Gemeinsame Wohnprojekte zwischen GWG und Supermärkten forcieren - Resolution

G 13 · Fraktionsantrag · 28. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Gefordert wird eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der GWG beziehungsweise gemeinnützigen Wohnbauträgern und in Linz ansässigen Supermarktketten, um durch die Überbauung bestehender Filialen mehr leistbaren und attraktiven Wohnraum zu schaffen. Begründet wird das mit dem steigenden Wohnraumbedarf, der Flächenknappheit und dem Schutz von Grünflächen in der Stadtentwicklung. Als Vorbild dient das Projekt „Wohnen am Weidingerbach“, das zeigt, dass Supermarktüberbauungen funktionieren und multifunktionale Stadtentwicklung mit kurzen Wegen ermöglichen können. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Der Antrag samt Abänderungsantrag wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (9):wohnbauleistbarer wohnraumsupermarktüberbauungnachverdichtungstadtentwicklunggrünflächenschutzflächenknappheitgwgbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kollegen und Kolleginnen, ich denke, das Vorzeigewohnprojekt ‚Wohnen am Weidingerbach‘ ist allen hier bekannt. Dieser Wohnbau zeigt, dass eine Überbauung von Supermärkten super funktioniert und dabei gleichzeitig leistbarer Wohnraum geschaffen werden kann. Die Kombination von Supermärkten und Wohnbau bietet nicht nur eine Lösung für die Flächenknappheit, sondern schützt auch zusätzlich die Grünflächen. Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz GmbH (GWG) hat die nötige Erfahrung, um solche Projekte umzusetzen. In diesem Zusammenhang stellt die FPÖ-Gemeinderatsfraktion folgenden Antrag. Ich bitte, den kompletten Antragstext ins Protokoll zu übernehmen und bitte um Zustimmung. Der steigende Wohnraumbedarf in Linz stellt die Stadt weiterhin vor große Herausforderungen. Neben dem ungebrochen großen Zuzug nach Linz nimmt der Schutz von Grünflächen bei der Stadtentwicklung eine zunehmend bedeutendere Rolle ein. Es müssen daher auch jene Flächen verstärkt in den Fokus der städtischen Stadtplanung gerückt werden, die ohnehin schon bebaut sind und deren zusätzliche Überbauung sogar eine Aufwertung der örtlichen Wohnqualität bieten könnte. Eine Möglichkeit, diesen Ansprüchen gerecht zu werden, kann in einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen der städtischen Wohnbaugenossenschaft GWG und den Filialen von in Linz ansässigen Supermarktketten liegen. Projekte wie das ‚Wohnen am Weidingerbach‘ in Auwiesen haben gezeigt, dass Überbauungen von Supermärkten funktionieren und dabei gleichzeitig leistbarer Wohnraum entstehen kann. Dieses erfolgreiche Modell soll nicht nur fortgeführt, sondern auch ausgebaut werden. Die GWG hat die nötige Erfahrung, um solche Projekte effizient umzusetzen. Jetzt geht es darum, das Konzept großflächig auszurollen und damit noch mehr Linzern die Möglichkeit zu geben, in unserer Stadt leistbar zu wohnen. Die Kombination von Supermärkten und Wohnbau bietet nicht nur eine Lösung für die Flächenknappheit, sondern fördert auch eine multifunktionale Stadtentwicklung, die kurze Wege schafft und den urbanen Raum belebt. Das Ziel muss sein, den Wohnraum für alle Linzer zugänglich und vor allem leistbar zu halten. Solche Überbauungsprojekte sind ein nachhaltiger Weg, dieses Ziel zu erreichen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Die Geschäftsführung der Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz GmbH wird ersucht, verstärkt an in Linz ansässige Supermarktketten heranzutreten, um mehr leistbaren und attraktiven Wohnraum durch Überbauung von Supermarkt-Filialen zu schaffen. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen. Abänderungsantrag: Die Geschäftsführungen der gemeinnützigen Oberösterreichischen Bauvereinigungen werden ersucht, verstärkt an in Linz ansässige Supermarktketten heranzutreten, um mehr leistbaren und attraktiven Wohnraum durch Überbauung von Supermarkt-Filialen zu schaffen.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Liebe Patricia Haginger, wir können dem sehr viel abgewinnen und werden diesem Antrag zustimmen. Ich würde aber die FPÖ bitten, auch dem nächsten Antrag G 14 zuzustimmen. Genau diese Oberösterreichische Wohnbauförderung behindert nämlich oftmals solche innovativen Projekte, wie bestehende Supermärkte zu überbauen. Das weiß ich zufällig aus eigener Erfahrung, weil wir das in Freistadt machen wollten. Das ging dann mit der Oberösterreichischen Wohnbauförderung nicht zusammen. Deshalb braucht es bei der Wohnbauförderung eine Änderung. Vielleicht können Sie auf Ihren Parteikollegen Manfred Haimbuchner diesbezüglich einwirken. Danke.

Ich darf mich selbst kurz zu Wort melden. Erstens: Es gibt diese Verordnung. Das ist die Oberösterreichische Nachverdichtungsverordnung 2025, die heuer von der Oberösterreichischen Landesregierung beschlossen worden ist. Sie ist ganz aktuell, sicher noch nicht perfekt. Der Plan ist, Nachverdichtungsprojekte und Aufstockungen zu ermöglichen. Zweitens: Da ich davon ausgehe, dass dieser Beschluss vielleicht sogar einstimmig gefasst wird, werde ich, wenn wir das nächste Mal ein Nachverdichtungsprojekt haben und ein Einkaufszentrum oder einen Supermarkt überbauen, die betreffende Fraktion an diesen Antrag erinnern. Man braucht dann meist auch eine Bebauungsplanänderung und eine Höhenentwicklung, die oft mit Kritik versehen sind. Darauf möchte ich einfach gerne hinweisen. Gemeinderat Markus Rabengruber, hast du dich noch einmal gemeldet?

Danke, nur ganz kurz: Natürlich weiß ich, dass das beim Neubau verpflichtend ist. Der Antrag zielt aber darauf ab, dass man auf bestehende Strukturen aufbaut. Das ist oft mit den Eigentumsverhältnissen nicht so einfach. Das sind große Strukturen. Das geht mit den praktischen Flächenverhältniszahlen, die die Wohnbauförderung verlangt, oft nicht zusammen. Da braucht es auch innovativere Ansätze und mehr Spielraum vonseiten der Wohnbauförderung. Deswegen ist mein Ansatz, darauf hinzuwirken, damit sich Änderungen ergeben.

Dankeschön allerseits für die avisierte Zustimmung. Wir gehen auch beim Abänderungsantrag der ÖVP mit. Dankeschön.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag samt Abänderungsantrag wird einstimmig angenommen.