Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 KG Waldegg (LASK STADION)

G 2 · Ausschussantrag · 4. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Planung und Liegenschaften

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Erlassung der Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 für das Areal LASK Stadion in der Katastralgemeinde Waldegg. Die Pläne betreffen einen abgegrenzten Bereich zwischen Roseggerstraße, Schiedermayrweg, Auf der Gugl, Ziegeleistraße, Bockgasse und Tauberweg. Mit der Rechtswirksamkeit werden die bisherigen Planungen im Wirkungsbereich aufgehoben; die Unterlagen liegen zur öffentlichen Einsicht auf und treten mit der Kundmachung im Amtsblatt in Kraft. Der Beschluss wurde mit Stimmenmehrheit angenommen, bei Enthaltung von Die Grünen, MFG und KPÖ sowie Gegenstimmen von LinzPlus. In der Debatte wurde die nachträgliche planungsrechtliche Anpassung im Zusammenhang mit dem Stadionprojekt kritisch gesehen, zugleich aber auf die breite Zustimmung zu den Stadionvorhaben verwiesen.

Schlagwörter (10):flächenwidmungsplanörtliches entwicklungskonzeptstadionprojektlask stadionraumordnungstadtplanungwaldeggplanänderungöffentliche einsichtbauleitplanung
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderat Koppler berichtet über G 2 Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 KG Waldegg (LASK STADION) und stellt nach Darlegung des Sachverhaltes und der Einwendungen laut Vorlage an den Gemeinderat folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „Die beiliegende Verordnung betreffend Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2, LASK STADION, wird erlassen. Verordnung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz vom 20. Jänner 2022 betreffend Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2, LASK STADION Nach § 33 Oö. Raumordnungsgesetz 1994 wird verordnet: § 1 Die Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 werden erlassen. § 2 Der Wirkungsbereich der Verordnung wird wie folgt begrenzt: Nordwesten: Roseggerstraße 17, 35 - 39 Nordosten: Schiedermayrweg 3 - 7, Auf der Gugl 28, Landes Turn- und Sportschule Südwesten: Parkplatz, Trenngrün Südosten: Ziegeleistraße 30 - 74, Bockgasse, Tauberweg 19, 20 Katastralgemeinde 45210 Waldegg Die Pläne liegen vom Tag der Kundmachung dieser Verordnung an in der Bau- und Bezirksverwaltung des Magistrates Linz, Hauptstraße 1 - 5, Neues Rathaus, 4. Stock, Info-Center, während der Amtsstunden zur öffentlichen Einsicht auf. § 3 Mit der Rechtswirksamkeit der Verordnung werden der Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und das Örtliche Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 im Wirkungsbereich der Änderungspläne Nr. 202 aufgehoben. § 4 Die Verordnung tritt mit dem ihrer Kundmachung im Amtsblatt der Landeshauptstadt Linz folgenden Tag in Kraft. Die Pläne werden überdies während 14 Tagen nach ihrer Kundmachung an der Amtstafel der Bau- und Bezirksverwaltung, 4041 Linz, Hauptstraße 1 - 5, Neues Rathaus, 4. Stock, zur öffentlichen Einsicht angeschlagen.“
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Die beiliegende Verordnung betreffend Änderungspläne Nr. 202 zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und zum Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2, LASK STADION, wird erlassen.
Wortmeldungen (7)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, auch hier gibt es von uns eine Gegenstimme. Wir fragen uns, warum der Antrag jetzt, nach doch beträchtlicher Zeit, kommt, weil die Grundlage für den Beschluss ursprünglich eine andere war. Wir werden den Eindruck nicht los, dass der LASK neue Wünsche hat und wir bzw. die Stadt jetzt folgt.

Auch Die Grünen werden sich bei diesem Antrag der Stimme enthalten. Der Grund dafür ist ganz einfach, nicht, weil wir eine Durchmischung oder einen multifunktionalen Bereich nicht goutieren würden, dem stehen wir eigentlich positiv gegenüber, aber, dass wir jetzt im Nachhinein den LASK legitimieren, ist von der Vorgehensweise her nicht richtig. Sich vorher nicht um die Regeln zu kümmern, sodass dann danach repariert werden muss und im Nachhinein die Behörden einzuschalten, dafür wollen wir uns eigentlich nicht hergeben. Danke.

Herr Gemeinderat, ich habe mich jetzt selbst zu Wort gemeldet, denn das, was Sie hier in den Raum gestellt haben, würde das Delikt des Amtsmissbrauches bedeuten. Wenn Sie konkrete Verdachtsmomente haben, ersuche ich Sie, das dort auch einzureichen und dort bekanntzugeben, wo es hingehört, das sind nämlich die Untersuchungsbehörden. Der Vorwurf lautete, dass die Behörde, der Antrag, die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unkorrekt sei, denn wir wissen, dass ein sogenanntes Planieren im Nachhinein tatsächlich nicht den Gesetzen entspricht. Ich würde Sie ersuchen, das auch in der Wortwahl in Zukunft zu berücksichtigen. Ich glaube nicht, dass Sie hier irgendjemandem eine nicht korrekte Vorgangsweise unterstellen.

Das war aber nicht so gedacht, vielleicht ist das jetzt missinterpretiert worden. Ich meinte nur, dass im Prinzip vorher in gewisser Weise Sachen in die Wege geleitet werden, wo eigentlich die Flächenwidmungsplanung fehlt. Es hat eine Einreichung gegeben und dann kommen Funktionen hinzu, die man vorher so nicht gewusst hat. Jetzt muss praktisch für diese Funktion im Nachhinein wieder eine Flächenwidmungsplanänderung gemacht werden.

Das ist tatsächlich nicht strafrechtsrelevant, aber das ist nicht das erste Mal, dass wir bei Projektentwicklungen damit konfrontiert sind, dass sich irgendetwas ändert und das dann passiert.

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, nachdem man immer so viel Kritik an den beiden Stadienprojekten hört, möchte ich noch einmal ganz kurz eine Lanze brechen. Ich bin ein großer Fußballfan und treffe jeden Tag in Linz Fans vom LASK und von Blau Weiß, die sich auf diese neuen Stadien so freuen. Ich kenne sogar Leute, die jede Woche auf die Gugl fahren und ein Foto machen, um ein Fotoalbum über diesen Baufortschritt anzulegen. Ich möchte, dass diese öffentliche Meinung nicht verzerrt wird und möchte auch hier einmal kundtun, dass sich die größte Mehrheit in Linz enorm auf diese Projekte freut. Ich ersuche um Ihre Zustimmung. Danke.

Lieber Gemeinderat, ich weiß, dass du bekennender LASK-Fan bist. Ich möchte aber sagen, dass ich auch Menschen kenne, die von der Eisenbahnbrücke aus das Areal des Donauparkstadions fotografieren und nicht nur die Gugl.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von Die Grünen (8), MFG (2), KPÖ (2) sowie bei Gegenstimmen der LinzPlus-Fraktion (2) mit Stimmenmehrheit angenommen.