Zum Schutz unserer Kinder - Mehr Sicherheit am Schulweg

L 8 · Fraktionsantrag · 16. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Gefordert wird eine flächendeckende Evaluierung der Wege und Straßen rund um die Linzer Schulen auf Gefahrenstellen und bauliche Mängel. Anlass sind Meldungen von Eltern und Beobachtungen seit Schulbeginn über schlechte Wegzustände, fehlende Markierungen und Warnhinweise sowie weitere Gefahrenstellen im Schulumfeld. Zusätzlich sollen festgestellte Mängel rasch behoben und für die kommenden Jahre zweckgewidmete Mittel für Schulwegverbesserungen in der Budgeterstellung eingeplant werden. Die finanzielle Bedeckung soll durch Umschichtungen im Budget erfolgen. Der Gemeinderat verwies das Vorhaben einstimmig an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr; die budgetäre Zuweisung an den Ausschuss für Finanzen und Integration wurde mehrheitlich angenommen.

Schlagwörter (10):schulwegverkehrssicherheitschulkindergefahrenstellenweginfrastrukturverkehrsberuhigungbodenmarkierungenbudgetplanungmobilitätfinanzen
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderat Matsche berichtet über den von der FPÖ-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag ## L 8 Zum Schutz unserer Kinder - Mehr Sicherheit am Schulweg und führt aus: „Danke, Frau Vizebürgermeisterin, geschätzte Kollegen, bei diesem Antrag geht es um den Schutz unserer Kinder und mehr Sicherheit am Schulweg. Immer wieder wenden sich besorgte Eltern wegen dem Zustand der Linzer Schulwege an die Freiheitliche Gemeinderatsfraktion. Besonders seit Schulbeginn haben Beobachtungen aus den unterschiedlichsten Stadtteilen merklich zugenommen. Die Nachrichten reichen vom schlechten baulichen Zustand der Wege über Gefahrenstellen bis hin zu fehlenden oder mangelhaften Bodenmarkierungen und Warnhinweisen für den Verkehr. Ortsbegehungen zeigen dabei deutlich, dass viele Meldungen auf tatsächlich augenscheinlich begründete Mängel hinweisen. Für uns Freiheitliche sind die eingelangten Informationen ein Auftrag, die Sicherheit der Schulkinder gegenüber den Verkehrsteilnehmern zu thematisieren und die Stadtpolitik für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Bei der Sicherheit auf dem Weg zur Schule darf es keine Kompromisse geben. Zu diesem Zweck soll mit der Annahme dieses Antrages durch den Gemeinderat eine flächendeckende Evaluierung der Wege und Straßen rund um die Linzer Schulen hinsichtlich Gefahrenstellen und Verbesserungspotenzial erfolgen. 524 In diesem Zusammenhang stellt die Linzer FPÖ-Gemeinderatsfraktion folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „Der Gemeinderat der Stadt Linz ersucht Verkehrsreferent Mag. Martin Hajart, die Wege und Straßen rund um Schulen im gesamten Stadtgebiet auf Gefahrenstellen zu evaluieren und die festgestellten Mängel schnellstmöglich zu beheben. Zudem werden der Verkehrsreferent und die Finanzreferentin ersucht, im Zuge der bevorstehenden Budgeterstellung für Schulwegverbesserungen zweckgewidmete Mittel für die kommenden Jahre einzuplanen. Die finanzielle Bedeckung soll durch Umschichtungen im Budget sichergestellt werden.“ Danke.“
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat der Stadt Linz ersucht Verkehrsreferent Mag. Martin Hajart, die Wege und Straßen rund um Schulen im gesamten Stadtgebiet auf Gefahrenstellen zu evaluieren und die festgestellten Mängel schnellstmöglich zu beheben. Zudem werden der Verkehrsreferent und die Finanzreferentin ersucht, im Zuge der bevorstehenden Budgeterstellung für Schulwegverbesserungen zweckgewidmete Mittel für die kommenden Jahre einzuplanen. Die finanzielle Bedeckung soll durch Umschichtungen im Budget sichergestellt werden.
Wortmeldungen (5)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, lieber Kollege Matsche, das Thema Verkehrssicherheit für Kinder am Weg zur Schule ist bei uns natürlich auch ein sehr wichtiges Thema, das wir auch immer wieder fokussieren, gerade was die Ausgestaltung von Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur betrifft. Dieser Antrag ist allerdings sehr auf Gefahrenstellen und Mängel fokussiert, die man natürlich beobachten und beheben sollte und ich denke, das findet auch statt. Wir denken aber, dass es nicht nur um das Beheben von Mängeln gehen sollte, sondern auch um eine zusammenhängende Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur. Das heißt festzustellen, wo es eine Ergänzung eines Rad- oder Fußweges braucht, damit Kinder selbstständig und sicher in die Schule kommen können, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es braucht zusätzlich eine Diskussion über den fließenden Individualverkehr in diesen Bereichen, aber auch noch eine Diskussion über den ruhenden Verkehr bzw. die Reduktion dessen an der Oberfläche. Im Sinne dieser Komplexität schlagen wir eine Zuweisung zum Ausschuss für Mobilität und Verkehr vor. Was den Teil der budgetären Ausgestaltung betrifft, schlagen wird zusätzlich eine Zuweisung zum Ausschuss für Finanzen und Integration vor. Danke.

Der vorliegende Antrag behandelt zwei unterschiedliche Sachverhalte, ich beantrage daher die getrennte Abstimmung dieser beiden Antragsteile. Den ersten Teil des Antrages, der die Sicherheit und den Schutz der Kinder im Straßenverkehr zum Ziel hat, begrüßen wir natürlich und unterstützen sämtliche Maßnahmen. Zum zweiten Teil des Antrages: Es fällt nicht in die Kompetenz des Gemeinderates dem Stadtsenat aufzutragen, bestimmte Budgets auszuverhandeln, das 525 ist Aufgabe des Stadtsenates selbst und nicht die des Gemeinderates. Daher werden wir uns bei diesem zweiten Teil des Antrages der Stimme enthalten. Ich ersuche um Zustimmung zum Antrag auf getrennte Abstimmung. Danke.

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir von LinzPlus denken auch, dass es Sinn ergibt, die Sicherheit der Schulwege in Linz zu evaluieren. Es gibt ganz viele Maßnahmen, die den Schulweg von Kindern sicherer machen. Der Kollege Langer denkt - glaube ich - schon an ein größeres Konzept, es gibt aber auch ganz viele kleine Maßnahmen, die man schnell umsetzen könnte, wie zum Beispiel die Ausweitung der Freiflächen bei Fußgängerübergängen durch Streichung von Stellplätzen, damit Kinder von Autofahrer*innen besser und schneller gesehen werden. Womöglich könnte man auch im Umkreis von 300 Metern von Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen zumindest temporäre Fahrverbote verhängen, damit eine wirksame und tatsächliche Verkehrsberuhigung eintritt. In Wien und anderen Städten gibt es das schon, es ist also keine Utopie. Eine weitere Maßnahme wäre die Einrichtung von 20 km/h-Zonen rund um Schulen, Kindergärten und Horte. Außerdem sollten Straßen baulich auch schmäler gemacht werden, damit diese 20 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkungen auch wirklich eingehalten werden. Uns freut, dass die FPÖ im Antrag kompromisslos eine Verbesserung der Sicherheit der Linzer Kinder fordert und empfehlen eine Bearbeitung der Thematik im zuständigen Ausschuss.

Vielen Dank, ich unterstütze die Wortmeldung des Klubobmanns Langer und von Gemeinderat Matsche und Gemeinderätin Pühringer. Ich darf dazu nur eine Ergänzung machen. Neben baulichen Maßnahmen und vor allem auch der Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel möchte ich noch die Bewusstseinsbildung hervorstreichen, die natürlich für die Kinder besonders wichtig ist, wenn es um den Schulweg geht, aber auch für die Eltern, die Vorbilder für die Kinder sind. Wir erleben bei den Schulen tagtäglich Probleme im Zusammenhang mit den sogenannten „Elterntaxis“. Die Eltern würden mit dem Auto am liebsten bis in das Klassenzimmer fahren, damit sie ihr Kind sicher abliefern. Das ist aber, was Verkehrssicherheit und Verkehrswege anlangt, nicht wirklich eine positive Erziehung. Etwas zynisch finde ich die Position der SPÖ im Hinblick auf eine getrennte Abstimmung. Man stimmt zwar im Endeffekt zu, dass man Verbesserungen beim Schulweg machen soll, aber auf der anderen Seite darf es nichts kosten. Das ist der wahre Hintergrund, warum ihr eine getrennte Abstimmung wollt. Das ist aber egal, wenn man einer Zuweisung zum Ausschuss für Mobilität und Verkehr zustimmt und möglicherweise auch zum Ausschuss für Finanzen und 526 Innovation, was für uns absolut in Ordnung ist. Ich, als Verkehrsreferent, habe auch etwas in der Pipeline, was demnächst in den Stadtsenat gehen soll und hoffe dann auch hier auf entsprechende Unterstützung aller Fraktionsvertreter. Vielen Dank.

Eine mehrheitliche Zustimmung würde mich natürlich freuen, aber eine Zuweisung an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wäre für uns auch super, danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Mobilität und Verkehr zugewiesen. Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Finanzen und Integration wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (22), NEOS (2), Gemeinderat Dipl.-Ing. Dr. Obermayr von MFG sowie Gemeinderat Brandstetter, WANDEL, mit Stimmenmehrheit angenommen.