Einbau von Sicherheitseinrichtungen (Schleusen) im Neuen Rathaus und Um- und Einbauten hinsichtlich der Umsiedlung der Organisationseinheit „Aufenthaltsrecht“ durch die Immobilien Linz GmbH und Co KG (ILG) in Höhe von insgesamt 925.000 Euro exklusive Umsatzsteuer mit einer Bandbreite von Plus/Minus 15 Prozent – Genehmigung einer Kreditüberschreitung in Höhe von 138.000 Euro für die Anschaffung von Mobilien seitens der Stadt Linz
J 1 · Ausschussantrag · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ausschuss:Ausschuss für Planung und Liegenschaften
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertGenehmigt wurde der Einbau von Sicherheitsschleusen und weiteren Um- und Einbauten im Neuen Rathaus, um Ein- und Ausgänge sowie den Zugang zur Organisationseinheit Aufenthaltsrecht zu sichern. Die Maßnahmen sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden besser vor Aggressionen und Übergriffen schützen und den kontrollierten Zugang im betroffenen Bereich ermöglichen. Für die baulichen Anpassungen durch die Immobilien Linz GmbH & Co KG wurden 795.000 Euro für die Sicherheitseinrichtungen und 130.000 Euro für die Umsiedlung von Aufenthaltsrecht bewilligt, jeweils exklusive Umsatzsteuer und mit einer Bandbreite von plus/minus 15 Prozent. Zusätzlich wurde eine Kreditüberschreitung von 138.000 Euro für die Mobilien der Umsiedlung genehmigt und durch Mehreinnahmen bedeckt. Den tatsächlich anfallenden Indexsteigerungen während der Errichtungszeit wurde ebenfalls zugestimmt; bei einer Überschreitung von mehr als 15 Prozent über die Indexanpassung hinaus ist der Gemeinderat erneut zu befassen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vielen Dank Herr Bürgermeister, ich darf dazu eine Wortmeldung abgeben. Es ist beschämend, dass die Stadt Linz durch die aufgeheizte Stimmung – verursacht vor allem von den Impfgegner – und durch den Versuch der Spaltung der Gesellschaft, einfach so eine Million Euro in die Abgrenzung von Beamten und den Schutz der Kundinnen und Kunden investiert werden muss. Mit freundlichen Grüßen.
Danke schön Herr Bürgermeister, werte Kolleg*innen und Kollegen, sehr geehrte Zusehende, vorab, wir werden den Antrag unterstützen und zustimmen. Aber ich möchte kurz unsere Beweggründe ausführen, weil es für uns trotzdem ein heikles Thema ist. Stadtrat Prammer hat es schon erwähnt, durch die baulichen Veränderungen des Rathauses, wird das Neue Rathaus als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ein Stück auf Distanz rücken. Dadurch verlieren wir die Qualität des offenen Hauses, im Sinne von nahe an den Bürger*innen. Durch die Sicherheitsschleusen und Abgrenzung geht diese Qualität verloren. Ich möchte übrigens anmerken, dass ich es persönlich schräg finde, dass man es in einem Antrag behandelt und dass die Organisationseinheit ‚Aufenthaltsrecht‘ mit diesem Sicherheitsthema verknüpft wird, weil man es vielleicht falsch verstehen könnte. Ich verstehe aber, dass man das aus Effizienzgründen in einem Antrag behandelt, weil es trotzdem positive Ergebnisse für die Leute, die zu diesem Bereich gehen, bringt. Sie müssen dann nicht mehr draußen in der Kälte stehen usw.. Der eigentliche Grund warum wir diesem Antrag zustimmen ist aber, dass wir - wenn die Mitarbeiter*innen, die die meiste Zeit im Haus verbringen, zurückmailen, dass sie sich nicht sicher fühlen - als Stadt Linz dafür sorgen müssen, dass sie eine sichere Arbeitsstelle vorfinden. Wir stimmen diesem Antrag im Sinne der Mitarbeiter*innen deswegen zu. Dankeschön
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, dieser Antrag oder die Entscheidung zu diesem Antrag ist uns nicht leichtgefallen, da schlagen wirklich zwei Herzen in unserer Brust, oder sozusagen vier zu zweit. Da haben wir mit uns gerungen und wahrscheinlich geht es uns allen so. Einerseits lieben wir offene Häuser und die Freiheit und dass man sich frei bewegen und neugierig durch ein Gebäude streifen kann und es ist bedauerlich, wenn man ein öffentliches Haus, wie in dem Fall das Rathaus schließt. Auf der anderen Seite war da eine Aussage, ich glaube von Stefan Giegler: ‚Ich möchte nicht in der Haut der Mitarbeiter stecken‘. Es gab auch in den Ausschüssen viele Debatten darüber, es ist ja nicht so, dass das von einem auf den anderen Tag passiert, da wird schon diskutiert und das zieht sich schon über mehrere Jahre. Im Endeffekt haben wir gesagt, wir tragen das mit, auch wenn wir befürchten, dass das nie wieder mehr wegkommt. Wir hätten lieber gehabt, dass das für zwei, drei Jahre vielleicht gemacht wird und dann evaluiert wird, was mit diesen Schleusen tatsächlich gefunden wird und ob das nötig ist usw.. Vielleicht kann man die Dinge dann doch wieder wegräumen. Wir befürchten, dass das nicht mehr wegkommt, weil solche Sicherheitsmaßnahmen dann meistens bleiben. Aber im Endeffekt haben wir gesagt, wir machen das. Ich möchte noch eine Bemerkung zu Georg Redlhammer machen, das fand ich gerade wirklich sehr unpassend. Ich glaube, es geht da um viel mehr als um Impfgegner - das steht im Antrag auch so drinnen - im Wesentlichen geht es um das Aufenthaltsrecht und nicht um die Impfgegner. In Österreich gab es einige sehr ernste Vorkommnisse, da ging es nicht um Impfgegner, also das heizt die Situation noch einmal an, anstatt zu befrieden.“},{
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktion von MFG (2) sowie KPÖ (2) und Gemeinderat Brandstetter, WANDEL, mit Stimmenmehrheit angenommen.