Kühlung und Hitzeschutz für Pflegeheime
L 17 · Fraktionsantrag · 16. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird eine rasche Kühlung und Beschattung in Linzer Langzeitpflegeeinrichtungen für Seniorinnen und Senioren, um Bewohnerinnen und Bewohner vor gesundheitlichen Schäden durch Hitze zu schützen. Begründet wird das mit der besonderen Gefährdung älterer Menschen durch Hitzewellen, Tropennächte, Dehydrierung und die erschwerten Möglichkeiten der Pflege, für ausreichende Abkühlung und Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Zusätzlich sollen die fachliche Beratung und die Kosten der Maßnahmen bei der Budgeterstellung berücksichtigt werden, weil die Häuser diese Ausgaben nicht selbst tragen können. Der Vorschlag wurde abgelehnt; mehrere Fraktionen enthielten sich, während auf das bestehende Klimawandelanpassungskonzept und bereits laufende Investitionen verwiesen wurde.
AntragstextEinblendenAusblenden
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, liebe Renate, ja das ist ein Thema, das einerseits sehr ernst zu nehmen ist und andererseits - natürlich, wie wir wissen - an die Auswirkungen des Klimawandels gekoppelt ist. Unter anderem aus diesem Grund haben wir im Juni des heutigen Jahres das Klimawandelanpassungskonzept ‚Zukunft Linz‘ mit einem sehr konkreten Aktionsprogramm beschlossen, das verschiedene Maßnahmen enthält. Eine dieser Maßnahmen, nämlich die Maßnahme 9 nennt sich ‚Ermittlung thermisch belasteter Krabbelstuben, Kindergärten, Horte, Schulen und Seniorenzentren sowie die Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Sanierung‘. Genau da geht es um Umsetzungsaktionen, in der sowohl die Immobilien Linz GmbH, als auch die Seniorenzentren Linz GmbH ersucht werden, im Stadtgebiet öffentliche Gebäude zu identifizieren, die Defizite in klimaresilienter bzw. klimawandelangepasster Bauweise aufweisen. Daraus folgend soll für diese Gebäude und deren Freibereiche ein Plan zur Sanierung erarbeitet werden. Das heißt, es ist Beschlusslage, dass Maßnahmen in diesem Bereich einzuleiten sind. Und nachdem wir diesen Beschluss natürlich ernst nehmen, ist aus unserer Sicht auch die Absicht dieses Antrags erfüllt. Aus dieser Sicht enthalten wir uns bei diesem Antrag.
Ich darf mich auch auf dieses Anpassungskonzept ‚Zukunft Linz‘ beziehen, das ganz wesentlich und wichtig ist. Aber ich darf auch darüber informieren, dass das Thema Hitzeschutz einerseits für die Bewohner*innen und andererseits natürlich auch für die Beschäftigten, nicht erst mit dieser Beschlussfassung im Gemeinderat bei den Geschäftsführungen der Seniorenzentren, sondern schon lange, Thema ist. Insofern gibt es auch immer wieder die entsprechenden Beschlüsse in den Wirtschaftsplänen, Investitionen vorzusehen, um Verbesserungen und Maßnahmen treffen zu können. Das passiert jetzt nicht erst ab dieser Beschlussfassung, sondern schon im Vorfeld, das ist also eine Aufgabe, die bereits erfüllt ist und deswegen wird sich auch die SPÖ bei diesem Antrag enthalten.
Danke schön für die Wortmeldungen, ich verstehe die Grünen nicht ganz, wenn sie die Dringlichkeit, dass wir die Seniorenzentren klimaertüchtigen, nicht verstehen. Frau Mag.ª Schobesberger hat vorher selbst gesagt, dass es ständig heißer wird. Für den menschlichen Körper ist das gesundheitsbelastend und gefährlich. Sie hat sogar bei der Herz-Jesu-Kirche einen Hotspot identifiziert, wo z. B. der Sonnenhof Lenaupark in der Nähe ist. Es geht darum, die Heime jetzt in den Fokus zu nehmen. Kindergärten, Schulen und Horte sind natürlich auch belastet, jedenfalls einige von denen. Aber dort ist wenigstens im Sommer ein bisschen weniger Betrieb, wohingegen die alten Leute in den Heimen nie hinauskommen und immer belastet sind. Ich weiß, dass das alles ganz lang dauert, weil ich im Seniorenzentrum Hillinger in Urfahr gearbeitet habe. Dort ist vor sieben Jahren schon, von einem umsichtigen Heimleiter, die Idee geboren worden, dass man eine Außenbeschattung macht, weil das Heim sehr hitzebelastet ist. Ich habe erfahren, dass jetzt ein Budget vorhanden ist und jetzt die Planung losgeht, um dort eine Beschattung zu machen. Insofern bitte ich noch einmal um Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (22), Die Grünen (8), FPÖ (9), NEOS (2), Gemeinderat Dipl.-Ing. Dr. Obermayr von MFG, KPÖ (2) und Gemeinderat Brandstetter, WANDEL mit Stimmenmehrheit abgelehnt.