Mehr Sicherheitspersonal in Bädern und auf Badeseen - Resolution

J 16 · Fraktionsantrag · 29. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Gefordert wird der dauerhafte Einsatz von zusätzlichem Sicherheitspersonal in den Linzer Bädern und an den Badeseen zu Beginn der Badesaison 2025. Begründet wird dies mit dem Ziel, Gewalttaten, Übergriffe und Störungen des öffentlichen Friedens in den Badeanlagen vorzubeugen, das Sicherheitsgefühl der Gäste zu erhöhen und die Bademeister zu entlasten. Als Anlass werden Vorfälle aus dem Vorjahr und bereits fallweise eingesetztes Sicherheitspersonal genannt; zugleich soll ein sicheres Umfeld für Familien und Kinder gewährleistet werden. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Die Resolution wurde mehrheitlich abgelehnt.

Schlagwörter (10):bäderbadeseensicherheitspersonalgewaltpräventionöffentlicher friedenfamilienbademeistersommersaisonbudgetumschichtungfreizeitsicherheit
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Dankeschön, sehr geehrter Bürgermeister, werte Kollegen und Kolleginnen, nachdem wir jetzt bei der Badesaison sind und auch dabei bleiben, würde ich mir gerne die Bade- ente ausborgen. (Heiterkeit) Die Badesaison beginnt und damit der Badespaß nicht ge- trübt wird, ersuchen wir die LINZ SERVICE GmbH für Infrastruktur und Kommunale Diens- te zur Gewährleistung der Sicherheit in den Bädern und Badeseen zusätzliches Sicher- heitspersonal bereitzustellen. Die Maßnahme dient der Prävention von Gewalttaten, Übergriffen und Störungen des öffentlichen Friedens in den Badeanlagen. Vorfälle aus dem Vorjahr unterstreichen die Notwendigkeit für verstärkte Präsenz von geschultem Sicherheitspersonal. Ziel ist es, die Bademeister zu entlasten, das Sicherheitsgefühl der Badegäste zu erhöhen und ein sicheres Umfeld für Familien und Kinder zu schaffen. Ich bitte, den kompletten Antragstext ins Protokoll zu übernehmen und bitte um Zustimmung. Die Sommermonate bedeuten für viele Menschen Erholung, Freizeit und unbeschwerte Stunden am Wasser. Ob im städtischen Freibad oder an einem der beliebten Linzer Badeseen - diese öffentlichen Erholungsräume sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in unserer Stadt. Umso wichtiger ist es, dass Sicherheit dabei nicht dem Zufall überlassen bleibt. Die LINZ AG als Betreiberin muss klare Prioritäten setzen: Es braucht mehr geschultes Sicherheitspersonal, das nicht nur bei Badeunfällen rasch reagieren kann, sondern auch präventiv für Ordnung und ein friedliches Miteinander sorgt. Im letzten Sommer spielten sich in unserem Bundesland erschütternde Szenen ab: Ein Syrer attackierte den Bademeister im Freibad Bad Leonfelden. Wenige Tage danach griff ein Österreicher mit Migrationshintergrund den Bademeister in Perg an. Zuvor kam es zu einer Rauferei im Freibad Laakirchen, bei der auch der Bademeister angegriffen wurde. Zwei Asylwerber haben im Freibad Traiskirchen sechs Kinder sexuell belästigt. So weit darf es in unserer Stadt nicht kommen! Dazu soll die LINZ AG die Sicherheitsvorkehrungen in Bädern und auf Badeseen erhöhen, bevor auch hier etwas passiert. Bereits jetzt unterstützt fallweise ein Sicherheitsdienst das Badpersonal. Wir plädieren für einen dauerhaften Einsatz von zusätzlichem Sicherheitspersonal, das regelmäßig in den Badeanlagen präsent ist. Es ist traurig, dass man solche Maßnahmen ergreifen muss, aber viele Vorfälle aus dem letzten Jahr zeigen das Gefahrenpotential auf. Werbekampagnen für mehr Respekt sind zu wenig. Es braucht eigenes Sicherheitspersonal, denn Bademeister haben mit der Aufsicht über die Schwimmbecken bereits genug zu tun. Freibäder müssen für Familien ein Ort der Entspannung und Sicherheit sein - wer mit Kindern ein Freibad besucht oder sich am See erholen möchte, soll dies angstfrei tun können. Die Linzer verdienen einen sorgenfreien Sommer - mit mehr Sicherheitspersonal und klaren Regeln, die auch durchgesetzt werden können.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe folgende Resolution: „Die LINZ SERVICE GmbH wird ersucht, rechtzeitig zu Beginn der Badesaison 2025 an den Linzer Bädern und Seen Sicherheitspersonal in ausreichender Anzahl einzusetzen. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.“
Wortmeldungen (5)EinblendenAusblenden

Vielen Dank, weil zum Schluss gefallen ist, dass der komplette Antragstext übernommen werden soll, möchte ich etwas anmerken. In diesem Antragstext, Kollegin Haginger, stehen auch andere Sachen drinnen. Es werden Vorfälle beschrieben, die gar nicht in Linz stattgefunden haben und vor allem wird immer die Herkunft der Täter groß hervorgehoben. Es wird gezielt gegen Menschen mit Migrationshintergrund gehetzt. Das passiert in diesem Antragstext. Die FPÖ zeichnet ein ganz klares, simplifiziertes Schwarz-Weiß-Bild von bösen Ausländer*innen und guten Inländer*innen. Einem Antrag, der so ein wirklich zutiefst rassistisches Weltbild hat, können wir natürlich nicht zustimmen, auch wenn es im konkreten Antrag nicht vorkommt, es aber der Hintergrund dafür ist. Dafür kann es keine Zustimmung von uns geben.

Auch wenn ich den Antrag inhaltlich gut finde und ehrlich gesagt die Wortmeldung meines Vorredners nicht verstehe, muss ich mich aufgrund meiner Aufsichtsratsfunktion als befangen melden.

Danke, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte daran anknüpfen, was Michael Roth-Schmida gesagt hat. Wenn man sich den Antragstext durchliest, kommt man darauf, dass sehr selektiv geschaut wird, welche Übergriffe passiert sind. Wenn man gewissenhaft recherchiert, sieht man, dass es auch Übergriffe von Personen gegeben hat, die nicht Drittstaatsangehörige und vielleicht dem arabischen Kulturkreis zuzuordnen sind. Es entlarvt ein wenig die Sicherheitspolitik der FPÖ, dass es hauptsächlich darum geht, Personengruppen gegen Personengruppen aufzuhetzen. Was euch vielleicht bei euerer Recherche nicht aufgefallen ist: Alle diese Täter sind Männer. Gewalt und Sexismus beziehungsweise Frauenfeindlichkeit haben keine Nationalität und keinen Migrationshintergrund, aber sehr wohl ein Geschlecht, und das ist das männliche. Deswegen wird man mit so einer Pseudo-Maßnahme von verstärktem Sicherheitspersonal keine Veränderung schaffen. Diese schafft man nur durch eine Veränderung der Verhaltensweise von Männern. Deswegen ist es zum Beispiel auch wichtig und richtig, dass in der Stadt eine Bewusstseinskampagne für Männer-, Buben- und Väterarbeit ausgearbeitet wird. Aus diesem Grund werden wir uns ebenfalls enthalten.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, es ist völlig richtig ausgeführt worden, dass sich die FPÖ im Antragstext auf Übergriffe und Tätigkeiten bezieht, die nicht in Linz stattgefunden haben. Unabhängig dessen, glaube ich, sind wir uns alle einig, dass solche Tätigkeiten nicht tolerierbar sind, egal wo und wie sie stattfinden. Wichtig zu betonen ist allerdings, dass die LINZ AG gerade in diesem Bereich sehr sorgfältig agiert und auch in der Vergangenheit nicht nur Eigenpersonal, sondern auch zugekauftes Securitypersonal eingesetzt hat und noch immer einsetzt. Es wird immer nach den gegebenen Situationen und den Hintergründen - wieviel Publikum zu erwarten ist - gehandelt und dementsprechend das Personal vorgehalten. Ich glaube, das ist der wesentliche Zugang. Das Eigenpersonal wird seitens der LINZ AG selbstverständlich in Richtung Konfliktmanagement und Deeskalation geschult, genauso wie das zugehörige Securitypersonal, das dem Eigenpersonal zusätzlich unterstützend und helfend zur Seite steht, wenn es notwendig ist. In diesem Sinne betone ich nochmals, dass es keine Toleranz für solche Angriffe oder Übergriffe gibt. Aber ich möchte festhalten, dass die LINZ AG bereits in der Vergangenheit und natürlich auch zukünftig sehr sorgfältig, sorgsam und situationsbedingt damit umgegangen ist und umgeht. Deswegen werden wir uns als Sozialdemokratie enthalten. Vielen Dank.

Dankeschön, ja, es stimmt, dass es Vorfälle in Oberösterreich - und zum Glück noch nicht in Linz - waren. Deswegen finden wir diesen Antrag so wichtig. Wir wollen nicht, dass dann irgendwann einmal etwas passiert, es dann zu spät ist und jeder laut aufschreit. Dankeschön.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), Die Grünen (8), NEOS (2), ehem. MFG (2), KPÖ (2), LinzPlus (2), Gemeinderat Brandstetter Gemeinderat Mag. Danner, FPÖ, enthält sich auf Grund von Befangenheit