Gewährung einer Subvention an das Theater des Kindes (teilweise Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2022), maximal 110.000 Euro für das Jahr 2023, insgesamt 158.000 Euro

K 1 · Ausschussantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Kultur, Tourismus und Märkte

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Eine zusätzliche Förderung für das Theater des Kindes soll die laufenden Aufwendungen des Jahres 2022 teilweise abdecken. Für 2022 beträgt die Gesamtförderung der Stadt unter Anrechnung der bereits gewährten Kulturmittel von 48.000 Euro maximal 158.000 Euro, wobei die neue Unterstützung bis zu 110.000 Euro umfasst. Die Auszahlung erfolgt erst nach Vorlage des Rechnungsabschlusses 2022 und unter Einhaltung der allgemeinen und speziellen Förderungsrichtlinien. Die Verrechnung ist im Jahr 2023 auf der vorgesehenen Finanzposition zu buchen. Beschlossen wurde die Förderung mit Stimmenmehrheit bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion.

Schlagwörter (9):theater des kindeskulturförderungsubventionkinderkulturlaufende aufwendungenrechnungsabschlussförderungsrichtlinienfinanzierungkulturmittel
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Gemeinderat Giegler berichtet über K 1. Gewährung einer Subvention an das Theater des Kindes (teilweise Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2022), maximal 110.000 Euro für das Jahr 2023, insgesamt 158.000 Euro und stellt nach Darlegung des Sachverhaltes laut Vorlage an den Gemeinderat folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „1. Die Stadt gewährt dem Theater des Kindes, Langgasse 13, 4020 Linz, für das Jahr 2022 eine zusätzliche Förderung in der Höhe von maximal 110.000 Euro zur teilweisen Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2022. Die Gesamtförderung der Stadt für 2022 beträgt dann unter Anrechnung der Förderung aus Kulturmitteln in Höhe von 48.000 Euro insgesamt maximal 158.000 Euro. Die Anweisung der Förderung erfolgt gegen Vorlage des Rechnungsabschlusses 2022 des Theaters des Kindes. 594 Die Stadt Linz gewährt die Förderungen mit der Bedingung der Einhaltung der allgemeinen bzw. speziellen Förderungsrichtlinien. 2. Die Verrechnung der Subvention in der Höhe von maximal 110.000 Euro erfolgt im Jahr 2023 auf der FiPos. 1.757000, Laufende Transferzahlungen an private Organisationen im Fonds 061000, Sonstige Subventionen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: „1. Die Stadt gewährt dem Theater des Kindes, Langgasse 13, 4020 Linz, für das Jahr 2022 eine zusätzliche Förderung in der Höhe von maximal 110.000 Euro zur teilweisen Abdeckung der laufenden Aufwendungen des Jahres 2022. Die Gesamtförderung der Stadt für 2022 beträgt dann unter Anrechnung der Förderung aus Kulturmitteln in Höhe von 48.000 Euro insgesamt maximal 158.000 Euro. Die Anweisung der Förderung erfolgt gegen Vorlage des Rechnungsabschlusses 2022 des Theaters des Kindes. 594 Die Stadt Linz gewährt die Förderungen mit der Bedingung der Einhaltung der allgemeinen bzw. speziellen Förderungsrichtlinien. 2. Die Verrechnung der Subvention in der Höhe von maximal 110.000 Euro erfolgt im Jahr 2023 auf der FiPos. 1.757000, Laufende Transferzahlungen an private Organisationen im Fonds 061000, Sonstige Subventionen.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Danke Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich im betreffenden Ausschuss auch bereits zu diesem Punkt zu Wort gemeldet und möchte es auch hier heute im Gemeinderat tun. Ich möchte vorausschicken, dass wir Freiheitliche immer sehr hinter jeder Art von Kinderkultur stehen, dass wir wirklich dahinterstehen, Kinder zu fördern und zu fordern und den Kindern die Kultur näher zu bringen. Wir freuen uns auch schon auf die bevorstehende Kinder-kulturwoche, das ist wirklich etwas Tolles, was in der Linzer Stadt passiert. Was das Theater des Kindes anbelangt, sind bei uns aber einige Ungereimtheiten aufgetaucht, die für uns nicht nachvollziehbar sind und die ich kurz ansprechen möchte. Punkt eins, nicht nachvollziehbar ist, dass wir den Antrag der Subvention für das Theater des Kindes mittlerweile zweimal im Jahr im Ausschuss haben und auch zweimal im Jahr im Gemeinderat haben, aber immer in einer nachträglichen, kurzfristigen Form. Es wird immer kurzfristig, nachträglich eingereicht. Nicht nachvollziehbar ist, warum eine kaufmännische Leitung das nicht zeitgerecht einreichen kann oder einen ordentlichen Finanzplan für ein ganzes Jahr auf den Tisch legen kann. Auch nicht nachvollziehbar ist für uns die Einnahmensituation des Theaters des Kindes. Man muss den Amtsantrag des vorigen Jahres und jenen von heuer gegenüberstellen. Im vorigen Jahr 2021 hatten wir den harten Lockdown, der die Kulturbranche massiv betroffen hat. Der harte Lockdown ging im Jahr 2021 vom 1. Jänner bis zum 17. Mai, mit einem Ruhemodus im gesamten Kulturbereich. Damals hatte man im Theater des Kindes 466.000 Euro eingenommen. Heuer ohne Lockdown, ohne Ruhemodus, ohne irgendetwas und in einer Situation, wo die Kultur blüht, nimmt man nur 413.000 Euro ein, also 53.000 Euro weniger, obwohl die gesamte Kultur in der Hochblüte ist. Wie gesagt, ein Thema, das sehr unnachvollziehbar ist. Unnachvollziehbar ist für uns nach wie vor die Ungleichbehandlung aller Theater. Dieses Thema haben wir auch schon öfter angesprochen. Ja, es geht um das Theater des Kindes. Wir stehen hinter der Kinderkultur, aber das heißt nicht, dass im Theater des Kindes in der Buchhaltung oder in der kaufmännischen Direktion auch Kinder sitzen. Da sitzen erwachsenen Menschen, die müssten rechnen können, die müssten einen Finanzplan auf den Tisch legen können, zeitgerecht und nicht kurzfristig. Das ist der Grund, warum wir uns heute der Stimme enthalten werden.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich wollte mich eigentlich nicht zu Wort melden, aber ich bin ein großer Fan dieses Theaters und rücke jetzt ein bisschen zur Verteidigung aus. Alle Vorwürfe, die du gerade in den Raum gestellt hast, hat Kulturdirektor Julius Stieber im Ausschuss plausibel und glaubwürdig gekontert. Ich weiß nicht, warum du das jetzt noch einmal wiederholst. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Ich schließe mich auch an, dass vor allem einerseits das Herabwürdigen der Geschäftsführung dort und andererseits, das mit Kindern negativ zu konnotieren, glaube ich, eine Entschuldigung wert wäre.

Ich schließe mich den Ausführungen des Bürgermeisters an und verzichte auf das Schlusswort und bedanke bei allen Fraktionen die diesem Antrag zustimmen und tatsächlich hinter der Kinderkultur in Linz stehen.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion (8) mit Stimmenmehrheit angenommen.