Ein Taubenhaus für Linz
K 15 · Fraktionsantrag · 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde ein Pilotprojekt für ein Taubenhaus in Linz, das unter Einbindung von Expertinnen errichtet und betreut werden soll. Ziel war eine bessere Versorgung von Stadttauben nach dem Vorbild anderer Städte, um Tierschutz, Hygiene und langfristig auch eine Verringerung der Taubenpopulation zu erreichen. Als Begründung wurde angeführt, dass Stadttauben verwilderte Haustiere seien und ein Taubenhaus eine geordnete Betreuung samt Eieraustausch und Entsorgung des Kots ermögliche. Die Kosten sollten durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden. Der Vorschlag wurde nach Diskussion abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich kann Ihnen und dir lieber Lorenz Potocnik versichern, dass unseren städtischen Amtstierärzten, mir und ich bin überzeugt dem ganzen Haus hier, das Thema Tierschutz ein wirklich sehr großes Anliegen ist. Das ist die eine Sicht der Dinge, die andere Sicht der Dinge verstehe ich auch, dass Tauben vor allem, wenn sie gehäuft auftreten, für viele Eigentümer, Mieterinnen und Mieter aber doch auch ein veritables Problem darstellen. Ich habe mir die Sache wirklich nicht leichtgemacht. Ich habe den Antrag ausführlich mit unseren Amtstierärzten, die hervorragend qualifiziert sind und große Erfahrung haben, durchdiskutiert. Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass die Idee sicherlich gut gemeint ist. Aber die potenziellen Probleme, die man sich im wahrsten Sinne des Wortes damit heranzüchten kann, überwiegen. Ich kann sagen, dass es in der Stadt Jena so ein Projekt gegeben hat. Das Ergebnis war, dass sich die Anzahl der Eier im Taubenhaus die auszutauschen waren, vom Jahr 2013 bis zum Jahr 2021 verdreifacht haben. Man hat quasi sozusagen immer mehr herangezüchtet, weil man damit ein sehr geschütztes Habitat geschaffen hat. Das bringt natürlich Folgeprobleme, weil dann in der Umgebung erst Recht alles verdreckt war. Ich glaube, man muss die Sache wirklich weiterdenken. Ich habe mir angesehen, was die Stadt sonst so unternimmt und bin darauf gestoßen, dass man in der Naturkundlichen Station, die im Ressort von Kollegin Schobesberger angesiedelt ist, auf eine gewisse, ich sage einmal, natürliche Selektion setzt. Dort wurde schon vor Jahren der natürliche Feind der Tauben, der Turm- und Wanderfalke angesiedelt. Ich glaube, man muss daraufsetzen, dass sich die Natur zum Teil selbst reguliert, das gehört zum Leben und zur Natur einfach dazu. Alles in Allem kann meine Fraktion und ich als Gesundheits- und damit als Tierschutzreferent diesem Anliegen nicht nähertreten. Deshalb werden wir uns bei diesem Antrag der Stimme enthalten.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (20), Die Grünen (9), FPÖ (9) und NEOS (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.