernommen. Da wie dort sollte aber der laufende Betrieb dann in die Finanzierung der Länder und Gemeinden übergehen. Wir als Stadt Linz machen das. Vielen Dank an die Sozialstadträtin und die Frauenstadträtin, die sich hier engagieren und in ihren Budgets das Geld auch immer wieder zur Verfügung stellen. Auf Landesebene sieht das aber anders aus. Deshalb freut es mich grundsätzlich, dass ÖVP und FPÖ heute dieser Resolution zustimmen. Es wäre aber auch angebracht, Ihr Gewicht auf Landesebene in Ihre Landesregierung einzubringen. Diese Finanzierung ist immer nur für zwei Jahre gesichert und nicht fortlaufend. Das Projekt begann 2021. Vor zwei Jahren hat die SPÖ-Landtagsfraktion im Landtag ebenso einen Antrag gestellt, dass das Land sich bemühen soll, StoP sicherzustellen, um nicht immer wieder Mitarbeiter*innen in diese prekären Verhältnisse zu schicken. Dieser Antrag zur Sicherstellung der Arbeit wurde damals von ÖVP und FPÖ abgelehnt. Daher ist es erfreulich, dass Sie heute hier zustimmen. Die Verantwortung aber einfach so an den Bund abzuwälzen und auf eigener Ebene in der Landesregierung nichts dazu beizutragen, möchte ich doch nicht ganz unerwähnt lassen. Vielen Dank.
Danke, ich hätte natürlich auch nichts dagegen, wenn sich auch das Land dazu bekennen würde und vielleicht noch einen Batzen drauflegen würde. Dadurch könnten wir mit dem StoP-Projekt nicht nur in zwei Stadtteilen sein, sondern es vielleicht auf das ganze Stadtgebiet ausrollen. Ich bedanke mich für die avisierte Zustimmung. Vor allem bedanke ich mich bei den Mitarbeiter*innen der StoP-Stellen für die hervorragende Arbeit, die dort geleistet wird. Dankeschön.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird einstimmig angenommen.