Neuerfassung (Stammplan) des Bebauungsplanes 02-036-01-00, KG Urfahr (Strabergerstraße - Freistädter Straße)

D 8 · Ausschussantrag · 28. Sitzung

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Planung, Liegenschaften und Verfassung

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Neuerfassung des Bebauungsplanes 02-036-01-00 im Bereich Strabergerstraße und Freistädter Straße in Urfahr. Vorgesehen ist eine Wohnbebauung auf dem betroffenen Grundstück; das Eckgrundstück Freistädter Straße 47 soll mit dem Projekt zusammengefasst und ebenfalls neu bebaut werden. Die Zustimmung erfolgte trotz kritischer Wortmeldungen zu einer möglichen vollständigen Unterbauung mit Tiefgarage. Dabei wurden der Schutz von Boden, Innenhöfen und Baumpflanzungen sowie die Bedeutung von Versickerung und blaugrüner Infrastruktur für Klimawandelanpassung und Hitzeschutz betont. Die Verordnung zum Bebauungsplan wurde mehrheitlich erlassen.

Schlagwörter (10):bebauungsplanurfahrwohnbebauungnachverdichtungtiefgaragebodenschutzklimawandelanpassungblaugrüne infrastrukturstadtplanungfreistädter straße
AntragstextEinblendenAusblenden
Danke, es geht um den Bebauungsplan Strabergerstraße - Freistädter Straße, Neuerfassung im Stammplan. Es wird beabsichtigt, das Grundstück auf der Liegenschaft mit einer Wohnbebauung zu versehen. Das Eckgrundstück Freistädter Straße 47 soll mit diesem Projekt zusammengefasst und ebenso neu bebaut werden. Ich ersuche um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: Die beiliegende Verordnung betreffend Bebauungsplan 02-036-01-00, Strabergerstraße - Freistädter Straße, Neuerfassung (Stammplan), wird erlassen.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Danke, grundsätzlich würden wir einer Nachverdichtung zustimmen. Aber hier ist es leider, wie bei vergangenen Bebauungsplänen auch, wieder so, dass die gesamte Grundstücksfläche mit einer Tiefgarage unterbaut werden kann. Wir haben im Gestaltungsbeirat schon darauf hingewiesen. Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung ist es unumgänglich, dass wir gewachsenen Boden für Versickerung, Starkregenereignisse und ordentliche Baumpflanzung brauchen und unsere Höfe schützen. Bauwerber*innen können sich dann nicht einfach auf Nachbar*innen verlassen. Da braucht es ein Nachdenken über blaugrüne Infrastruktur. Klimawandelanpassung ist mit dieser Art von Bebauungsplänen nicht möglich. Deshalb gibt es von uns eine Enthaltung.

Danke, wir kennen das Projekt, das einen langen Vorlauf hatte. Es ist grundsätzlich in Ordnung, aber ich schlage in die selbe Kerbe wie mein Fachkollege Rabengruber. Wir müssen bei Tiefgaragen radikal umdenken, diese müssen kleiner werden. Der Stellplatzschlüssel gehört abgeschafft und der Boden in Innenhöfen konsequent geschützt, um langfristig das Wachstum großer, kühlender Bäume zu ermöglichen. Im Schutz von Boden in Innenhöfen liegt einer der wesentlichen Hebel, um Linz widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen. Vor allen Dingen haben wir hier die Möglichkeit zu handeln. Das ist nicht immer so leicht. Es ist auch viel billiger als später im Straßenraum neue Erdkoffer zu schaffen und die vielen stadtplanerischen Fehler zu reparieren. Wir können mit den bodenzerstörenden und motorisierten Individualverkehr (MIV)-generierenden Tiefgaragen nicht mehr weitermachen. Das ist der Grund, warum wir uns hier enthalten.

Ich ziehe die Wortmeldung zurück. Die Kollegen haben das sehr gut ausgedrückt, danke. Wir werden uns ebenso enthalten.

Ich sehe das genauso. Wir werden uns auch enthalten. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: Die Grünen (9), MFG (2), KPÖ (2), LinzPlus (2), Gemeinderat Brandstetter