Linzer Öffi-System in Google Maps einbinden - Resolution

L 20 · Fraktionsantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Die Einbindung des Linzer Öffi-Systems in Google Maps und Apple Maps soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in der Stadt erleichtern. Hintergrund ist, dass die Verkehrsdaten der Linz Linien bislang nicht in einem für Kartenanbieter nutzbaren Standardformat veröffentlicht werden und deshalb in den gängigen Apps fehlen. Dadurch entstehen laut Begründung unnötige Hürden für Fahrgäste, Touristen und Stadtbewohnerinnen, obwohl moderne Mobilität auch leicht zugängliche digitale Informationen braucht. Die Linz AG soll die nötigen Schritte einleiten und die Daten bis Sommer 2023 bereitstellen; die Kosten sollen durch Budgetumschichtungen gedeckt werden. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (9):öffentlicher verkehrgoogle mapsapple mapslinz linienverkehrsdatengtfsdigitale mobilitätopen databudgetumschichtung
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Gemeinderat Burgstaller berichtet über den von der NEOS-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag ## L 20 Linzer Öffi-System in Google Maps einbinden - Resolution und führt aus: „Sehr geehrte Frau Vorsitzende, werte Kolleg*innen und Kollegen, werte Zuseher*innen, das Angebot der Linz Linien sollte dringend auf Google und Apple Maps eingepflegt werden. Das Problem: Will man in Linz mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B und bedient sich dabei der gängigen Karten-Apps (Google oder Apple Maps) so scheint es so, als gäbe es in Linz keine öffentlichen Verkehrsmittel. Einzige Verbindungen, die in der Stadt Linz angezeigt werden, sind jene des OÖVV. Wenn ich in mein Handy, das ist jetzt kein Nokia mehr, aber wenn ich in mein Handy eingebe, dass ich vom Hauptplatz an die JKU möchte, zeigt es mir an, dass ich 30 Minuten brauche, wobei ich fast 20 Minuten davon zu Fuß gehen muss und den Bus nehmen muss, anstatt einfach in die Bim einzusteigen und damit 20 Minuten an die JKU zu fahren. Die Ursache: Bis dato werden die Verkehrsdaten der Linz Linien nicht im international gängigen Dateiformat veröffentlicht, welches es den Kartenanbietern ermöglichen würde, diese in ihre Systeme einzugliedern. Die Lösung: Die Veröffentlichung der Verkehrsdaten in dem gängigen Dateiformat. Die Begründung: Moderne umweltfreundliche Mobilität erfordert nicht nur physische Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr; diese muss auch einfach zu nutzen, sohin zugänglich sein. Dies gilt für Touristen ebenso wie für Stadtbewohner. Es ist für die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs in der Bevölkerung enorm wichtig, dass dieser leicht zugänglich ist und die Stadtbewohner*innen auf dem einfachsten Weg nachsehen können, wie sie öffentlich von A nach B kommen. Der Großteil der Menschen greift auf Google oder Apple Maps zurück, um sich in der Stadt zurecht zu finden und von A nach B zu gelangen. Dass die Linz Linien auf dieser Plattform nicht vertreten ist, erzeugt eine Eintrittsbarriere für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs, welche leicht zu verhindern wäre. Ich bitte den restlichen Antragstext in das Protokoll zu übernehmen und verlese den Antragstext. Der Gemeinderat beschließe: „Die Linz AG möge die oben angeführten und notwendigen Schritte einleiten und die benötigten Daten bis zum Sommer 2023 bereitstellen, damit das Angebot der Linz Linien auf den gängigen Kartenanbietern (Google und Apple Maps) eingepflegt werden kann.“ Die Bedeckung allfälliger Kosten soll durch Budgetumschichtungen erfolgen. Dazu liegen folgende Wortmeldungen vor: ## Gemeinderat Mag. Schmida: „Danke Herr Bürgermeister, ich möchte dem Kollegen Burgstaller in einem Punkt widersprechen. Er hat gesagt ‚international gängige Datenformate‘. Dazu muss man schon sagen, 637 dass die Linz Linien grundsätzlich wirklich zu den Vorreitern gehören. Schon lange werden Fahrplandaten und Echtzeitdaten, nämlich die Abfahrtszeiten und die Routenplanung App-Entwickler*innen zur Verfügung gestellt. Auch die Wiener Linien machen das, sie waren aber schon früher dran und machen das im Open Data Format. Google hat ein eigenes Format, das sich GTFS nennt und nur dieses GTFS Format will Google. Eigentlich sollte also Google die Kosten dafür tragen, wenn sie wollen, dass ihre Dienste genutzt werden. Wenn man will, dass auch die Linz Linien Daten vorhanden sind, dann macht das Google natürlich nicht, sondern sagt, dass die öffentlichen Einrichtungen und Kommunen das selbst machen sollen. Das bedeutet in Wirklichkeit, dass das die Linzer Kunden zahlen müssen, das nur so nebenbei. Wir werden diesem Antrag trotzdem zustimmen, weil es natürlich so ist, dass sehr viele Nutzerinnen und Nutzer Google Maps und andere Navigationsdienste verwenden, was natürlich eine nützliche Ergänzung ist. Allerdings muss man natürlich schon dazu sagen, dass Google kein kleiner Konzern ist, der macht Milliarden gewinne und ist in Wirklichkeit daran schuld, dass die Situation so ist. Danke", ## Gemeinderat Gegenhuber: „Ich möchte Kollegen Schmida zustimmen, danke für die Argumente. Letztendlich sehen es auch wir so, es gibt Dinge die man kritisch sehen muss, wie Monopolstellungen, Google etc. etc.. Kritisch muss man auch sehen, wie die mit Daten umgehen, was an Wert geschaffen und verteilt wird? Aber es ist eben eine Abwägung zwischen der Frage, wie die Nutzer*innen vom Service profitieren - das ist eine wichtige Digitale Infrastruktur - und gleichzeitig natürlich den regulatorischen Fragen, die auf nationaler und auf EU Ebene beschäftigen und die natürlich auch mit den letzten Regulierungen auf EU Ebene nicht gelöst sind. Ich teile die Einschätzungen. Danke.“ Da der Berichterstatter auf sein Schlusswort verzichtet, lässt der Vorsitzende nun über den Antrag abstimmen.
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Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Danke Herr Bürgermeister, ich möchte dem Kollegen Burgstaller in einem Punkt widersprechen. Er hat gesagt ‚international gängige Datenformate‘. Dazu muss man schon sagen, 637 dass die Linz Linien grundsätzlich wirklich zu den Vorreitern gehören. Schon lange werden Fahrplandaten und Echtzeitdaten, nämlich die Abfahrtszeiten und die Routenplanung App-Entwickler*innen zur Verfügung gestellt. Auch die Wiener Linien machen das, sie waren aber schon früher dran und machen das im Open Data Format. Google hat ein eigenes Format, das sich GTFS nennt und nur dieses GTFS Format will Google. Eigentlich sollte also Google die Kosten dafür tragen, wenn sie wollen, dass ihre Dienste genutzt werden. Wenn man will, dass auch die Linz Linien Daten vorhanden sind, dann macht das Google natürlich nicht, sondern sagt, dass die öffentlichen Einrichtungen und Kommunen das selbst machen sollen. Das bedeutet in Wirklichkeit, dass das die Linzer Kunden zahlen müssen, das nur so nebenbei. Wir werden diesem Antrag trotzdem zustimmen, weil es natürlich so ist, dass sehr viele Nutzerinnen und Nutzer Google Maps und andere Navigationsdienste verwenden, was natürlich eine nützliche Ergänzung ist. Allerdings muss man natürlich schon dazu sagen, dass Google kein kleiner Konzern ist, der macht Milliarden gewinne und ist in Wirklichkeit daran schuld, dass die Situation so ist. Danke

Ich möchte Kollegen Schmida zustimmen, danke für die Argumente. Letztendlich sehen es auch wir so, es gibt Dinge die man kritisch sehen muss, wie Monopolstellungen, Google etc. etc.. Kritisch muss man auch sehen, wie die mit Daten umgehen, was an Wert geschaffen und verteilt wird? Aber es ist eben eine Abwägung zwischen der Frage, wie die Nutzer*innen vom Service profitieren - das ist eine wichtige Digitale Infrastruktur - und gleichzeitig natürlich den regulatorischen Fragen, die auf nationaler und auf EU Ebene beschäftigen und die natürlich auch mit den letzten Regulierungen auf EU Ebene nicht gelöst sind. Ich teile die Einschätzungen. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird einstimmig angenommen.