Potenzial des Urfahranermarktes länger nutzen
I 6 · Fraktionsantrag · 7. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird eine längere Abhaltung des Urfahranermarktes um ein bis zwei Tage. Als Begründung werden der starke Besucherandrang, bessere Umsatzchancen für Schausteller und Gastronomie sowie kürzere Wartezeiten für Kinder und Besucher genannt. Als Vergleich wird auf Volksfeste in anderen Städten verwiesen, bei denen eine frühere Eröffnung oder eine Probebeleuchtung den Markt faktisch verlängert. Die Marktreferentin soll gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Urfahranermarkt Möglichkeiten prüfen und dem Gemeinderat allfällige Maßnahmen vorlegen. Die Finanzierung soll durch Umschichtung im Budget oder durch künftige Mittel sichergestellt werden; der Vorschlag wurde abgelehnt.
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Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Liebe Ute, sehr geehrte Damen und Herren, zuerst muss ich sagen, dass es wirklich schön ist zu sehen, dass einmal aufgrund einer Erfolgsmeldung ein Gemeinderatsantrag erstellt wird. Das ist etwas sehr Positives. Ganz grundsätzlich, du hast es schon gesagt, ist die Freude bei den Marktbeschickern groß – insgesamt 280 Beschicker und Aussteller, Schausteller und Gastronomen waren beteiligt und haben einen wirklich wahnsinnig tollen Markt abgehalten. Nach zwei Jahren Zwangspause konnten sie endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen und diese auch ausführen. Das war eigentlich das Allerschönste mitanzusehen und vor allem hat es wirklich viele Aktivitäten seitens meines Marktteams gegeben, bei dem ich mich noch einmal bedanken möchte, dass das alles so gut geklappt hat. Wir haben neue Willkommensaktionen gehabt, Muttertagsaktionen, ein Charity-Event, man hat also die Traditionen hochleben lassen, aber auch viele neue Dinge umgesetzt. Dieser Diskussion über die zeitliche Ausdehnung kommen wir natürlich auch in der ARGE Urfahranermarkt immer wieder nach. Das ist für uns nichts Neues, denn genau dort sitzen die Betroffenen und mit ihnen gemeinsam wird der Wunsch nach Verlängerung immer wieder diskutiert, es wird immer wieder upgedatet um zu schauen, wo die Mehrheiten sind. Denn, man muss schon sagen, der große Wunsch einer Verlängerung kommt aktuell mehr von den Gastronomen. Natürlich gibt es auch die Messe, für die viele Firmen ihre Mitarbeiter neun Tage lang für den Verkauf abstellen. Gerade die brauchen aber ihre Mitarbeiter auch sehr schnell wieder in ihren eigenen Unternehmen und sind nicht sehr erfreut, wenn der Markt länger dauern würde. Es gibt also Prostimmen, es gibt aber auch andere Stimmen und deswegen ist es sehr gut, das Thema in der ARGE Urfahranermarkt zu diskutieren. Einer Probebeleuchtung am Freitagabend, stehe ich im Prinzip offen gegenüber, auch das wird immer wieder diskutiert, weil man sich natürlich anschaut wie das bei anderen Volksfesten funktioniert. Das Rieder Volksfest dauert z. B. auch neun Tage, die Passauer Maidult dauert neun Tage, man vergleicht sowieso was Sinn und was weniger Sinn macht. Ich möchte aber mit diesem Antrag diese 280 betroffenen Unternehmen nicht bevormunden. Ich möchte sie nicht mit diesem Gemeinderatsantrag verunsichern, sondern möchte dieses Thema wirklich dort diskutieren und das jetzt nicht mit diesem Antrag bestätigen. Ich möchte mich enthalten liebe Ute, weil wir das sowieso immer wieder diskutieren. Das ist kein neuer Vorschlag, danke für die Intention, aber das passiert eigentlich und deswegen enthalten wir uns der Stimme. Danke
Sehr geehrte Damen und Herren, als glühender Verehrer des großen bayrischen Philosophen Gerhard Polt kann man einmal nichts gegen Jahrmärkte haben, andererseits schätzt Herr Polt die Stille sehr. Ich glaube der Antrag ignoriert ein bisschen die Anliegen der AnrainerInnen. Ich glaube, dass die Form wie der Urfix momentan stattfindet, schon an die Belastungsgrenzen der dort lebenden Menschen geht und auch darüber hinaus. Ich glaube, dass die gesamte Umgebung schon stark beeinträchtigt ist, insofern denke ich, dass man den Urfahranermarkt vielleicht in eine andere Richtung drehen sollte. Ist es notwendig, dass wir dort Billigramsch aus Ländern, die sicher keine guten Arbeitsbedingungen haben, verkaufen? Könnten wir nicht versuchen, dass der Markt eine stärkere Lokalisierung hat und nachhaltiger abläuft? Ich denke, dass eine Richtungsänderung des Urfahranermarktes anzudenken ist. Eine Verlängerung ist, glaube ich - tut mir leid, dass 355 ich das so sage, aber das passt thematisch - eine Schnapsidee und insofern werden wir diesen Antrag ablehnen.
Ihr großer bayrischer Philosoph hat einmal in einem cineastischen Werk definiert, ‚Brotzeit ist Freiheit plus Mahlzeit‘. Das ist am Urfahrmarkt wirklich gegeben, muss man sagen. Aber da geht es auch manchmal nicht ganz still zu.
Ich sage einmal Danke für die Wortmeldungen. Liebe Doris, ich verstehe das jetzt nicht so wirklich, du sagst, du hast mit den Leuten schon gesprochen und die Einzigen die das wollen, sind die Gastronomen. Ja bitte, dann machen wir das für die Gastronomen. Ich verstehe schon, dass irgendein Möbelhändler oder so sagt, er kriegt das Personal nicht am Abend. Das ist mir verständlich, aber die Gastronomen haben gerade in den letzten beiden Jahren gelitten wie die Hunde durch Corona, durch die Lockdowns und durch die ganzen Einbußen. Es wäre wie gesagt, ein Weg wie beim Welser Volksfest, da gibt es eine Probebeleuchtung und man sperrt nur die Gastronomie auf, das ist lustig, die machen einen Umsatz, das Personal freut sich, weil es Trinkgeld bekommt und alle können wieder etwas verdienen. Ich habe oft gehört, dass Linzer Firmen gesagt haben, jetzt gibt es endlich den Urfahrnanermarkt, wir könnten uns mit Geschäftspartnern und Mitarbeitern, was immer, einmal in ein Bierzelt oder in die Donau Alm setzen und wir könnten das Feiern endlich einmal nachholen. Wir haben jetzt zwei Jahre keine Weihnachtsfeier gehabt, wir könnten endlich einmal in eine Gastronomie gehen. Die neun Tage Bierzelt, Donau Alm, ist für die Betriebe zu wenig, sie kommen nicht zusammen. Sie bekommen gar nicht die Kapazitäten, dass sie für eine Gruppe mit zwei-, dreihundert Leuten reservieren können, das geht sich nicht aus. Wie gesagt, die Bitte, setz dich mit den Gastronomen zusammen. Dann gibt es einfach eine gastronomische Eröffnung. Das hat es schon einmal gegeben, ich kann mich erinnern. Es hat einmal dieses Rosenstüberl Revival gegeben, das dem Urfahrnanermarkt vorgelagert war. Das hat damals der alte Hans Hofstetter noch gemacht, das ist so gut angekommen, das war einen Tag lang und am nächsten Tag ist eröffnet worden. Wie gesagt, Denkverbote gibt es bei uns keine, Sprechverbote auch nicht. Wir bitten dich, sprich mit der ARGE und die anderen bitten wir, stimmt diesem Antrag zu.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (10), Die Grünen (10), NEOS (2), MFG (2), KPÖ (2) und LinzPlus (2) sowie bei Gegenstimme von Gemeinderat Brandstetter, WANDEL, mit Stimmenmehrheit abgelehnt.