Westbrücke radfahrtauglich machen

K 4 · Fraktionsantrag · 20. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Die Westbrücke und die Ab- und Auffahrten zur Unionstraße sollen für Radfahrende und Fußgängerinnen sicherer und baulich getrennt gestaltet werden. Begründet wird das mit einer großen Lücke im Linzer Radwegenetz, dem Mischverkehr auf einem stark befahrenen Abschnitt und den daraus entstehenden Gefahren sowie Irritationen. Als problematisch gilt auch die Unterführung in Untergaumberg, die für den Radverkehr als unzureichend beschrieben wird. Das zuständige Stadtregierungsmitglied soll sich beim Land Oberösterreich für die Realisierung der sicheren Infrastruktur einsetzen; die Kosten sollen im Budget umgeschichtet oder in künftigen Voranschlägen berücksichtigt werden. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben mehrstimmig ab, weil die Planungen laut Wortmeldung bereits weit fortgeschritten und die Umsetzung kurz vor Baubeginn sei.

Schlagwörter (10):radverkehrwestbrückeunionstraßelückenschlussverkehrssicherheitradwegausbaufußverkehrmobilitätinfrastrukturland oberösterreich
AntragstextEinblendenAusblenden
Vielen Dank, Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, im vorliegenden Antrag geht es um eine der größeren Lücken im Linzer Radwegenetz. Betreffend die Linzer Verkehrs- und Radpolitik gibt es zumindest einigermaßen das Commitment, dass man sich sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft auf Lückenschlüsse konzentrieren möchte. Mit diesem Antrag thematisieren wir eine große Lücke und zugleich auch eine der größeren Barrieren in Linz, nämlich die Westbahntrasse. Konkret geht es um den Weg von der Waldeggstraße über die Westbrücke Richtung Unionstraße, eine der Hauptverkehrsadern. Dieser Weg ist für Radfahrer*innen sehr schwer zurückzulegen. Warum? Der Grund ist, dass es dort keine baulich getrennte Infrastruktur zum Radfahren gibt und man sich daher in den Mischverkehr eingliedern muss. Das ist mühsam und gefährlich, weil der Abschnitt dort de facto als Autobahnzubringer dient. Dort herrschen signifikante Geschwindigkeitsunterschiede, wenn man sich mit dem Fahrrad fortbewegt und es kommt immer wieder zu Irritationen bei Autofahrer*innen, die Radfahrer*innen anhupen, weil sie glauben, dass diese auf die Autobahn auffahren möchten. Es ist also einigermaßen ungemütlich, dort mit dem Fahrrad zu fahren. Eine Alternative ist die Unterführung in Untergaumberg, die aber - wie wir auch wissen - vor einiger Zeit modifiziert worden ist und für Radfahrer*innen alles andere als ideal gelöst ist. Um diese Lücke zu schließen, hatten wir die Idee, diesen Antrag zu stellen, der zum Ziel hat, eine sichere, baulich getrennte Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zur Verfügung zu stellen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: Das für Mobilitätsangelegenheiten zuständige Stadtregierungsmitglied wird ersucht, sich beim Verkehrsreferenten des Landes Oberösterreich dafür einzusetzen, dass eine für Radfahrer*innen sichere Infrastruktur auf der Westbrücke sowie auf den Ab- und Auffahrten in beziehungsweise aus Richtung Unionstraße realisiert wird. Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Herr Klubobmann, ich teile die Bedenken und Vorschläge. Die aktuelle Situation bzw. der angesprochene Lückenschluss für Radfahrer*innen im Bereich zwischen Unionstraße und Westbrücke ist absolut nicht zufriedenstellend und verbesserungswürdig. Es handelt sich um keine sichere Situation für die Radfahrerinnen und Radfahrer, ganz im Gegenteil, es ist eine sehr gefährliche Situation. Genau vor diesem Hintergrund habe ich schon vor Monaten Gespräche mit Verkehrslandesrat Mag. Steinkellner gestartet, um eine gute Lösung für diesen Lückenschluss zu erreichen. Die Gespräche sind erfolgt, insofern ist der Antrag der Grünen-Gemeinderatsfraktion erledigt. Wir sind sogar schon deutlich weiter, die Planungen sind fortgeschritten, die Detailplanung liegt vor, es wurden sogar schon Vorarbeiten geleistet. Sehr bald wird auch die Umsetzung der Baumaßnahmen erfolgen. Wir sind knapp vor Baubeginn und warten noch auf die, für die Baumaßnahmen ideale Witterung. Insofern haben wir alles gemacht, was notwendig ist und stimmen - vor diesem Hintergrund - dem Antrag nicht zu, wenngleich wir die Intention teilen.

Danke für die Ausführungen, das ist natürlich sehr erfreulich und eine gute Nachricht für die Linzerinnen und Linzer.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrstimmig abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (9), NEOS (1)