Leitbild für Sport und Bewegung auf dem ehemaligen Kasernengelände

K 7 · Fraktionsantrag · 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

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Für das ehemalige Kasernengelände in Ebelsberg und die angrenzenden Sommergründe sollte ein Leitbild für Sport- und Bewegungskultur im öffentlichen Raum entwickelt und im städtebaulichen Masterplan Ebelsberg verankert werden. Begründet wurde dies mit dem Bedarf, Sport- und Bewegungsräume bei Stadterweiterungen früh mitzudenken und den öffentlichen Raum zielgruppenorientiert, wohnungsnah, barrierefrei und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Als Vorbild wurde Berlin genannt; die Abstimmung mit der WSF-Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe war vorgesehen. Die dafür anfallenden Kosten sollten durch Umschichtungen im Budget oder in künftigen Voranschlägen berücksichtigt werden. Der Vorstoß wurde bei Stimmenthaltung mehrerer Fraktionen mit Stimmenmehrheit abgelehnt.

Schlagwörter (10):sportbewegungkasernengeländeebelsbergstädtebaumasterplanöffentlicher raumbarrierefreiheitnachhaltigkeitbudget
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderätin Mag.ª Ekova Stoyanova berichtet über den von der Grünen-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag ## K 7 Leitbild für Sport und Bewegung auf dem ehemaligen Kasernengelände und führt aus: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen der Titel unseres Antrages sagt ein bisschen mehr und ich rede schneller, weil die Zeit schon fortgeschritten ist: ‚Leitbild für Sport und Bewegung auf dem ehemaligen Kasernenareal oder Kasernengelände in Ebelsberg‘. Wir sprechen heute über einige Anträge in Richtung Sport und Bewegung. Gerade die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig Bewegung in der Freizeit, vor der Haustür und in der Nähe ist. Mit unterschiedlichen Angeboten bietet Linz ein breites Spektrum an Möglichkeiten für zahlreiche Bewegungsformen und Sportarten. Parkanlagen, Wald- und Verkehrsflächen und auch typische Flächen für Zwischennutzung haben bereits eine sehr große Bedeutung für das Sport- und Bewegungsgeschehen in der Stadt. Besonders aber, bei Stadterweiterungen braucht es Konzepte und Strategien, um den öffentlichen Raum schon während der Entwicklung sportaktiv und bewegungsfreundlich zu gestalten. Mit einem Leitbild, nach dem Vorbild von Berlin, soll für die städtebauliche Erweiterung eine Sport- und Bewegungsraum-Entwicklung, die sich durch Zielgruppenorientierung, Wohnungsnähe, Barrierefreiheit und ökologische Nachhaltigkeit auszeichnet, umgesetzt werden. Deswegen stellen wir, die Grünen, folgenden Antrag. Der Gemeinderat der Stadt Linz beschließt: „Der Planungsreferent und die Sportreferentin werden ersucht, in Abstimmung mit der WSF-Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe, ein Leitbild für Sport- und Bewegungskultur im öffentlichen Raum für das Gelände der ehemaligen Kaserne Ebelsberg und die angrenzenden Sommergründe, am Beispiel Berlin zu entwickeln und im städtebaulichen Masterplan Ebelsberg zu verankern. Die Bedeutung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.“ Ich bitte um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Planungsreferent und die Sportreferentin werden ersucht, in Abstimmung mit der WSF-Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe, ein Leitbild für Sport- und Bewegungskultur im öffentlichen Raum für das Gelände der ehemaligen Kaserne Ebelsberg und die angrenzenden Sommergründe, am Beispiel Berlin zu entwickeln und im städtebaulichen Masterplan Ebelsberg zu verankern. Die Bedeutung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Liebe Frau Kollegin, Ekova-Stoynova, dieser Antrag spricht für uns am Beispiel des Kasernenareals einen ganz wichtigen Punkt an, nämlich, dass im Sinne einer nachhaltigen städtebaulichen 505 tेबaulichen Entwicklung für die Menschen, die Sie schon angesprochen haben, der sehr wichtige Sport und Bewegungsraum von Anfang an mitgedacht werden muss. Die letzten Jahre haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig diese Grün- und Naherholungsflächen für die Linzerinnen und Linzer sind, um sich allein oder in der Gruppe sportlich zu betätigen und Spaß an der Bewegung zu haben. Bekanntermaßen liegt uns dieses Thema am Herzen und wir unterstützen daher den Antrag bei der Verbauung des Kasernenareals, einen Plan zur Verankerung zur Sport und Bewegungsräumen zu entwickeln.

Sehr geehrte Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, wir werden diesem Antrag aus dem folgenden Grund nicht nähertreten. Wir verstehen nicht, warum man hier nur für ein ‚Grätzel‘ ein Konzept will, es braucht ein Gesamtkonzept, das gibt es in Linz. Wir wollen nicht länger Luftschlösser bauen, Clubobmann Langer hat das schon gesagt, wir wollen ins Tun kommen und nicht länger nur planen.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, bei diesem Projekt handelt es sich um keine städtische Fläche sondern um das Projekt vom XXXLutz und weiteren Bauträgern. Dort hat es ein recht aufwendiges kooperatives Planungsverfahren unter Einbeziehung von Expert*innen und Bürger*innen gegeben mit zahlreiche Informationsveranstaltungen wo über 130 Personen hingekommen sind. Im Rahmen dessen wurde unter Einbeziehung der Bedürfnisse aller Generationen ein Masterplan entwickelt, in dem das eigentlich schon berücksichtigt und beschlossen wurde. Deswegen wird sich meine Fraktion enthalten. Danke.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, selbstverständlich ist das, was sie gesagt haben richtig und wichtig, aber der Sinn der Sache ist es, im Vorfeld alles das zu planen und in den großen Masterplan der Stadt Linz zu involvieren. Wenn wir kleine Projekte nicht probieren oder versuchen, dann werden wir nicht wissen, wie die das im Großen und Ganzen in unserer Stadt wirkt. Wir haben das Beispiel von Berlin genommen, weil das wirkt, dort ist eine gut belebte Sportbewegung für die Bevölkerung von Berlin zur Verfügung. Leider haben wir viele, viele Plätze in unserer Stadt, die so geblieben sind. Ich bleibe aber trotzdem dran und werde schauen, wie weit die Entwicklung in Ebelsberg im Kasernenareal kommen wird, weil ich glaube, dass da nicht so viel für den Sportbereich geplant ist. Danke

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (20), FPÖ (9), NEOS (2) und KPÖ (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.