Keine Kapitulation vor Vandalen - Linz braucht stärkeres Sicherheitskonzept für Auwiesen

L 2 · Fraktionsantrag · 30. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Für den Haltestellenbereich Rädlerweg in Auwiesen soll ein erweitertes Sicherheitskonzept erstellt werden. Anlass sind seit 2021 zwölf Fälle schwerer Sachbeschädigung mit einem Gesamtschaden von rund 110.000 Euro; der zuletzt vorhandene Fahrscheinautomat wurde Ende 2024 gesprengt, weshalb dort kein Automat mehr steht. Vorgesehen sind eine engere Zusammenarbeit von Stadtteilzentrum, Polizei, LINZ LINIEN und weiteren städtischen Einrichtungen sowie mögliche Maßnahmen wie stärkere Präsenz, präventive Sozialarbeit, Müllvermeidung und die Prüfung von Videoüberwachung. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Die Zuweisung an den Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (10):auwiesenrädlerwegsicherheitskonzeptvandalismussachbeschädigunghaltestellevideoüberwachungpräventionsarbeitpolizeipräsenzbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Dankeschön, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir haben vorhin über ein Sicherheitsthema diskutiert. Das tun wir oft in diesem Gremium. Es ist auch gut so, dass es ein gutes Sicherheitsgefühl in Linz gibt. Es wurde uns eine Situation in einem Stadtteil zugetragen, wo es unserer Meinung nach Handlungsbedarf gibt. Es geht um den Linzer Stadtteil Auwiesen. Dort gibt es einerseits Vorzeigeprojekte, wie zum Beispiel das Stadtteilzentrum Kleinmünchen / Auwiesen / Ebelsberg. Es gibt aber auch gewisse Bereiche, wie zum Beispiel die Haltestelle Rädlerweg, wo es Fälle gibt, die man so nicht akzeptieren kann. Bei dieser Straßenbahnhaltestelle steht seit einiger Zeit kein Fahrkartenautomat mehr und das hat auch einen Grund. Es gab dort nämlich in den vergangenen Jahren seit 2021 insgesamt zwölf Fälle schwerer Sachbeschädigung mit einem Gesamtschaden von rund 110.000 Euro, wie die LINZ AG meldet. Der zuletzt vorhandene Fahrscheinautomat wurde Ende 2024 sogar gesprengt. Die LINZ AG sieht an dieser Haltestelle keinen Grund mehr, einen Fahrscheinautomaten aufzustellen. Diese Sichtweise ist auch wirtschaftlich verständlich. Wir sagen aber, dass wir nicht vor Vandalen kapitulieren wollen, die Sachbeschädigung ausüben. Wir wollen keine Sicherheits-Hotspots in Linz. Deshalb initiieren wir ein Maßnahmenpaket für den Stadtteil Auwiesen, konkret für diesen Bereich der Haltestelle Rädlerweg. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie eine stärkere Präsenz der Polizei, des Ordnungsdienstes, mehr präventive Sozialarbeit oder Aktionen zur Müllvermeidung. Auch die Prüfung der Möglichkeit einer Videoüberwachung bei dieser Haltestelle könnte eine dieser Maßnahmen sein. Vielen Dank.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der für Sicherheitsangelegenheiten zuständige Stadtrat Michael Raml wird beauftragt in enger Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Kleinmünchen-Auwiesen, der Polizei, der LINZ LINIEN und weiteren städtischen Einrichtungen ein erweitertes Sicherheitskonzept für den Stadtteil Auwiesen mit besonderem Fokus auf den Haltestellenbereich Rädlerweg zu erstellen. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vera Schachnerehem. MFG-Mitgl.

Danke, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, die Ursachen für delinquentes Verhalten junger Menschen sind vielfältig. Persönlichkeitsmerkmale, die Herkunftsfamilie oder der soziale Hintergrund spielen eine genauso große Rolle wie der Freundeskreis oder schulische Faktoren. Langeweile kann auch, besonders bei Jugendlichen, ein Motiv für Vandalismus sein. Oft wird Vandalismus aus Langeweile oder Frust begangen, da Jugendliche keine andere Beschäftigung haben. Ob bei Bushaltestellen, Fahrscheinautomaten oder Digitalanzeigen, Vandalismus ist in unserer Umwelt allgegenwärtig. Die Schäden gehen uns alle etwas an, denn sie müssen meist aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Vandalismus. Dieses ernste gesellschaftliche Problem verursacht hohe Kosten und beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl. Durch Aufmerksamkeit, Zivilcourage und präventive Gespräche mit den Kindern können wir alle dazu beitragen, Vandalismus zu verhindern. Präventiv können Freizeitangebote für Jugendliche geschaffen, die Bevölkerung in die Prävention einbezogen und eine Nulltoleranzstrategie verfolgt werden. Zeigen wir unseren Kindern, wie man respektvoll mit dem Eigentum anderer umgeht und sprechen wir offen über die Folgen von Vandalismus. Ich werde diesem Antrag zustimmen, Danke.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kollegen und Kolleginnen, lieber Mario Hofer, die vielen Vandalismusvorfälle in Auwiesen oder speziell bei der Haltestelle Rädlerweg sind bekannt. Es ist leider so, dass die LINZ AG gezwungen war, keinen Fahrscheinautomaten mehr aufzustellen. Der Ort, der Platz, wo die Haltestelle liegt, ist ein starker Anziehungspunkt für viele Jugendliche, die sich dort herumtreiben. Es ist klar, dass sich der Platz sehr schwer überwachen lässt, weil Personen durch seine Lage immer schnell in verschiedenen Richtungen fliehen und deshalb nicht vor Ort festgehalten werden können. Auch das erwähnte Stadtteilzentrum leistet dort draußen sehr gute und sehr viel Arbeit. Es lädt auch regelmäßig zu einem Sicherheitsaustausch mit unterschiedlichen Organisationen ein. Es wird beraten, was man machen kann, um gerade solche speziellen Probleme endlich lösen zu können. Nichtsdestotrotz sind auch wir Freiheitliche gesprächsbereit und würden vorschlagen, dass wir den Antrag dem Sicherheitsausschuss zuweisen. Dankeschön.

Danke für die Wortmeldungen. Wir sind mit einer Zuweisung zum Ausschuss ebenso zufrieden, um dort zu diskutieren. Eine Zustimmung in der Sache wäre natürlich effektiver, aber ich warte das Ergebnis ab, danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit wird einstimmig angenommen.