Johannes-Kepler-Universität Linz Nicht-Verbauung des Mengerareals durch ein Parkhaus – Resolution
L 19 · Fraktionsantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird, von einem Parkhaus auf dem Mengerareal bei der Johannes-Kepler-Universität Linz Abstand zu nehmen. Das Areal bildet einen wichtigen Frischluftkorridor und ist laut Stadtklimaanalyse als Ausgleichsraum mit hoher Bedeutung eingestuft, weshalb eine Bebauung die Durchlüftung der Stadt beeinträchtigen könnte. Kritisiert wird, dass statt eines zukunftsfähigen Verkehrskonzepts mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin auf zusätzliche Stellplätze und Autoverkehr gesetzt werde. Die Resolution an die Bundesimmobiliengesellschaft wurde im Gemeinderat zur Abstimmung gebracht, aber bei Stimmenthaltung von SPÖ, ÖVP und FPÖ mit Stimmenmehrheit abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (7)EinblendenAusblenden
Danke werte Kolleginnen und Kollegen, das geplante Parkhaus an der JKU, hat bereits eine längere Geschichte. Ich glaube die Idee ist ca. vier oder fünf Jahre alt und ist jetzt im Zuge der JKU-Erweiterung West beschlossen worden. Dort hat jetzt nicht mehr nur die JKU Pläne für das Areal, sondern das gesamte Areal wird wegen der Digital-Uni, die dort im Osten des Gebiets entstehen soll, neu gedacht. Wir verweisen auf den Antrag, den wir, ich glaube, vor zwei Gemeinderatssitzungen getroffen haben, nämlich, dass es für das gesamte Uni-Areal ein Gesamtkonzept mit allen Beteiligten, also von der Baubewilligung bis zur Stadtplanung geben soll. Hier soll alles mitgedacht werden, auch die Öffi-Anschlüsse, weil es auch da einige Änderungen geben wird. Ich glaube, man muss gesamtheitlich denken und darum würden wir uns hier enthalten. Es ist nichts in Stein gemeißelt. Ich möchte auch noch anmerken, dass jemand, der das Auto nicht braucht, damit auch nicht zur JKU kommen soll. Aber die JKU ist eine Pendler-Uni, ich kenne die Studentenstruktur dort ganz gut, viele kommen aus dem Umland, aus Oberösterreich und sind teilweise auf das Auto angewiesen. Gut wäre es, wenn es nicht mehr so ist, aber ich weise trotzdem darauf hin, dass es auch in Zukunft eine gewisse Parkinfrastruktur dort brauchen wird. Danke.
Vielen Dank, wir sind nicht gegen ein Parkhaus für die Uni, aber es ist ganz richtig, wie im Antrag steht, dass der frische Kaltluftzufluss nicht gestört werden darf. Für uns ist es ein gutes Beispiel, wie die Stadtklimaanalyse in Projekte einbezogen werden sollte, daher stimmen wir auch, ganz im Sinne des Nachhaltigkeitszieles Nummer 13: Climate Action zu. Danke.
Ich würde alle Parteien, die jetzt nicht zustimmen, gerne erinnern, dass wir uns als Gemeinderat vorher bei der Friedenserklärung dafür ausgesprochen haben, dass wir bei größeren Bauprojekten quasi die sanfte Mobilität fördern und auf alle möglichen klimatisch relevanten Bereiche abstimmen. Daher sollten wir eigentlich von diesem Vorhaben absehen und dem von Frau Mandlmayr eingebrachten Antrag zustimmen.
Ich bin als Vorsitzender der WIST Nachbar dieses Grundstücks und habe Parteienstellung im Bewilligungsverfahren und erkläre mich daher für befangen.
Ich werde auch nicht mitstimmen bei diesem Antrag, weil ich Mitglied bin im Vorstand des WIST-Heimes.
Ich bin der Dritte in der Runde, ich bin auch im WIST-Vorstand und noch dazu Bediensteter der Universität. In diesem Sinne bin auch befangen und stimme nicht mit. Danke.
Wie auch zum Beispiel Herr Hofer bestimmt weiß, gab es eine ÖH-Befragung, die ganz klar gezeigt hat, dass die Leute gerade wegen der fehlenden Alternativen mit dem Auto zur Uni kommen. Daher sollte man sich eben beeilen und ich bleibe dabei, ich bitte um Zustimmung zur Resolution. Danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (18), ÖVP (11), FPÖ (8) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.