Gewährung einer zusätzlichen Subvention an das Theater des Kindes (teilweise Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2024); maximal 110.000 Euro, insgesamt maximal 248.000 Euro

K 1 · Ausschussantrag · 25. Sitzung

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Kultur, Tourismus und Märkte

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Genehmigt wurde eine zusätzliche Förderung für das Theater des Kindes in Höhe von maximal 110.000 Euro zur teilweisen Abdeckung der laufenden Aufwendungen 2024. Unter Anrechnung der bereits gewährten Kulturmittel von 138.000 Euro steigt die Gesamtförderung der Stadt für das Jahr 2024 auf maximal 248.000 Euro. Die Auszahlung ist an die Vorlage des Rechnungsabschlusses 2024 sowie an die Einhaltung der allgemeinen und speziellen Förderungsrichtlinien gebunden. Die Kosten werden auf der Finanzposition für Transfers an private Organisationen im Fonds für sonstige Subventionen verrechnet. Der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen; die FPÖ enthielt sich mit dem Hinweis auf aus ihrer Sicht bestehende Doppel- und Mehrfachförderungen im Bereich der Kinderkultur.

Schlagwörter (10):theater des kindeskulturförderungsubventionkinderkulturlaufende aufwendungenmehrfachförderunglivarechnungsabschlussfinanzpositionsonstige subventionen
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, im vorliegenden Antrag geht es um die Gewährung einer zusätzlichen Subvention in Höhe von maximal 110.000 Euro an das Theater des Kindes zur teilweisen Abdeckung der laufenden Aufwendungen. Ich bitte um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: 1. Die Stadt gewährt dem Theater des Kindes, Langgasse 13, 4020 Linz, für das Jahr 2024 eine zusätzliche Förderung in der Höhe von maximal 110.000 Euro zur teilweisen Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2024. Die Gesamtförderung der Stadt für 2024 beträgt dann, unter Anrechnung der Förderung aus Kulturmitteln in Höhe von 138.000 Euro (Dreijahresförderung und Theaterpaket), insgesamt maximal 248.000 Euro. Die Anweisung der Förderung erfolgt gegen Vorlage des Rechnungsabschlusses 2024 das Theater des Kindes. Die Stadt Linz gewährt die Förderung mit der Bedingung der Einhaltung der allgemeinen bzw. speziellen Förderungsrichtlinien. 2. Die Verrechnung der Kosten in Höhe von 110.000 Euro für das Rechnungsjahr 2024 erfolgt auf der Finanzposition 1.757000 (Transfers an private Organisationen) im Fonds 061000 (Sonstige Subventionen).
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden

Danke, Frau Vizebürgerin, wir Freiheitliche haben uns im Kulturausschuss bei diesem Antrag der Stimme enthalten. Wir werden es auch heute wieder tun und ich möchte kurz begründen, warum. Wir sagen offen, laut und ehrlich: Kinderkultur - ja. Wir brauchen das in unserer Stadt. Wir brauchen das Kindertheater. Wir brauchen Kinder, die musizieren, die ins Puppentheater gehen und die auch kreativ gebildet werden. Bei dieser Förderung handelt es sich unserer Ansicht nach aber wieder um eine klassische Mehrfachförderung. Das Theater des Kindes wird finanziell immer sehr gut gepolstert. Das Theater bekommt eine Dreijahresförderung von 48.000 Euro. Wir haben im Sommer erst das Theaterpaket um 90.000 Euro beschlossen und jetzt gibt es wieder eine Förderung obendrauf, eine Zusatzförderung von 110.000 Euro. Das heißt, dass es insgesamt 248.000 Euro sind. Das ist eine Summe, von der andere Theater nur träumen können. Andere Theater sagen: Wir stehen an der Kippe der Existenz. Hier hingegen sitzt das Geld immer sehr locker. Wir möchten dem Verein Theater des Kindes nichts wegnehmen, aber wir möchten offen ansprechen, dass es unter dem Begriff ‚Kinderkultur‘ einen Komplex an Vereinen und ein Konstrukt mit vielen Doppelgleisigkeiten gibt. Das Theater des Kindes ist ein im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, Langgasse Nr. 13, angesiedelter Verein. Das Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel ist eine Stelle der Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH (LIVA). Das heißt, dass die LIVA kaufmännisch sowie künstlerisch verantwortlich ist und einen künstlerischen Leiter eingesetzt hat. Das ist gut so – das passt alles ganz perfekt. Jetzt gibt es aber neben dieser Stelle in der LIVA noch das Theater des Kindes als Verein. Wohl als Verein gegründet, damit man Förderungen anzapfen kann. Das ist auch irgendwo verständlich, aber dadurch passieren sehr viele Doppelgleisigkeiten. Auf der einen Seite gibt es einen künstlerischen und kaufmännischen Direktor für die Kinderkultur von der LIVA und extra noch einen kaufmännischen und künstlerischen Direktor für die Kinderkultur des Vereins Theaters des Kindes. Das läuft also schon einmal doppelt. Unterm Strich ist das Programm aber das Gleiche. Spannend wird es dann auch beim Thema Verwaltung und Ticketverkauf. Auf der einen Seite ist der Kartenverkauf beim Verein Theater des Kindes angesiedelt. Auf der anderen Seite parallel bei der LIVA-Kinderkultur. Das heißt, wenn ich ins Kindertheater gehe, kann ich mir überlegen, ob ich mir die Karten über den Verein in der Langgasse oder über die LIVA kaufe. Ich bekomme sie dort genauso. Ich kann zum Brucknerhaus gehen, ich kann in den Onlineshop reingehen, es ist alles doppelgleisig geführt. Das ist der Punkt, wo wir sagen, dass es unterm Strich bei diesen Doppelgleisigkeiten Einsparungspotenzial gäbe. Wenn es kaufmännisch bei der LIVA liegt, dann soll es dort bleiben und dann brauche ich nicht noch einen extra Verein. Kurzum: Uns sind die Doppel- und Mehrfachförderung suspekt. Kinderkultur: ja, Mehrfachförderung: nein. Darum werden wir uns auch hier der Stimme enthalten.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: FPÖ (9)