Nutzung von QR-Codes und innovativen Technologien zur Stärkung der kulturellen und touristischen Informationsvermittlung in Linz

L 1 · Fraktionsantrag · 30. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden soll ein Konzept für QR-Codes und NFC-Tags im öffentlichen Raum von Linz, um kulturelle und historische Inhalte digital zugänglich zu machen. Über Scannen oder Antippen sollen kurze Infotexte, Videos, Audio-Infos und thematische digitale Spaziergänge zu Orten mit kulturellem und historischem Wert abrufbar werden. Begründet wird der Vorschlag mit einem niederschwelligen, kostengünstigen und umweltfreundlichen Zugang zur Stadtgeschichte sowie einer besseren Sichtbarkeit der Kulturstadt Linz. Als bestehende Alternative wurde auf die Visit-Linz-App und weitere digitale Angebote wie Erinnerungszeichen, Bruckner App und Augmented-Reality-Touren verwiesen. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden; die Zuweisung an den Ausschuss wurde abgelehnt und der Antrag mehrheitlich angenommen.

Schlagwörter (10):kulturvermittlungtourismusdigitalisierungqr-codesnfc-tagsstadtgeschichteöffentlicher raumstadtmarketingaugmented realitybudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Dankeschön, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleg*innen, liebe Linzer*innen, in Linz gibt es unzählige Orte mit Bedeutung, mit kulturellem und historischem Wert. Durch ein durchdachtes und modernes Konzept mit dem Einsatz von Quick Response (QR)-Codes und Near Field Communication (NFC)-Tags können wir diese Orte noch erlebbarer machen. Durch einfaches Scannen oder Antippen gelangen Nutzer*innen zu digitalen Inhalten wie kurzen Infotexten, Videos, Audio-Infos und noch mehr. Ein solches System ist kostengünstig, umweltfreundlich und ermöglicht es, kulturelle Inhalte thematisch zu sammeln und miteinander zu verbinden, etwa durch digitale Spaziergänge wie beispielsweise zu Themen wie ‚Klassik Linz‘, ‚Industrie und Innovation‘ oder vieles mehr. So schaffen wir einen niederschwelligen Zugang zu unserer Stadtgeschichte. Es ist auch ein moderner und nachhaltiger Weg, wie wir Linz als Kulturstadt noch besser sichtbar machen können. Deshalb stellen wir folgenden Antrag und ich bitte um Zustimmung, Danke.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: Die für Kultur und Tourismus zuständige Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer wird ersucht, ein Konzept auszuarbeiten, das den Einsatz von QR-Codes und NFC-Tags zur Vermittlung kultureller und historischer Inhalte im öffentlichen Raum der Stadt Linz prüft. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Daniel Höllinger, das klingt zwar sehr fortschrittlich, ist aber überholt, wenn ich das in diesem Zusammenhang etwas pointiert formulieren darf. Wir sind nämlich längst über die Konzeptphase hinaus und haben bereits technologisch eine noch viel smartere und bessere technische Lösung im Einsatz. Stellen wir uns kurz vor, dass man ohne das Einscannen eines QR-Codes automatisch am Handy bereits alle Infos zu Kultur und Geschichte zu dem Ort eingeblendet bekommt, wo man sich gerade befindet. Es wäre noch toller, wenn man dazu auch gleich aktuelle Infos zu Veranstaltungen, die dort demnächst stattfinden, abrufen kann, oder? Das mag für manche wahrscheinlich nach ‚zu schön um wahr zu sein‘ klingen, aber in Linz gibt es genau das schon. Ich gehe davon aus, dass alle Gemeinderät*innen bereits die Visit-Linz-App am Handy installiert haben. Da klickt man einfach kurz drauf und dann steht da schon ‚Take a risk, visit Linz‘. Dann scrollt man hinunter unter Sehenswertes und man ist GPS-getrackt. Mir zeigt es aktuell das Alte Rathaus und die Dreifaltigkeitssäule als Sehenswürdigkeiten an. Da klickt man dann drauf und man bekommt schon alle Infos angezeigt. Wenn Sie mich fragen, ist das noch besser als QR-Codes, aber ich bin ja für alles offen. Mit der Visit-Linz-App bekommt man standortbezogene Infos von mehr als 1.000 Points of Interest sofort automatisch auf das Handy, standortbezogen und mit Entfernungsangaben. Ich würde vorschlagen, dass wir den Antrag im Kultur- und Tourismusausschuss weiter diskutieren. Dafür wäre ich offen. Ich möchte aber kurz auf ein paar weitere digitalisierte Angebote eingehen, die wir seitens Linz Kultur und des Linz Tourismus in der Stadt anbieten. Unsere Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum und die Informationen dazu sind mit „LINZ ER!NNERT“ ebenfalls bald mit QR-Codes abrufbar. Wir kennen alle unsere Bruckner App vom letzten Bruckner Jubiläumsjahr. Das ist eine App der hublz GmbH, mit der man durch Stadtrundgänge Punkte sammeln kann. Es gibt die Linz Augmented Reality Tour, bei der man an zwölf Stationen im Stadtraum über die App „Artivive“ Kunst zum Leben erwecken kann. Ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir eine „UNESCO City of Media Arts“ sind. Digitalisierung ist uns ein großes Anliegen, ebenso wie Frau Magistratsdirektorin, das weiß ich. Da sind wir stets bemüht, uns weiterzuentwickeln. Ich plädiere für eine Ausschusszuweisung, danke.

Dankeschön, sehr geehrte Frau Stadträtin, natürlich habe ich mir auch andere Technologien neben QR-Codes und NFC-Tags angeschaut. Es gibt auch Beacons und ganz viele andere Möglichkeiten. Auch bei Apps und Ähnlichem habe ich mir angeschaut, was es da international gibt. Man muss eine App runterladen und wissen, dass es sie gibt. Das ist oft eine Hürde und nicht wirklich niederschwellig. Deswegen bitte ich trotzdem um Zustimmung zu dem Antrag, da es eben um eine Konzeptentwicklung geht. Dankeschön.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Kultur und Tourismus wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), Die Grünen (9), FPÖ (9) Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: KPÖ (2)