Vom Schandfleck zum Schmuckstück - Für einen schöneren Heizturm - Resolution
L 15 · Fraktionsantrag · 30. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird die gestalterische Verschönerung des Fernheizturmes in der Schumpeterstraße in Linz/Dornach durch die LINZ AG. Der 25 Meter hohe Betonbau steht neben einem Spielplatz und hinter einem Seniorenheim; als mögliche Maßnahmen werden eine optische Aufwertung oder Begrünung genannt. Befürwortet wird die Idee als Chance für ein Stadtteilprojekt und mit Verweis auf Beispiele aus anderen Städten, während dagegen eingewendet wird, dass der Turm keine aktuelle Betriebsanlagengenehmigung habe und Nachnutzungsüberlegungen der LINZ AG nicht verzögert werden sollten. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Der Gemeinderat lehnte den Vorstoß mehrheitlich ab.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, Michael Rosenmayr, mir gefällt der Turm nackt am besten - eigentlich so, wie er jetzt ist. Aber das tut ja nichts zur Sache. Die Idee ist gut und okay, auch wenn wir den Turm nicht als Schandfleck empfinden, sondern als Zeichen seiner Zeit. Das war damals so - Beton, Brutalismus und so weiter. Aber wir sehen die Chance, mit diesem Projekt ein schönes Stadtteilprojekt zu machen, wie du das auch beschrieben hast. Deswegen stimmen wir zu.
Sehr geehrter Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, was haben die Beispiele, die die ÖVP in ihrem Antrag genannt hat, alle gemeinsam? Sie sind noch funktionell und in Betrieb. Das ist der Unterschied zu diesem Heizturm, der in den Jahren 1965/1966 errichtet worden ist. Weder dieser Heizturm noch die Anlage dort haben eine aktuelle Betriebsanlagengenehmigung und werden diese auch in Zukunft nicht erhalten. Deswegen gibt es bereits Nachnutzungsüberlegungen seitens der LINZ AG. Jede Behübschung oder jede Maßnahme würde diese Planungen nach hinten schieben. Ich glaube auch, dass es nicht notwendig ist, da weder Funktionalität noch Nutzen des Turms gegeben sind und er keine Zukunft hat. Insofern werden wir als Sozialdemokratie diesen Antrag nicht unterstützen.
Danke, ich habe es gehört. Es ist natürlich schade, ich habe ja auch die Stellungnahme gestern zur Kenntnis gebracht bekommen. Gleichzeitig sage ich, dass so schon immer wieder argumentiert wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass man direkt mit der LINZ AG darüber gesprochen hat. Ich nehme an, dieser Turm wird noch fröhliche Urständ feiern. Lorenz Potocnik, danke für deine Zustimmung. Ich finde auch, dass man dort ein Stadtteilprojekt machen könnte, auch wenn ich nicht unbedingt wissen wollte, was du alles nackt schöner findest. Aber ‚Brutalbeton‘ ist natürlich architektonisch etwas, das durchaus auch bekannt ist.
Es würde mir selbst leidtun, wenn der Turm fallen würde und etwas anderes dort hingebaut werden würde. Immerhin habe ich 13 Jahre aus meinem Kinderzimmer direkt auf diesen Turm geschaut. Aber so ist das mit der Zeit, Dinge ändern sich. Ich bin auch nicht mehr 13 Jahre alt und auch der Turm oder das Grundstück werden eine andere Nutzung durch die LINZ AG erfahren. Dort wird etwas anderes errichtet, wahrscheinlich eine Fernkältezentrale oder etwas in diese Richtung. Das muss man sich dann ansehen. So gesehen appelliere ich noch einmal, darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, einen Turm zu behübschen, wenn er nachher abgerissen wird. Das kann man aber auch zum Happening machen.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (18), Die Grünen (8), NEOS (2), ehem. MFG (2), Gemeinderat Brandstetter