Wasserspielplatz für die Neue Heimat
P 3 · Fraktionsantrag · 22. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden sollte die Errichtung eines Wasserspielplatzes nach Wiener Vorbild im Laskahof Park in der Neuen Heimat. Der neue Spielbereich sollte mit Kleinkinderzone, Ruhezone und Sonnenschutz das sichere und altersgerechte Spielen ermöglichen und zugleich soziale Kontakte sowie Integration im Stadtteil fördern. Als Begründung wurde angeführt, dass Kinder dort spielerisch Wasser und Naturphänomene kennenlernen und die Lebensqualität im Grätzl steigen könnte. Dem Vorhaben wurde entgegengehalten, dass der Park bereits gut mit Spiel- und Sportangeboten ausgestattet sei und für Planung, Errichtung und Erhaltung erhebliche Kosten anfallen würden. Der Antrag wurde mehrstimmig abgelehnt.
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Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Kleinkinder und Ruhezonen ein komplexes Thema sind. (Heiterkeit) Aber vielleicht kann das Frau Vizebürgermeisterin Hörzing lösen.
Danke Herr Bürgermeister, werte Damen und Herren, werter Herr Kollege Naderer, wir sehen das grundsätzlich auch so. Kinder gehören beim Spielen raus, raus an die frische Luft, raus auf die Spielplätze. Dort sollen sie herumtollen und dort sollen sie sich bewegen, absolut richtig. Bei der Neuen Heimat muss man aber den Status quo anschauen. Was gibt es dort draußen schon alles? Im Antrag wurde der Spielplatz am Laskahof Park angesprochen. Dazu muss man sagen, dass dieser Spielplatz schon extrem gut ausgebaut ist. Neben Pfahlbauhäusern, Schaukeln, Basketballkörben und Ähnlichem gibt es dort bereits einen Wasserspielplatz samt Trinkbrunnen. Nebenbei gibt es in der Neuen Heimat auch noch ein eigenes Kinderfreibad, das gut frequentiert ist. Weil auch die Kleinkinder angesprochen wurden, möchte ich darauf hinweisen, dass die Neue Heimat für Kleinkinder eigentlich sehr gut aufgestellt. Es gibt zwei Kinderspielplätze für Kleinkinder von null bis sechs Jahren. Zusätzlich gibt es vier Kinderspielplätze für Jugendliche von sechs bis 18 Jahren und es gibt Skateparks, Fun-Courts, Beachvolleyballplätze, Fußballplätze, etc. Das heißt die Neue Heimat ist, was Spielplätze oder Sportliches angeht, sehr gut aufgestellt und wir sehen weniger Handlungsbedarf. Wir sind aber dafür offen, diesen Antrag einem Ausschuss zuzuweisen. Da könnte man genauer anschauen, wo es Bedarf gibt und wo nicht. An die Adresse der ÖVP vielleicht noch: Die ÖVP macht sich natürlich immer gerne Gedanken, welche Handlungen andere Stadtsenatsmitglieder setzen könnten, jetzt ist Frau Vizebürgermeisterin Hörzing angesprochen. Ich bitte aber auch ins eigene Stammbuch zu schreiben, dass die Neue Heimat zwar sportlich und bei den Spielplätzen super aufgestellt ist, kulturell leider Gottes nicht. Es gibt leider keine Bücherei mehr, sie wurde geschlossen. Es gibt keine Proberäume für Musiker, es gibt nichts, wo man musizieren kann und, und, und. Uns würde sehr viel einfallen, was man kulturell für Kinder und Jugendliche machen könnte. Nichtsdestotrotz sind wir bei Freizeitideen immer offen und schlagen vor, diesen Antrag dem Ausschuss zuzuweisen.
Werter Herr Bürgermeister, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vieles wurde von meiner Vorrednerin bereits erwähnt. Es zeigt, dass es bereits ein umfassendes Angebot in der Neuen Heimat gibt. Ich will nur noch ergänzen, dass eine Errichtung eines Wasserspielplatzes mit erheblichen Planungs-, Errichtungs- und Erhaltungskosten verbunden ist, welche im laufenden Budget einfach nicht vorhanden sind. Die SPÖ wird sich deshalb bei diesem Antrag enthalten.
Sehr geehrte Damen und Herren, nachdem ich diesen und auch den vorherigen Antrag gelesen habe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die ÖVP Linz auf Wienwoche war und sich auf der Donauinsel etwas inspirieren lassen hat. Das finde ich eine gute Sache. Man kann in Wien viel lernen. Es gäbe auch noch einige andere Themenbereiche, die, wie Frau Kollegin Klitsch richtigerweise gesagt hat, eher in der Ressortzuständigkeit der ÖVP liegen. Zum Beispiel könnte man sich einmal in den innerstädtischen Bereich, in den Alsergrund, setzen und sich ein bisschen durch die Gegend treiben lassen. Man könnte zuschauen, welcher Vibe in einer Stadt entsteht, wenn man Universitäten innerstädtisch ansiedelt und nicht irgendwo am Rand der Stadt. Auch im Bereich der Straßenneugestaltung oder der Temporary Protected Bike Lanes passieren gerade sehr spannende Dinge in Wien. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass man dieses Thema den Händen von Frau Stadträtin Hörzing anvertraut, insofern werden wir dem zustimmen.
Wien ist nicht so schlecht. Ich weiß nicht, wie die Wiener ÖVP darauf reagiert, dass in der letzten Woche auch zwei andere Beispiele, die eher mit der Sozialdemokratie in Wien konnotiert werden als mit ihren Parteikollegen, von ihnen erwähnt worden sind. Aber meine Wiener Freunde freut das Lob der Konservativen aus Linz besonders.
Wir sind alle gut beraten, gute Beispiele nachzubilden, gerade in der Stadt Linz, die in manchen Bereichen ja Aufholbedarf hat. Gerade bei Kindern und Jugendlichen und bei Kleinkindbetreuungsthemen gibt es sicherlich noch Aufholbedarf. Ich bedanke mich für die Zuweisung, recht herzlichen Dank.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrstimmig abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), Die Grünen (9), FPÖ (9), MFG (1), KPÖ (2)