Integrationsarbeit in Linz verbessern - gezielte Sozial- und Integrationsprojekte zur Einbindung wenig integrierter Zuwanderer-Gemeinschaften initiieren
K 12 · Fraktionsantrag · 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird, die Integrationsarbeit in Linz durch gezielte Sozial- und Integrationsprojekte für wenig integrierte Zuwanderer-Gemeinschaften zu verstärken. Im Mittelpunkt steht die bessere Einbindung dieser Gruppen in die gesellschaftliche Ordnung, das Rechtssystem und den Arbeitsmarkt. Als Begründung werden geringe Teilhabe, schwierige Integrationsverläufe und der Verweis auf einzelne Herkunftsgruppen genannt. Die Finanzierung soll durch Umschichtungen im Budget oder künftige Mittel erfolgen. Der Antrag wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt; eine Zuweisung an den Ausschuss für Finanzen und Integration fand ebenfalls keine Mehrheit.
AntragstextEinblendenAusblenden
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir haben diesen Antrag der FPÖ sehr kritisch gelesen. Uns ist bewusst, dass die angesprochene Problematik sehr diffizil ist und man hier differenziert darauf schauen muss. Vieles in der Integration funktioniert gut, wir wissen aber auch, dass es im Bereich Integration ein Wechselspiel von Fördern und Fordern geben muss. Dort wo es nicht gut funktioniert und wo es Mikrokonflikte gibt, aber auch dort wo es strukturelle Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund gibt, da muss man genauer hinschauen. Deshalb schlagen wir eine Zuweisung zum Ausschuss für Integration vor, um sich diesen Thematiken genauer widmen zu können und wir regen schon jetzt an, dass man im speziellen die Kindergärten und Schulen in dem Fokus nimmt.
Danke schön, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte noch kurz ein paar Punkte dieses Antrages aufgreifen. The first one, warum manche angeführten Communities eben nicht Teil des Migrations- und Integrationsbeirates (MIB) sind oder wie das zu Stande kommt, dass manche Vereine im MIB vertreten sind oder nicht, kann man ganz easy in der Satzung des MIB nachlesen, die, glaube ich, 2018 im Gemeinderat war und mehrstimmig angenommen worden ist. Da hat auch die FPÖ zugestimmt. Second Point, das Thema, gewalttätige Menschen müssen wir uns wirklich ernsthaft anschauen. Für mich ist es aber fraglich, wie sinnvoll hier Integrationsmaßnahmen sind, weil das ein Sicherheitsthema ist, da haben wir eine Person hier in diesem Raum, das ist der Sicherheitsstadtrat, der hier gefordert ist, tätig zu werden. Der dritte Punkt, die in diesem Antrag aufgezählten Communities stellen eine sehr heterogene Gruppe dar, die angeführte Statistik sagt, dass Tschetscheninnen und Tschetschenen am Arbeitsmarkt eben nur sehr mangelhaft eingegliedert sind, zu fünf Prozent. Die gleiche Statistik führt auch an, dass die erwähnte Gruppe der Syrer und Syrerinnen bei ca. 64 Prozent liegt. Das heißt, wir haben eine sehr heterogene Gruppe, wo man nicht einfach hergehen kann und ein ‚one system fits them all‘ anwenden kann, weil das einfach nicht funktionieren kann. Also in conclusion, Maßnahmen zur Förderung von Teilhabe aller Linzer und Linzerinnen sind definitiv wichtig und very important, aber der vorliegende Antrag, ‚haut‘ einfach alles zusammen. Hier kann einfach nichts Gutes herauskommen und deshalb werden wir uns bei diesem Antrag enthalten.
Danke für die Wortmeldungen, werte Kollegin, ich habe eine andere Statistik bei mir, die spricht von zwischen 30 und 40 Prozent die sich am Arbeitsmarkt beteiligen, aber das ist jetzt kein Thema. Wenn Sie aber den Sicherheitsstadtrat ansprechen – gebe ich nur zu wissen, dass wir für Linz keine Stadtpolizei haben. Wir sind noch nicht in der Lage und werden wahrscheinlich nie in der Lage sein, Sicherheitsprobleme dieser Art und Weise, wenn jemand blutig zusammengeschlagen wird, zu lösen. Das macht die Polizei und das Rechtssystem, das Innen- und Justizministerium, dass sich derzeit in Händen einer grünen Ministerin befindet. Wir sind einer Zuweisung sehr willig, dann wird es im Integrationsausschuss besprochen, wo ich auch sitze. Wir machen das sehr gerne, aber das liegt an der Mehrheit hier. Ich hoffe, das wird auch so beschlossen. Vielen Dank.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen SPÖ (20), Die Grünen (9), NEOS (2), LinzPlus (2) sowie bei Gegenstimmen der KPÖ-Fraktion (2) und Gemeinderat Brandstetter, WANDEL, mit Stimmenmehrheit abgelehnt.