Mobil im Alter; Pilotprojekt für Sitzgelegenheiten im Umfeld von Pflegeeinrichtungen für Senior*innen
N 11 · Fraktionsantrag · 34. Sitzung
Ergebnis:ausschuss verwiesen
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden soll ein Pilotprojekt für Sitzgelegenheiten im Umfeld von Pflegeeinrichtungen, um die selbstständige Mobilität älterer Menschen auf alltäglichen Wegbeziehungen zu stärken. Im Fokus steht das Franckviertel, weil dort mehrere städtebauliche Vorhaben, zwei Seniorinnenzentren und bereits Erfahrungen aus einem städtischen Wettbewerb zur altersgerechten Sitzmöblierung im öffentlichen Raum vorliegen. Als Begründung werden kurze Rastmöglichkeiten auf Wegen zu Nahversorgern, Haltestellen und sozialen Kontakten genannt; zugleich wird auf Beschattung und eine ressortübergreifende Planung des öffentlichen Raums verwiesen. Das Projekt soll gemeinsam mit relevanten Stakeholderinnen entwickelt und bei Erfolg auf weitere Senioren-Pflegeeinrichtungen ausgeweitet werden. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden; die Zuweisung an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung wurde einstimmig angenommen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (6)EinblendenAusblenden
„Danke Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, es steht schon sehr vieles im Masterplan drinnen. Damit die Bänke den beschriebenen Zweck erfüllen, brauchen sie zum Beispiel auch eine Beschattung. Deswegen finden wir es sinnvoll, ressortübergreifend zu arbeiten und sind für eine Zuweisung in den Ausschuss für Klima, Stadtgrün und Bildung. Danke.“
„Vielen Dank, sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleg*innen, lange mobil bleiben - auch als Bewohner*in eines Seniorenheimes - ist sehr erstrebenswert. Dafür das Umfeld mit Sitzgelegenheiten auszustatten ist eine gute Idee, ist aber keine neue. Im Antrag selbst wird auf den ‚Masterplan Gehen‘ verwiesen, der mehrfach diesen Aspekt aufzeigt. Derzeit ist ein ‚Gestaltungshandbuch ‚Öffentlicher Raum‘ in Ausarbeitung, welches im Rahmen des Innenstadtkonzeptes seitens der Abteilung Stadtplanung alle Themen der Straßenmöblierung berücksichtigt und auch relevante Teile des ‚Masterplan Gehen‘ im Hinblick auf diese Möblierung abdeckt. Der öffentliche Raum und dessen Gestaltung sollten daher gut konzipiert werden und auf einer zuverlässigen Grundlage basieren. Er sollte auch Synergieeffekte erzeugen, die einen Mehrwert für alle Bevölkerungsgruppen bringen. Senior*innen wollen nicht nur bewegt werden oder sich ausrasten. Die Gestaltung ist sehr relevant, weil sie ihnen die Teilhabe am ganz normalen Leben bietet, die sie oft vermissen. Es ist sehr sinnvoll, wie vorgeschlagen wurde, eine Zuweisung zum Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung zu machen, weil es sehr gut ist, diese Problematik oder dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Ich ersuche Sie daher um Zuweisung zu diesem Ausschuss. Ein Pilotprojekt könnte für alle als Vorbildwirkung und Erfahrungswert nützlich sein. Danke.“
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, auch wir können dieser Zuweisung etwas Wesentliches abgewinnen und werden uns daher dieser Zuweisung auch anschließen.“
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleg*innen, sehr geehrte Linzer*innen, eine gerechte Verteilung des öffentlichen Raums bedeutet auch, dass die Gestaltung der Wege so gedacht wird, dass diese von allen sicher und bequem genutzt werden können. Zudem sollten Beschattung und Bänke zum Passieren und Verweilen mitgedacht werden. 144 Das ist natürlich rund um Senior*innenzentren sehr sinnvoll, gerade auch im Zusammenhang mit dem ‚Masterplan Gehen‘ und dem Projekt im Franckviertel. Was für Senior*innen und Menschen, die mobil eingeschränkt sind, hilfreich ist - also mehr Mobilität und Teilhabe in der Gesellschaft ermöglicht -, macht die Stadt auch für Familien mit Kindern zugänglicher. Das trägt zu einem lebenswerten Linz für uns alle bei. Danke für diesen Antrag.“
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Clemens Brandstetter, liebe Senior*innen, wir unterstützen diesen Antrag ausdrücklich, weil er ein Symptom aufzeigt, das wir seit Jahren kennen: Stadtplanerische Fehlentscheidungen, die dazu führen, dass Menschen, die besonders viel Kontakt und Betreuung brauchen, nicht in das städtische Gefüge eingebunden sind. Schauen wir uns einmal den Standort der Pflegeeinrichtung an. Östlich grenzt die Liebigstraße an die Kasernenfläche, westlich befinden sich die Prüfstelle und Betriebe, dazu eine Tankstelle. Es gibt wenig Orte, die schlechter für ein Senior*innenheim geeignet sind als dieser. Wenn Senior*innen zu Fuß zum Südbahnhofmarkt wollen, sind es ungefähr 800 Meter bis ein Kilometer und zum nächsten Supermarkt 500 Meter. Kurz gesagt, dieses Senior*innenheim ist komplett am Rand und komplett ab vom Schuss. Jetzt stehen wir da und müssen reparieren, was wir in den letzten Jahren verbockt haben. Sitzgelegenheiten sind sehr wichtig, aber sie sind bereits Reparaturmaßnahmen, weil die Grundstruktur nicht stimmt. Die eigentliche Frage lautet: Wie wollen wir in Zukunft mit älteren Menschen umgehen? Die nächste Chance ergibt sich durch den Umbau der Ebelsberg-Kaserne. Hier müssen betreutes Wohnen und Wohngemeinschaften für Senior*innen hineingestreut werden. Kleine Cluster, echte Nachbarschaften mit kurzen Wegen zu Nahversorgung, Haltestellen, Ärzt*innen und Begegnungsräumen. Das ist die Zukunft, dort müssen wir hin. Der heutige Antrag ist ein erster kleiner und wichtiger Schritt. Wir stimmen dem Antrag zu.“
„Herzlichen Dank für die grundsätzlich positiven Rückmeldungen. Ich glaube, das ist ein gesellschaftlich relevantes Thema. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde werde ich jetzt nicht mehr weiter ausholen. Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mitnehmen und das Pilotprojekt dann tatkräftig in die Umsetzung bringen. Dankeschön.“
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: ausschuss verwiesen
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung wird einstimmig angenommen.