Einrichtung von Bewegungslinien vor Schulen zur Förderung der körperlichen Aktivität von Kindern
L 2 · Fraktionsantrag · 25. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden soll die Einrichtung bunter Bewegungsparcours und Sensorypaths vor Schulen und in Schulhöfen, um Kindern mehr körperliche Aktivität zu ermöglichen. Begründet wird das Vorhaben mit dem hohen Anteil adipöser Kinder, den Folgen für Konzentration, Schulleistung sowie psychische und physische Gesundheit und dem Wunsch nach einer kostenschonenden Bewegungsförderung. Als Vorbilder werden bereits umgesetzte Markierungen auf der Ernst-Koref-Promenade und an der Volksschule 2 genannt; die Stadt verweist zudem auf weitere geplante Standorte und eine laufende Evaluierung mit Sportwissenschafterinnen. Der Vorschlag soll an geeigneten Schulstandorten umgesetzt und aus dem Budget durch Umschichtung finanziert werden. Der Gemeinderat lehnte den Antrag mehrheitlich ab.
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Vielen Dank, Herr Vizebürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, unsere Fraktion stellt auch oft Anträge zu Motorikparks, Spielplätzen und Co. Beim vorliegenden Antrag werden wir uns aber enthalten, weil für uns die Sicherheit am Schulweg überwiegt. Ich möchte jetzt auch nicht allzu streng klingen, aber ich möchte schon, dass meine Kinder als Verkehrsteilnehmer ordentlich und möglichst zeitig nach der Schule nach Hause kommen und nicht am Gehweg Tempelhüpfen spielen. In den Schulgärten kann ich mir das aber sehr gut vorstellen und setze auf die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Stadt. Ich gehe schon davon aus, dass sich die Schulleitung meldet, wenn sie etwas benötigt oder gerne hätte und dass die Schule das dann im Rahmen der Möglichkeiten auch bekommt. Kurz gesagt, in den Schulgärten ja, dafür braucht es unserer Meinung nach aber keinen Gemeinderatsbeschluss. Auf den Gehwegen nein, weil es sich für uns mit der Sicherheit nicht vereinbaren lässt.
Danke, sehr geehrter Herr Vizebürgermeister, sehr geehrte Kolleg*innen, liebe Theresa Ganhör, ich möchte deine Ausführungen nur um einen Punkt ergänzen. Dieses Aufmalen von Bewegungslinien ist ja nicht nur kindgerecht, sondern auch eine sehr kostengünstige Möglichkeit, Kinder zur Bewegung zu animieren. Deswegen stimmen wir dem Antrag gerne zu. Ich habe allerdings noch eine Frage - dürfen diese Bewegungslinien dann nur von Kindern benutzt werden oder dürfte ich auch darauf herumhüpfen, wenn ich welche sehe?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, werte Mitglieder des Gemeinderates, ich darf informieren, was seitens der Stadt Linz zum Thema Bewegungslinien schon alles passiert ist. Dankenswerterweise wurde im Antrag bereits darauf hingewiesen, dass wir diese Bewegungslinien auf der Ernst-Koref-Promenade schon installiert haben. Das war ein erster Test und wir haben mit den Schulen auch abgeklärt, wie weit sie das nutzen möchten. Kürzlich haben wir einen Bewegungsparcours auf dem Gelände der Volksschule 2, das ist die Bertha von Suttner-Schule, markiert. Diese 64 stationären Markierungen können von den Schüler*innen und sofern sich dort Erwachsenen aufhalten, natürlich auch von ihnen genutzt werden. Wir wollen Bewegung grundsätzlich fördern. Die Entwicklung und Evaluierung dieser Bewegungslinien erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Linzer Sportwissenschafter*innen. Es ist mir wichtig diese Markierungen altersgerecht, gesundheitsfördernd und nachhaltig implementieren zu können. Im vergangenen Juli haben wir die Linzer Pflichtschulen in Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen des Magistrats ersucht, uns Standorte zu nennen, wo wir weitere Bewegungslinien aufbringen können. Wir sind gerade dabei, die Standortvorschläge auf ihre Tauglichkeit zu prüfen und sie dann sukzessiv umzusetzen. Es ist uns wichtig, dass dieses Angebot ausgeweitet wird. Als nächstes werden wir ein derartiges Projekt auf dem Gelände des Schulkomplexes in Harbach - es geht um die Volksschule, die Mittelschule, aber auch den Bereich der Kinder- und Jugendservices - realisieren. Auch in der Erarbeitung der Sportstrategie soll dieses Thema eingeplant werden. Wir sind dabei, die Standorte so zu wählen, dass sie von den Lehrkräften und natürlich auch von den Schüler*innen im Rahmen des Turnunterrichts genutzt werden können. Wir arbeiten sehr intensiv daran. Zur Frage der Farbe: Wir haben praktikable Farben verwendet. Es spricht auch nichts dagegen, wenn die Schulen selbst die Initiative ergreifen. Es gibt Schablonen, die gerne genutzt und bunt angemalt werden können. Das kann auch gerne von den Schüler*innen mit den Schulen direkt umgesetzt werden, dagegen spricht nichts. Ich bin auch ein bisschen irritiert gewesen, dass Herr Vizebürgermeister Hajart in dieses Projekt mitaufgenommen werden soll. Ich teile die Einschätzung von Frau Kollegin Tichler, ich denke auch, dass Gehwege als Gehwege genutzt werden sollen und nicht als Spielangebot. Das ist, gerade im Kontext mit dem Straßenverkehr, zu gefährlich. Man soll diese Bewegungslinien dort anbringen, wo die Kinder geschützt sind und wo auch Erwachsene das vielleicht gerne nutzen. Aber man soll nicht mit dem Autoverkehr oder anderen Mobilitätsteilnehmer*innen in Konflikt kommen. Da wir bereits sehr intensiv daran arbeiten, wird sich die Sozialdemokratie enthalten.
Ich will mich nicht zu viel ausbreiten, aber ich bin auch für Plätze zuständig.
Danke für die Wortmeldungen, bei Gehwegen, Martina Tichler, meinen wir nicht den Gehsteig neben der Straße. Wir haben das sehr plakativ mit drei Fotos auf unserem Antrag untermauert, das sind durchaus auch Plätze, für die Vizebürgermeister Martin Hajart verantwortlich ist, wo keine Autos daneben fahren. Es ist glaube ich wichtig zu sagen, dass die Schulleitung auch wissen muss, dass man so etwas bei der Stadt anfragen kann. Liebe Renate Pühringer, Erwachsene können es natürlich auch nützen. Bei der Schule meiner Tochter gibt es so etwas und ich mache das liebend gern, wenn ich auf sie warte, danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (20), Die Grünen (10), FPÖ (9)