Nachtrag zur Kooperationsvereinbarung betreffend das Projekt „Weiterentwicklung Martin-Luther-Platz, Linz“; maximal 168.863,36 Euro, insgesamt 692.573,36 Euro
D 1 · Ausschussantrag · 37. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGenehmigt wurde ein Nachtrag zur Kooperationsvereinbarung für die Weiterentwicklung des Martin-Luther-Platzes in Linz. Wegen Kostensteigerungen, zusätzlicher Leistungen und höherer Entsorgungskosten für Baurestmassen erhöht sich die Gesamtprojektkostensumme auf 995.400,03 Euro inklusive Umsatzsteuer. Die städtische Kostenbeteiligung für die Ausführung steigt um 168.863,36 Euro auf insgesamt maximal 692.573,36 Euro inklusive Umsatzsteuer. Begründet wurde die Anpassung unter anderem mit einer nicht intern möglichen örtlichen Bauaufsicht, einer Kanalumlegung, Staketenzäunen für die Pflanzbeete und einer fachspezifischen Bauaufsicht für das Schwammstadt-Konzept. Der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen; FPÖ, NEOS und Gemeinderat DI Dr. Obermayr/ehem. MFG enthielten sich.
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Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir tragen die Kostenerhöhungen mit, auch wenn einzelne Details der Kostenschätzung und des Prozesses nicht zufriedenstellend sind. Das hast du selbst gerade gesagt. Wir verstehen nicht, dass es eine eigene Bauaufsicht für die „Schwammstadt“ braucht, denn die Landschaftsplaner*innen des „Büros 3.0“ aus Wien, die den Wettbewerb gewonnen haben, sind absolute Schwammstadt-Expert*innen. Was die Baurestmassen betrifft, die immerhin die Hälfte der Kostensteigerung ausmachen, verstehen wir die Überraschung nicht. Der Magistrat hätte mit der Erfahrung vom Umbau vor rund 25 Jahren diese Kostenposition von Anfang an wissen und melden müssen. Wir verstehen das nicht, tragen es aber mit.
Vielen herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir sind für die Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes. Das ist ein sehr wichtiges Projekt für unsere Stadt. Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir aber mit dem Geld sauber haushalten. Wir reden hier über 160.000 Euro Mehrkosten, die nachgereicht und abgenickt werden. Das ist nicht unser Anspruch an einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. Deshalb gibt es von uns ein „Ja“ zur Neugestaltung. Bei den Mehrkosten werden wir uns aber enthalten.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich schließe mich der Kritik meiner Vorredner an. Wir unterstützen grundsätzlich das Vorhaben der Neugestaltung des Martin-Luther-Plat- zes, damit er die nötige Aufwertung erfährt. Allerdings stoßen auch wir uns an der Kostenexplosion - muss man fast sagen - von mehr als 30 %. Das werden wir nicht mittragen und enthalten uns deshalb.
Danke, auch wir befürworten das Projekt, welches sehr sinnvoll und wichtig für mehr Aufenthaltsqualität und mehr Begrünung in Linz ist. Was wir aber, wie die Vorredner, auch kritisch sehen, ist die Kostensteigerung durch das Schwammstadtprinzip und insbesondere durch die zusätzlich beauftragte Örtliche Bauaufsicht. Wir stellen uns hier wirklich die Frage der Verhältnismäßigkeit. Kontrolle ist gut, aber sie sollte doch in einem sinnvollen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Wir hoffen, dass das Worst-Case-Szenario nicht eintritt. Den Antrag unterstützen wir weiterhin und stimmen zu.
Dankeschön Frau Vizebürgermeisterin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich finde es super, dass alle immer sehr kritisch sind, wenn es darum geht, Geld einzusparen. Das ist sehr löblich. Ich würde mir wünschen, dass Sie so kritisch wären, wenn es darum geht, 56 Millionen Euro bei Kostensteigerungen für eine Autobahn durch Linz einzusparen. Da sind zum Beispiel FPÖ und ÖVP immer vorn dabei. Es ist auch interessant, dass Sie sich an dem Konzept der Schwammstadtbäume stoßen. Das ist ein ‚State of the Art‘-Konzept, das die Lebensqualität der Linzerinnen und Linzer steigert, im Gegensatz zu einer Autobahn durch die Stadt. Ich finde es schade, dass Ihnen das Beste für die Stadt nicht das wenige Geld wert ist, das in Relation zu den Unsummen für die Autobahn ausgegeben wird. Wir stimmen diesem Antrag zu.
Ich bedanke mich für die jetzt doch einhellige Zustimmung zu dem Projekt an sich, wenn sie auch nicht einstimmig zu den Kostensteigerungen ist. Ich möchte noch einmal zusammenfassen: Ich bin auch verärgert darüber, wie sich dieses Projekt dargestellt hat. Vor allem die Kostensteigerung von 31 % sollte nicht sein. Aber mir ist es lieber, es passiert jetzt und der Gemeinderat wird transparent darüber informiert und hat es in seiner Hand, über die Kostensteigerungen abzustimmen, als wenn sie erst nachher auftauchen würden. Das wäre natürlich der schlechtere Zugang zu einem derartigen Projekt. Es ist besser, vor Baubeginn darauf hinzuweisen, als danach um nachträgliche Genehmigung zu ersuchen. Ich bedanke mich für die mehrstimmige Annahme dieses Antrags.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: FPÖ (9), NEOS (2), Gemeinderat DI Dr. Obermayr/ehem. MFG