Verbesserung der Punktlichkeit im Regionalbusverkehr in Linz

G 6 · Fraktionsantrag · 28. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

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Geprüft werden sollte ein Maßnahmenpaket zur Beschleunigung des Regionalbusverkehrs im Bereich Kaisergasse und Untere Donaulände, um die Punktlichkeit in den Stoßzeiten zu verbessern. Im Mittelpunkt standen regelmäßige Verspätungen von fünf bis zehn Minuten und die hohe Bedeutung dieser Strecke für den ins Mühlviertel führenden Busverkehr. Als Begründung wurden die Verlässlichkeit des öffentlichen Verkehrs, bessere Anschlüsse und eine attraktivere Alternative zum Individualverkehr genannt. Eine schnellere Abwicklung sollte auch Staus, Abgase und Lärmbelastungen verringern. Der Vorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Schlagwörter (10):regionalbusverkehrpunktlichkeitöffentlicher verkehrmobilitätstoßzeitenstaubelastungverkehrsflussmühlviertelklimaschutzindividualverkehr
AntragstextEinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, liebe Zusehende, dies ist wieder ein Antrag von uns zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs. Im öffentlichen Verkehr ist es entscheidend, dass die Verkehrsmittel verlässlich und pünktlich sind. Fahrgäste sollten darauf vertrauen können, dass der Regionalbus oder der städtische Linienbus fahrplanmäßig an der Ausgangshaltestelle eintrifft und am Zielort pünktlich ankommt – und auch darauf, dass die Anschlüsse zuverlässig laut Fahrplan erreicht werden. Das ist besonders lästig, wenn es nicht passiert. In Linz stehen insbesondere die Busse des Regionalverkehrs während der Stoßzeiten häufig im Stau. Ein besonders kritischer Abschnitt ist hierbei der Regionalbusverkehr auf der Strecke Dinghoferstraße - Kaisergasse - Untere Donaulände und Nibelungenbrücke. Hier treten während des Abendverkehrs regelmäßig Verspätungen von 5 bis 10 Minuten und teilweise auch mehr auf. Zudem ist dieser Abschnitt besonders bedeutend, da darüber ein Großteil des ins Mühlviertel geführten Busverkehrs verläuft. Ich möchte betonen, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Punktlichkeit nicht nur den Fahrgästen, den Pendlerinnen und Pendlern, sondern auch der Linzer Bevölkerung zugutekommen. Zuverlässiger öffentlicher Verkehr macht den Umstieg attraktiver, reduziert den Individualverkehr und trägt somit zur Verringerung von Staus, Abgasen und Lärmbelastungen bei. Das ist ein Vorteil für alle. Deshalb stellen wir diesen Antrag. Ich bitte um Annahme.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der für Mobilität zuständige Vizebürgermeister möge in Zusammenarbeit mit dem Oberösterreichischen Verkehrsverbund ein Maßnahmenpaket ausarbeiten, um den Regionalbusverkehr im Bereich Kaisergasse und Untere Donaulände in den Stoßzeiten zu beschleunigen und die Punktlichkeit zu erhöhen. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Geschätzter Kollege Roth-Schmida, der von dir angesprochene Bereich in der Kaisergasse und zur Unteren Donaulände stellt tatsächlich ein Problem dar. Wie du angesprochen hast, kommt es dort in den Abendstunden immer wieder zu Stau. Hier den Individualverkehr hinten anzureihen und vielleicht eine Busspur zu planen, würde das noch viel mehr beeinträchtigen und der Stau würde wahrscheinlich bis zur Autobahn oder bis nach Wels zurückgehen. Das würde dort nichts verbessern. Der Straßenquerschnitt lässt es auch nicht zu, eine Busspur zu planen. Alles andere ist in diesem Bereich nicht möglich. Wir begrüßen allerdings auch, wenn der öffentliche Verkehr pünktlich kommt. Das ist bei manchen Strecken oder Wegrouten einfacher, aber in diesem Bereich gibt es unserer Ansicht nach keine wirkliche Lösung. Deshalb werden wir uns in diesem Punkt enthalten.

Danke, ich habe erwartet, dass das so ausgehen wird. Ich muss sagen, das ist doch enttäuschend, aber natürlich auch bezeichnend. Deshalb bleibe ich bei meiner Grundfeststellung - Linz ist eine Autostadt. Wenn man wirklich etwas für die Klimaziele und für einen besseren Mobilitätsmix tun will, dann muss man nicht nur dafür sorgen, dass der öffentliche Verkehr attraktiver wird, sondern dass das Auto nicht mehr so viel genutzt wird. Ich habe gar nicht von Busspuren gesprochen. Das wäre natürlich großartig, aber ich weiß, dass es schon in der Planung nicht durchgehen würde. Aber zumindest über alternative Streckenführung, über Busschleusen, über andere Maßnahmen, die vielleicht etwas besser machen, hätte man sehr wohl reden können. Wir sollten darüber diskutieren und nicht nur immer teure Prestige-Lösungen für den öffentlichen Verkehr planen und finanzieren. Wir könnten, wenn wir wirklich wollten, kurzfristige und ganz wirksame Lösungen angehen. Diese würden nicht viel kosten, aber sehr viel bringen. Wir nehmen das zur Kenntnis. Da das Prinzip unserer Partei natürlich das Prinzip Hoffnung ist, werden wir da weiter dranbleiben.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (10), FPÖ (7), NEOS (2), MFG (2)