Ost-West-Radroute umsetzen - Harrachstraße für den Radverkehr gegen die Einbahn öffnen - Resolution
H 16 · Fraktionsantrag · 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertBeschlossen wurde die Öffnung der Harrachstraße für den Radverkehr gegen die Einbahn als Teil der Ost-West-Radroute zwischen Innenstadt, Fachhochschule Oberösterreich und Industriezeile. Die Maßnahme soll zunächst im Abschnitt Bethlehemstraße bis Fadingerstraße umgesetzt und auf den Bereich Fadingerstraße bis Dametzstraße ausgeweitet werden, um eine durchgängige Verbindung bis zur Landstraße und weiter zur Bischofstraße zu schaffen. Begründet wird dies mit der hohen Priorität in der Fahrradstrategie, dem unbefriedigenden und konfliktanfälligen derzeitigen Geh- und Radbereich sowie dem vorhandenen Platz auf der Fahrbahn ohne größere bauliche Eingriffe oder Verlust von Kfz-Stellflächen. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Die Zuweisung an den Ausschuss für Mobilität und Märkte wurde mehrheitlich angenommen; die FPÖ stimmte dagegen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, lieber Michael Roth-Schmida, wir finden den Antrag natürlich gut, denn alles, was die Radmobilität, das Alltagsradeln verbessert, ist begrüßenswert und stärkt den Wirtschaftsstandort. Allerdings kenne ich die Harrachstraße ziemlich gut, weil ich dort zehn Jahre gewohnt habe und daher dort auch sehr viel geradelt bin. Das ist schwierig. Ich finde den Radweg, der momentan beim Bischöflichen Priesterseminar der Diözese Linz liegt, eigentlich ganz funktionstüchtig. Ich sehe dort keine Konflikte. Gäbe es einen Radweg auf der Fahrbahn, sähe ich durch ziemlich schnell abbiegende Autos von der Dametzstraße eine Gefahr. Ein Problem sind diese baulichen Verengungen. Das Queren bei der Dinghoferstraße sehe ich als großes Problem. Das könnte man leicht lösen, indem man vor der Ärztekammer Oberösterreich den Gehsteig verbreitet und dadurch das Queren verkürzt. Im weiteren Abschnitt müsste man natürlich auch wieder eingreifen, um Platz zu schaffen. Das ist dort momentan wirklich eng. All das lässt sich in meinen Augen so kaum besprechen. Das müsste im Ausschuss anhand von Plänen diskutiert werden. Ich denke, man muss dort einfach ein oder zwei Varianten prüfen, Martin Hajart, und schauen, wie man die Situation dort verbessern kann. Insofern bitte ich um Zuweisung und begrüße eine fachliche Diskussion im Ausschuss.
Danke, ich bin auch für die Zuweisung, denn man muss das wirklich differenziert betrachten. Lorenz Potocnik hat bereits ausgeführt, dass es beim Priesterseminar einen getrennten Gehweg und Radweg abseits der Fahrbahn gibt. Ich bin auch der Meinung, dass das so in Ordnung ist und es eigentlich eine Verschlechterung wäre, wenn man den Radweg auf die Fahrbahn verlegen würde. Dementsprechend würde ich das dort so lassen. Was den weiteren Verlauf in Richtung Osten betrifft, gibt es Interessensabwägungen, die zu treffen sind. Ich bin dafür, dass wir das im Verkehrsausschuss beraten.
Danke Herr Bürgermeister, geschätzter Gemeinderat, der zentrale Kritikpunkt ist tatsächlich die fehlende Sicherheit. Eine Öffnung von Einbahnen für den Radverkehr gegen die Fahrtrichtung stellt immer einen extrem sensiblen Eingriff in bestehende Verkehrsführungen dar. Aus unserer Sicht gilt daher ein klarer Grundsatz: Wo bereits geeignete und gewidmete Verkehrsflächen für den Radverkehr vorhanden sind, besteht kein Bedarf, zusätzliche Risiken durch das Befahren gegen Einbahnen zu schaffen. Der Radverkehr soll sicher geführt werden, aber nicht um den Preis der allgemeinen Verkehrssicherheit. Von uns gibt es daher bei diesem Antrag eine klare Gegenstimme. Sicherheit muss oberste Priorität haben. Diese sehen wir durch die vorgeschlagene Maßnahme nicht gewährleistet. Danke.
Vielen Dank für die Wortmeldungen. Ich bin natürlich dafür, dass wir uns das im Ausschuss anschauen. Ich finde schon, dass dieser Bereich zwischen Fadingerstraße und Dametzstraße nicht in Ordnung ist. Das ist das Linzer Modell ‚Rad weg‘, nämlich Rad weg von der Fahrbahn, wodurch man Fußgängerinnen und Fußgängern etwas wegnimmt. Ich habe für diesen Antrag ein Video gedreht, wo man sieht, dass viele die dort gehen, auch auf dem Radweg gehen. Ich glaube schon, dass man das auf der Fahrbahn mit Markierungen hinbekommt. Es gibt in Linz einige Straßen, wo Radfahrende gegen die Einbahn fahren dürfen. Ich denke, dort wäre eine Umsetzung möglich. Im anderen Teil der Fahrradstrategie ist das drinnen gestanden. Wir warten auf Umsetzung. Ich freue mich auf die Diskussion und dass dann auch etwas weitergeht. Danke.
Abstimmungsergebnis
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Mobilität und Märkte wird mehrheitlich angenommen. Gegenstimme: FPÖ (8)
Einzelstimmen anzeigen (57)
| Nicht anwesend · 4 | |
| Ute KlitschFPÖ | entschuldigt |
| Julia MandlmayrGRÜNE | entschuldigt |
| Florian KopplerSPÖ | entschuldigt |
| Sarah StriglSPÖ | ging 17:42 |