Schulen für Fort- und Weiterbildungen für Pädagog*innen öffnen – Resolution

L 13 · Fraktionsantrag · 13. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Gefordert wird die Öffnung geeigneter Schulen in Linz für Fort- und Weiterbildungen von Pädagoginnen in den Abendstunden und an Wochenenden. Begründet wird dies mit dem Platzmangel bei den pädagogischen Hochschulen und mit dem Bedarf an schulübergreifenden Veranstaltungen, für die Volks- und Sonderschulen oft nicht die passenden Räumlichkeiten bieten. Als besonders geeignet werden wegen ihrer Infrastruktur Mittelschulen genannt; Bundesschulen wären zwar ebenfalls passend, liegen aber nicht in der Zuständigkeit der Stadt Linz. Die Bildungsdirektion Oberösterreich soll sich daher mit den jeweiligen Schulerhalterinnen abstimmen, um eine Nutzung außerhalb des regulären Unterrichts zu ermöglichen. Die Resolution wurde mehrheitlich abgelehnt.

Schlagwörter (10):fortbildungweiterbildungpädagogikschulräumeplatzmangelbildungsdirektionmittelschulenschulinfrastrukturabendschulenwochenendnutzung
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderätin Straßer-Kreisel, MA, MEd berichtet über den von der Grünen-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag L 13 Schulen für Fort- und Weiterbildungen für Pädagog*innen öffnen – Resolution und führt aus: „Eingebettet zwischen zwei sehr emotionsgeladenen Anträgen komme ich jetzt trotzdem zu meiner Resolution. Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Kollegen und Kolleginnen, werte Zuseher*innen, die Pädagogische Hochschule Oberösterreich und die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz bieten ein vielfältiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen für Pädagog*innen. Dieses umfangreiche Programm geht mit einem entsprechenden Platzbedarf einher, der aktuell nur unzureichend gegeben ist. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, über die Hochschulen schulübergreifende Fortbildungen abzuhalten. Gerade Volks- und Sonderschulen bieten oft nicht die geeigneten Räumlichkeiten. Klassenzimmer sind für Kinder bis zehn Jahren eingerichtet. Zusätzliches Raumangebot für Veranstaltungen gibt es selten. Daher sind rasch umsetzbare Maßnahmen wünschenswert, um dem zunehmenden Platzmangel im Zusammenhang mit Fort- und Weiterbildungsangeboten für Pädagog*innen erfolgreich zu begegnen. Eine Möglichkeit dazu wäre die Öffnung von Schulgebäuden in den Abendstunden bzw. an den Wochenenden. Aufgrund der bestehenden Infrastruktur und der räumlichen Ausstattung würden sich Bundesschulen sowie Mittelschulen besonders gut dafür eignen. Erstere befinden sich aber nicht in der Zuständigkeit der Stadt Linz. Um eine Öffnung der Schulen außerhalb des regulären Unterrichts zu ermöglichen (wie es auch bei der Nutzung von Turnhallen gemacht wird) wäre es daher sinnvoll, wenn sich die Bildungsdirektion Oberösterreich mit den entsprechenden Schulerhalter*innen koordinieren würde. Der Gemeinderat beschließe daher folgende Resolution: ‚Die Verantwortlichen der Bildungsdirektion Oberösterreich werden ersucht, in Absprache mit den verschiedenen Schulerhalter*innen eine Öffnung von geeigneten Schulen in Linz für Fort- und Weiterbildungen für Pädagog*innen in den Abendstunden bzw. an den Wochenenden zu ermöglichen.‘ Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden. Danke.“
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Die Verantwortlichen der Bildungsdirektion Oberösterreich werden ersucht, in Absprache mit den verschiedenen Schulerhalter*innen eine Öffnung von geeigneten Schulen in Linz für Fort- und Weiterbildungen für Pädagog*innen in den Abendstunden bzw. an den Wochenenden zu ermöglichen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Lucia, du als Schulleiterin und Referentin an der privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und somit an der Quelle Sitzende solltest eigentlich wissen, dass es das Angebot, das du jetzt so ausführlich aufgelistet hast, schon gibt. Das existiert schon. Ich frage mich, ob es zu dieser Resolution genaue Daten, Zahlen und Fakten gibt, dass z. B. die Seminarräume auf den Pädagogischen Hochschulen nicht genutzt werden. Wenn man z. B. mit den Fort- und Weiterbildungsinstituten an beiden Pädagogischen Hochschulen in Kontakt tritt, sagen sie, dass das ein absoluter Blödsinn ist und es genug Räumlichkeiten gibt und eben auch Schilfs und Schülfs die du angesprochen hast. Für alle, die die Begrifflichkeiten nicht kennen, man spricht von schulinternen Fortbildungen oder schulübergreifenden Fortbildungen, wo sich Schulen sogar zusammentun, um die optimalen Räumlichkeiten zu nutzen. Da wären wir schon bei der nächsten Möglichkeit: Man mietet sich in eine Schule ein, wenn es eine mediale Ausstattung zu einem Spottpreis gibt, in Zeiten wie diesen. Außerdem gibt es verschiedene Vernetzungstreffen von Fachgruppen. Wenn du ein Fortbildungsangebot am Wochenende ansprichst, kann man sich in ein Seminarhotel einmieten. Wir wissen alle oder zumindest wünschen wir uns das für die Schülerinnen und Schüler, dass man den Lernort öffnet und einmal außerhalb der Räumlichkeiten wohin geht. Ich glaube, uns ist allen bekannt, dass die guten Gespräche außerhalb vom Seminarraum stattfinden. Zu guter Letzt möchte ich noch auf das Online-Angebot hinweisen, der Trend geht ganz klar in diese Richtung, das wird von Lehrerinnen und Lehrern genutzt. Es gibt an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL), die du eben ansprichst, tausende Anmeldungen für Fortbildungsangebote, die online stattfinden. Die Lehrenden schätzen das, man muss nicht an einen bestimmten Ort fahren, sondern kann das gemütlich von zu Hause, von der Couch aus, mitverfolgen. Nach der Pandemie gibt es verschiedene Möglichkeiten Teilnehmer*innen einzubinden. Letztendlich, da sind wir auch schon wieder beim Thema Nachhaltigkeit und Auto, ist auch keine Parkplatzsuche notwendig. Fakt ist, dass es all das schon gibt und deswegen ist der Antrag für uns sinnlos, wir enthalten uns. Danke schön.

Gerade als Lehrgangsleiterin und als Referierende an den Hochschulen, nämlich auf beiden Hochschulen, weiß ich sehr wohl von einem Platzmangel. Wir wurden auch immer wieder selbst ausquartiert bzw. haben Seminarleiter*innen nicht die Bedingungen vorgefunden, die sie gerne hätten. Außerdem gibt es oft keine Finanzierung dafür Seminare an Seminarhotels abzuhalten.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (22), ÖVP (10), FPÖ (9), NEOS (2) und Gemeinderätin Schachner von MFG mit Stimmenmehrheit abgelehnt.