Regionalstadtbahn Linz - Vor- statt Nachpflanzen
K 10 · Fraktionsantrag · 37. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ergebnis:abgelehnt
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde eine frühzeitige Gestaltung der Grünräume entlang der geplanten Regionalstadtbahn Linz im Abschnitt von Urfahr-Ost bis Auhof. Hintergrund sind die erwarteten Eingriffe in den Donau-Auen-Grünzug, bei denen durch die Verbreiterung des Damms zahlreiche stadtklimatisch wirksame Bäume betroffen wären. Vorgesehen war, auf Basis eines Landschaftsplanungswettbewerbs schon vor Beginn der Bauarbeiten mit Ersatz- und Vorpflanzungen zu starten, um Wachstumsjahre zu gewinnen und die Freiräume rechtzeitig zu entwickeln. Die Kosten sollten durch Umschichtung im Budget gedeckt werden. Der Gemeinderat lehnte den Vorstoß mehrheitlich ab, wobei auf laufende Abstimmungen zwischen Stadtplanung, PTU und Schiene OÖ verwiesen wurde.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Ich stimme dem Ziel zu 100 % zu. Es wäre grundgescheit, diese Ersatzpflanzungen vorzunehmen, bevor die Bäume gefällt werden, damit die neuen dann, wenn es so weit ist, schon eine gewisse Größe haben. Das ist auch der Grund, warum das alles schon in Arbeit ist. Es gibt einen Abstimmungsprozess, der allerdings nicht bei mir, sondern im Planungsressort liegt. Der Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt (PTU) stimmt sich mit der Schiene OÖ ab. Sämtliche Planungen, die im Zusammenhang mit der Stadtbahn erfolgen, werden grundsätzlich durch die Schiene OÖ in Auftrag gegeben. Das ist gescheit, da sie das ja auch zahlen sollen. Inhaltlich ist es aber sehr eng mit dem PTU abgestimmt. Sobald der Zeitplan klar ist - wann, wo, was genau passieren wird - werden die Ersatzpflanzungen vorgezogen stattfinden. Das ist einer der Punkte, der schon in Abstimmung und Ausarbeitung ist. Somit ist der Antrag bereits in Umsetzung.
Ich freue mich, wenn das schon in Umsetzung ist. Aus den offiziellen Unterlagen und der Ausstellung ist das nicht erkennbar. Ich bitte dich, Eva Schobesberger, uns oder in deinem Ausschuss regelmäßig über den Stand der Planungen zu berichten. Ich glaube, das ist für alle gut. Es geht ja nicht nur ums Vorpflanzen, sondern auch um dieses Erklären und Argumentieren können gegenüber der öffentlichen Hand. Brita Piovesan hat das vorhin angesprochen. Was das Naherholungsgebiet betrifft, ist die Trasse aus stadtklimatischer Sicht momentan alles andere als optimal. Sie stößt in der Öffentlichkeit auf enormen Widerstand. Ich glaube, diese Maßnahme könnte auch dazu dienen, die Zustimmung in der breiten Bevölkerung, bei den betroffenen Anrainer*innen, deutlich zu erhöhen.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (9), Die Grünen (10), FPÖ (9), NEOS (2)