Erneuerung der elektromaschinellen und sicherheitstechnischen Ausstattung des Mona-Lisa-Tunnels samt Begleitmaßnahmenprojekt maximal 9,792.000 Euro sowie max. 300.000 Euro für Begleitmaßnahmenprojekt, Genehmigung einer Kreditüberschreitung
C 1 · Stadtsenatsantrag · 7. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGenehmigt wurde die Erneuerung der elektromaschinellen und sicherheitstechnischen Ausstattung des Mona-Lisa-Tunnels zur Aufrechterhaltung eines sicheren und gesetzeskonformen Betriebs der Umfahrungsstraße Ebelsberg. Dafür wurden Mittel von maximal 9,792.000 Euro samt Reserve sowie ein Begleitmaßnahmenprojekt mit bis zu 300.000 Euro beschlossen. Begründet wird die Maßnahme mit der notwendigen technischen Anpassung und der Anbindung an die Tunnelüberwachungszentrale des Landes Oberösterreich; zugleich wird auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen während der dreimonatigen Sperre hingewiesen. Zusätzlich wurde eine Kreditüberschreitung von 300.000 Euro genehmigt und die Erstellung eines Begleitmaßnahmenpakets zur möglichst geringen Verkehrsbelastung vorgesehen. Außerdem soll mit dem Land Oberösterreich über eine maximale Co-Finanzierung verhandelt werden.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Stadtsenat, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir enthalten uns hier der Stimme. Wir betrachten diese plötzliche Ausgabe als Missmanagement. Wie bei jedem Haus hätten unseres Erachtens Rücklagen gebildet werden müssen. Die Reparaturen und Erneuerungen waren bei diesem Bauwerk, das extrem intensiv genutzt wird, leicht vorhersehbar. Jetzt wird so getan als käme das überraschend oder plötzlich, das können wir nicht nachvollziehen. Grundsätzlich sehen wir bei dieser Ausgabe oder bei diesem Projekt die Nachteile des Public-Privat-Partnership-Modells (PPP-Modell). Anstatt Infrastruktur selbst zu bezahlen, was natürlich am Anfang weh tut, werden die Ausgaben wie beim Leasing nach hinten verschoben und die städtische Bilanz geschönt. Am Ende kommt uns alles teurer, das sieht man hier wieder. Damit ernten wir heute die teuren Früchte von früheren Fehlentscheidungen. Von unserer Seite gibt es eine klare Enthaltung.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucherinnen und Besucher auf der Galerie, Straßenbauprojekte kosten viel Geld, vor allem, wenn die öffentliche Hand oder die Stadt Linz alleine dafür aufkommen muss. Noch dazu, wo das Finanzierungsmodell - Lorenz Potocnik hat es schon gesagt - ein PPP-Modell ist. Die KPÖ hat sich grundsätzlich immer gegen dieses Straßenbauprojekt und gegen die Finanzierung durch sogenannte Public-Privat-Partnership ausgesprochen. Ich habe unsererseits zwei Stellungnahmen aus der Vergangenheit herausgesucht. Wir haben bereits 1995 angesichts der öffentlichen Unfinanzierbarkeit der Umfahrung festgestellt, dass die Stadt den Beschluss von 1993 zurücknehmen und andere verkehrspolitische Lösungen forcieren soll. 2011 haben wir bei einer Gemeinderatsanfrage gesagt, dass die Umfahrung Ebelsberg ebenso wie andere PPP-Vorhaben zeigt, dass Projekte der öffentlichen Infrastruktur nicht den Banken überlassen werden dürfen, sondern von den jeweiligen Gebietskörperschaften selbst durchgeführt werden sollen. Genauso hat das nämlich auch der Rechnungshof unmissverständlich festgestellt hat. Wir bleiben bei unserer Linie und sehen uns leider bestätigt. Wir stimmen auch gegen diesen Antrag. Danke.
Wie wir ohne Mona-Lisa-Tunnel dastehen würden, kann sich jeder selber ausmalen. Ganz im Gegenteil, man hätte sich wohl zum damaligen Zeitpunkt überlegen sollen, eine zweite Tunnelröhre gleich mit zu bauen. Aber eines ist richtig, die Budgets werden auch heute noch durch den Bau von damals belastet. Auch wenn ich für das, was in der Vergangenheit passiert ist, nicht Verantwortung trage, kann ich manches so nicht stehen lassen. Man hatte die Tunnelgüteklassen betreffend die Sicherheitsvorkehrungen, die nun entsprechend schlagend werden, nicht voraussehen können. Zum Beispiel muss jetzt auf Grund der Vorschriften eine Sprinkleranlage nachinstalliert werden. Das ist zwar nicht der technisch korrekte Ausdruck, aber im Großen und Ganzen kann man sich das so vorstellen, dass man entsprechend der Tunnelgüteklassen Vorkehrungen treffen muss, dass bei einem Brand im Tunnel automatisch gelöscht wird. Solche Vorkehrungen sind rechtlich notwendig und daher heute mit diesem Beschluss abgedeckt. Sonst käme es nämlich zu einer ersatzlosen Sperre des Tunnels. Das möchten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern des Linzer Südens nicht zumuten. Herr Dipl.-Ing. Dr. Obermayr, leider ist die Rednerliste schon geschlossen, aber wir können uns über diesen Tagesordnungspunkt zum Mona-Lisa-Tunnel, sicher noch nach der Sitzung unterhalten. Bitte um Zustimmung und vielen herzlichen Dank.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der LinzPlus-Fraktion (2), sowie bei Gegenstimmen der KPÖ-Fraktion (2) und Gemeinderat Brandstetter, WANDEL, mit Stimmenmehrheit angenommen.