Konsumfreien Aufenthaltsraum für Familien schaffen

L 6 · Fraktionsantrag · 16. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll ein konsumfreier, witterungsgeschützter Aufenthaltsraum für Familien mit Kindern im Stadtzentrum nach dem Vorbild des 2009 betriebenen „Kinderpunkts“. Der Raum soll eine Anlaufstelle zum Verweilen mit entsprechender Infrastruktur bieten und als Aufwertung der Innenstadt dienen. Als Begründung werden die frühere starke Nutzung, die positive Resonanz und die Belastung von Familien durch gestiegene Kosten genannt. Die Finanzierung soll durch Umschichtung im Budget oder in künftigen Voranschlägen berücksichtigt werden. Die Zuweisung an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (10):familienkonsumfreier aufenthaltsrauminnenstadtkinderpunktbarrierefreiheitinklusionstadtplanungbudgetaufenthaltsqualitätteuerung
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Gemeinderätin Straßer-Kreisel, MA MEd berichtet über den von der Grünen-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag ## L 6 Konsumfreien Aufenthaltsraum für Familien schaffen und führt aus: „Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, liebe Kolleg*innen, werte Zuseher*innen, es geht hier um einen Antrag, den wir bereits vor einem Jahr gestellt haben – nämlich um einen konsumfreien, witterungsgeschützten Aufenthalts- und Wohlfühlort. Diesen Wohlfühlort hat es bereits 2009 im Kulturhauptstadtjahr gegeben, leider ist er damals nicht mehr weitergeführt worden. Die SPÖ-Fraktion hat sich vor einem Jahr der Zustimmung enthalten. Begründet wurde das damit, dass sich die City Management Linz GmbH dieser Thematik annehmen soll, da diese zum Zweck der Attraktivierung der Innenstadt gegründet worden sei. Mittlerweile ist die City Management GmbH jedoch aufgelöst worden und kann sich nicht mehr um die Schaffung eines konsumfreien Aufenthaltsraumes für Familien in der Innenstadt kümmern. Wir sind aber nach wie vor der Ansicht, dass eine solche Einrichtung eine wichtige Aufwertung für die Innenstadt bedeuten und entsprechend gut angenommen werden würde. Letzteres hat auch das Kulturhauptstadtjahr gezeigt, damals haben zirka 17.000 Besucher*innen den „Kinderpunkt“ genutzt. Am Hauptplatz gelegen, hat die Einrichtung Familien mit Kindern einen Ort der Entspannung und des Austausches geboten. Vor der Schließung haben rund 1.000 Personen eine Unterschriftenaktion für den Fortbestand unterzeichnet. Leider wurde trotz dieser positiven Resonanz dieses Projekt im Anschluss an das Kulturhauptstadtjahr nicht weitergeführt. Gerade in der aktuellen Zeit, wo auf Grund der gestiegenen Kosten in nahezu allen Lebensbereichen vor allem Familien von Teuerungen stark betroffen sind, sind wir überzeugt, dass das Konzept des „Kinderpunkts“ nach wie vor ein sehr aktuelles ist. Ein konsumfreier Rückzugsraum im Zentrum der Stadt wäre daher wünschenswert. Wir möchten daher erneut anregen, eine zentral gelegene Anlauf- und Aufenthaltsstelle wie 2009 mit dem „Kinderpunkt“ zu realisieren und dauerhaft einzurichten. Wir stellen daher folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: 520 521 'Der Stadtsenat wird ersucht, ein Konzept zu prüfen, das wie das 2009 erfolgreich umgesetzte Projekt ‚Kinderpunkt‘ zum Ziel hat, eine im Stadtzentrum gelegene Anlaufstelle für Familien mit Kindern bereitzustellen. Diese soll einen Raum zum konsumfreien Verweilen inklusive entsprechender Infrastruktur bieten. Die Bedeckung anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.' Wir ersuchen um Zustimmung.
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Der Stadtsenat wird ersucht, ein Konzept zu prüfen, das wie das 2009 erfolgreich umgesetzte Projekt ‚Kinderpunkt‘ zum Ziel hat, eine im Stadtzentrum gelegene Anlaufstelle für Familien mit Kindern bereitzustellen. Diese soll einen Raum zum konsumfreien Verweilen inklusive entsprechender Infrastruktur bieten. Die Bedeckung anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Kollegin Straßer-Kreisel, danke für das Einbringen dieses schönen Antrages. Wir möchten noch gerne etwas ergänzen: dieser ‚Kinderpunkt‘ muss inklusiv sein. Es braucht nicht nur Wickelkommoden für Säuglinge und Kleinkinder, sondern beispielsweise auch Wickelkommoden für ältere Kinder mit Behinderung. Es braucht Spielmöglichkeiten, die mit Rollstuhl zu erreichen sind und es braucht Angebote, die die Wahrnehmung und die Sinne fördern, das kommt ja auch den gesunden Kindern zugute. Kürzlich hat das zuständige UN-Gremium Österreich wegen grober Versäumnisse im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit gerügt – wie in beinahe allen Jahren davor auch. Insofern zeigen wir mit diesem Projekt, dass Linz Barrierefreiheit kann. Wir stimmen diesem Antrag gerne zu.

Sehr geehrte Damen und Herren, auch wir finden diesen Antrag super und bedanken uns fürs Dranbleiben. Ich möchte anregen, dieses Anliegen ins Innenstadtkonzept aufzunehmen und ich denke, dass das auch ein guter Impuls für den Bereich der südlichen Landstraße sein könnte. Wir werden zustimmen. Danke schön.

Liebe Frau Vizebürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, vielen Dank für die wiederholte Einbringung dieses Antrages, nachdem es die City Management Linz GmbH nicht mehr gibt. Vielen Dank für die guten weiteren ergänzenden Ideen zu diesem Konzept. Das alles zielt darauf ab, dass es gut situiert sein muss, gut diskutiert sein muss und auch entsprechend in der Innenstadt verortet sein soll. Um diesen Vorschlag intensiv prüfen und genau planen zu können, schlage ich vor, diesen Antrag dem Ausschuss Planung und Liegenschaften zuzuweisen um die Umsetzung dieses konsumfreien Aufenthaltsraumes im Innenstadtkonzept zu verankern und dementsprechend optimal zu positionieren. Vielen Dank.

Vielen Dank für die zustimmenden Worte, danke auch für die Zuweisung. Ich hoffe allerdings, dass diese Idee des ‚Kinderpunktes‘ dort wirklich ernsthaft diskutiert wird und die Anregungen der Kolleg*innen aufgenommen werden. Ich bedanke mich für die Zustimmung zur Zuweisung an den Ausschuss. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wird einstimmig angenommen.