Gleiche Rechte - Gleiche Chancen - UGL-weites Frauenförder- und Gleichstellungsprogramm 2026 - 2031
H 3 · Ausschussantrag · 34. Sitzung
Ausschuss:Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertBeschlossen wurde ein UGL-weites Frauenförder- und Gleichstellungsprogramm für 2026 bis 2031, das für die Bediensteten der Stadt Linz in den Unternehmen der Unternehmensgruppe unmittelbar gilt. Das Programm erweitert die Gleichstellungsarbeit über den Magistrat hinaus und umfasst Maßnahmen zu Digitalisierung und flexiblen Arbeitsmodellen, Väterkarenz, Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz sowie zur Bekämpfung des Gender-Pension-Gap und von Altersarmut von Frauen. Vorgesehen sind außerdem stärkere Unterstützung bei Pflegeverantwortung, verpflichtende Schulungen zu Gender- und Diversitätskompetenz, der Ausbau von Frauennetzwerken sowie ein Monitoring und eine systematische Evaluation der Maßnahmen. Die Leitungsgremien der UGL-Unternehmen werden zur Umsetzung auch für nicht-städtische Mitarbeiterinnen ersucht, und für die Finanzierung ist in den Budgets Vorsorge zu treffen. Der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen, bei Enthaltung von FPÖ und ehem. MFG.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vielen Dank, sehr geehrte Damen und Herren, es geht in diesem Antrag um Frauenförderung und ein Gleichstellungsprogramm. Ich komme kurz zu meiner grundsätzlichen Einstellung. Ich bin absolut für die Gleichstellung der Geschlechter und ich habe in meiner vierzigjährigen Tätigkeit als Führungskraft in den Unternehmen gelegentlich scharfen Wind ins Gesicht bekommen, weil ich Frauen gegenüber Männern oft bevorzugt habe. Ich frage mich aber, ob es dieses Gleichstellungs- und Förderprogramm wirklich braucht? Ist es nicht ein Armutszeugnis für Linz, wenn das im Gemeinderat beschlossen werden muss? Ist das nicht selbstverständlich? Ich werde mich enthalten, weil ich diesen Antrag unsinnig finde. Es wird auf einen Mangel aufmerksam gemacht, den es so im Einflussbereich der Stadt Linz gar nicht geben dürfte. Ich sehe das als blanken Aktionismus und als Wählerfang. Es fördert den Kampf der Geschlechter. Auch in der Politik gilt, dass jede sogenannte gute Tat sich unerbittlich rächt. Solche demokratisch herbeigeführten Maßnahmen führen zu fachlicher Ungleichheit. Man muss sich das Ergebnis nur unvoreingenommen und aus der Vogelperspektive ansehen. Danke.
Vielen Dank Herr Bürgermeister, werte Damen und Herren, für uns sind in dem Programm einige Maßnahmen enthalten, welche wir inhaltlich ein bisschen bedenklich finden. Das sind beispielsweise die schon erwähnten verpflichtenden Gender- und Diversitäts schulungen. Deshalb gibt es von uns eine Enthaltung. Danke.
Es überrascht mich jetzt nicht, aber ich finde trotzdem es befremdlich, dass die FPÖ immer wieder Angst davor hat, besser zu werden und sich durch Schulungen mehr Wissen anzueignen. Zudem könnte sie dafür sorgen, dass man auch für andere durch Schulungen mehr Wissen übermitteln und verbreiten kann. Obwohl es tatsächlich nicht überraschend ist, ist es immer wieder irritierend. Herr Dr. Obermayr, wir leben in einer Gesellschaft, die nach wie vor sehr ungerecht ist. Wenn man es kurz zusammenfasst, sind Männer überall dort, wo es um Macht und Geld geht und Frauen eben nicht. Das hat zur Folge, dass wir ein massives Problem haben. Nachdem Sie jetzt den „Kampf der Geschlechter“ ausgerufen haben: Es ist - wenn man es auf den Punkt bringt - ein sehr einseitiges Problem, nämlich Gewalt, die Männer gegenüber Frauen verüben. Jede dritte Frau ist davon betroffen und die Spitze dieses traurigen Eisberges sind Femi-zide. Das bezeichnet Tötungen, wenn Männer, aufgrund der Schieflage in den Geschlechterverhältnissen, Frauen umbringen. Das ist ein enormes Problem und aus meiner Sicht ist die einzige Antwort darauf, dass wir in allen gesellschaftlichen Bereichen und in allen Handlungsfeldern, die uns zur Verfügung stehen, alles unternehmen, um diese Schieflage zu bekämpfen. Ein wesentlicher Teil davon ist unser eigenes Handlungsfeld. Es ist also das, was wir am Magistrat und in der Unternehmensgruppe der Stadt Linz machen und leisten können und durch systematische Programme verändern und verbessern können. Daher halte ich es nicht nur für angebracht, sondern für notwendig, dass wir das auch tun. Ich ersuche Sie alle um Ihre Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: FPÖ (9), ehem. MFG (1)