Linzer Öffi-System in Google Maps einbinden - Resolution
L 20 · Fraktionsantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Einbindung des Linzer Öffi-Systems in Google Maps und Apple Maps soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in der Stadt erleichtern. Hintergrund ist, dass die Verkehrsdaten der Linz Linien bislang nicht in einem für Kartenanbieter nutzbaren Standardformat veröffentlicht werden und deshalb in den gängigen Apps fehlen. Dadurch entstehen laut Begründung unnötige Hürden für Fahrgäste, Touristen und Stadtbewohnerinnen, obwohl moderne Mobilität auch leicht zugängliche digitale Informationen braucht. Die Linz AG soll die nötigen Schritte einleiten und die Daten bis Sommer 2023 bereitstellen; die Kosten sollen durch Budgetumschichtungen gedeckt werden. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
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Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, ich möchte dem Kollegen Burgstaller in einem Punkt widersprechen. Er hat gesagt ‚international gängige Datenformate‘. Dazu muss man schon sagen, 637 dass die Linz Linien grundsätzlich wirklich zu den Vorreitern gehören. Schon lange werden Fahrplandaten und Echtzeitdaten, nämlich die Abfahrtszeiten und die Routenplanung App-Entwickler*innen zur Verfügung gestellt. Auch die Wiener Linien machen das, sie waren aber schon früher dran und machen das im Open Data Format. Google hat ein eigenes Format, das sich GTFS nennt und nur dieses GTFS Format will Google. Eigentlich sollte also Google die Kosten dafür tragen, wenn sie wollen, dass ihre Dienste genutzt werden. Wenn man will, dass auch die Linz Linien Daten vorhanden sind, dann macht das Google natürlich nicht, sondern sagt, dass die öffentlichen Einrichtungen und Kommunen das selbst machen sollen. Das bedeutet in Wirklichkeit, dass das die Linzer Kunden zahlen müssen, das nur so nebenbei. Wir werden diesem Antrag trotzdem zustimmen, weil es natürlich so ist, dass sehr viele Nutzerinnen und Nutzer Google Maps und andere Navigationsdienste verwenden, was natürlich eine nützliche Ergänzung ist. Allerdings muss man natürlich schon dazu sagen, dass Google kein kleiner Konzern ist, der macht Milliarden gewinne und ist in Wirklichkeit daran schuld, dass die Situation so ist. Danke
Ich möchte Kollegen Schmida zustimmen, danke für die Argumente. Letztendlich sehen es auch wir so, es gibt Dinge die man kritisch sehen muss, wie Monopolstellungen, Google etc. etc.. Kritisch muss man auch sehen, wie die mit Daten umgehen, was an Wert geschaffen und verteilt wird? Aber es ist eben eine Abwägung zwischen der Frage, wie die Nutzer*innen vom Service profitieren - das ist eine wichtige Digitale Infrastruktur - und gleichzeitig natürlich den regulatorischen Fragen, die auf nationaler und auf EU Ebene beschäftigen und die natürlich auch mit den letzten Regulierungen auf EU Ebene nicht gelöst sind. Ich teile die Einschätzungen. Danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird einstimmig angenommen.