Ferihumerstraße durch bauliche Veränderungen verkehrsberuhigen und aufwerten

L 5 · Fraktionsantrag · 16. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Die Ferihumerstraße soll durch bauliche Umgestaltung verkehrsberuhigt und als Wohn- und Schulstraße aufgewertet werden. Vorgesehen sind eine Mischverkehrsfläche zwischen Wildbergstraße und neuer Eisenbahnbrücke, eine Pflasterung mit Signalwirkung, mehr Raum für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen sowie eine attraktivere Gestaltung der Haltestellen Wildbergstraße und Peuerbachstraße. Begründet wird dies mit der als überdimensioniert beschriebenen Verkehrsfläche, dem bisherigen Ausbleiben des Erfolgs der mobilen Sperre und dem steigenden Verkehrsaufkommen rund um Schulbeginn und Urfahraner Herbstmarkt. Der zuständige Mobilitätsreferent soll die Maßnahmen in einem partizipativen Verfahren prüfen und ein Rahmenkonzept für einen späteren Gestaltungswettbewerb ausarbeiten. Die Kosten sollen durch Umschichtungen im Budget oder in künftigen Voranschlägen bedeckt werden.

Schlagwörter (10):ferihumerstraßeverkehrsberuhigungbauliche umgestaltungsanfte mobilitätfußverkehrradverkehrhaltestellenaufwertungschulstraßestadtplanungmobilitätskonzept
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Gemeinderat Mag. Rabengruber berichtet über den von der Grünen-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag. ## L 5 Ferihumerstraße durch bauliche Veränderungen verkehrsberuhigen und aufwerten und führt aus: „Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Verkehrssituation in der als Durchzugsstraße konzipierten Ferihumerstraße lässt sich nur durch einen Rückbau und eine Verschiebung des Flächenbedarfs zugunsten der sanften Mobilität und damit einhergehenden verkehrspsychologischen Maßnahmen dauerhaft verbessern. Das hat der inzwischen wieder beendete und wenig wirksame Versuch, die Probleme mit einer mobilen Sperre an der Kreuzung Ferihumerstraße/Peuerbachstraße in den Griff zu bekommen, deutlich gezeigt. Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns deshalb für umfassende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen durch bauliche Maßnahmen eingesetzt. Damals hat 517 der Gemeinderat aber dem Modell mit der mobilen Sperre den Vorzug gegeben. Nachdem diese nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, ist es nochmals Zeit, über weiterführende Maßnahmen zu diskutieren, um hier tatsächlich eine funktionierende Verkehrsberuhigung im Sinne der Anwohner*innen, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu erreichen. Noch dazu, da das Verkehrsaufkommen mit Schulbeginn sowie rund um den bevorstehenden Urfahrraner Herbstmarkt Ende September/Anfang Oktober wohl wieder spürbar steigen wird. Zusätzlich wird der Abkürzungsverkehr von und zur Eisenbahnbrücke stetig mehr. Selbst wenn ein Videokontrollsystem nach einer Änderung der Straßenverkehrsordnung möglich wäre, führt an einer Umgestaltung der für den Autoverkehr überdimensionierten Verkehrsfläche kein Weg vorbei. Um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen, wären aus unserer Sicht zum Beispiel folgende Maßnahmen geeignet: Die Errichtung einer Mischverkehrsfläche auf der Ferihumerstraße zwischen Wildbergstraße und der neuen Eisenbahnbrücke mit je einer Aus- und Einfahrtsspur bei der Straßenbahnhaltestelle Wildbergstraße und einer Pflasterung ähnlich jener bei der Goethekreuzung als Signalwirkung für Autofahrer*innen, dass es sich hier nicht um eine Durchzugsstraße handelt. Dadurch würde den Fußgänger*innen und Radfahrer*innen mehr Raum gegeben und die Sicherheit erhöht werden. Die beengte Situation an der Haltestelle Wildbergstraße könnte aufgelöst und diese dadurch attraktiviert werden. Eine Aufpflasterung als zusätzlicher verkehrspsychologischer Lenkungseffekt sollte angedacht werden. Die Berufsschule 6 würde einen adäquaten Vorplatz bekommen. Eine Umgestaltung und Attraktivierung der Haltestelle Peuerbachstraße und damit einhergehende Umgestaltung und Attraktivierung des Eingangsbereichs des Peuerbach-Gymnasiums inklusive Pflasterung, um den Zugang zur Haltestelle zu erleichtern, sowie eine attraktive Eingangszone vor dem Gymnasium zu schaffen, die dieser Bildungseinrichtung gerecht wird. Dies könnte nach Abschluss der geplanten Schulsanierung als zweiter Schritt folgen. Mit diesen Maßnahmen könnte sich die Ferihumerstraße in eine gestalterisch hochqualitative, lebenswerte Bewohner*innen-Straße und Schulstraße verwandeln, die durch verkehrspsychologische Maßnahmen attraktiviert wird. Zudem würde dadurch ein Demonstrationsprojekt für den Umgang mit öffentlichen Flächen vor Schulen entstehen. Deshalb bitte ich um Zustimmung zu folgendem Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „Der zuständige Mobilitätsreferent möge in einem partizipativen Verfahren mit allen relevanten Akteur*innen (Bewohner*innen, den zuständigen Magistratsabteilungen etc.) die vorgeschlagenen Maßnahmen einer Prüfung unterziehen und ein Rahmenkonzept zur Umgestaltung ausarbeiten. Die 518 ses soll in einem zweiten Schritt als Grundlage für einen Gestaltungswettbewerb dienen. Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden. Dazu liegen folgende Wortmeldungen vor: ## Gemeinderätin Schachner: „Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, geschätztes Publikum, auf Grund meiner Besichtigung vor Ort und nach Gesprächen mit Anrainern besteht keine Notwendigkeit einer kostenaufwändigen Veränderung der Ferihumerstraße. Eine Reduzierung der Spuren bei der Kreuzung mit der Wildbergstraße, von drei Spuren auf eine, würde nur Stau hervorrufen. In der Zeit des Urfahrers Marktes kann, wie bisher, eine mobile Sperre dienlich sein. Auch der Vorplatz der Berufsschule 6 ist ausreichend. Am Ende der Ferihumerstraße / Linke Brückenstraße ist kein Trennungskennzeichen der Fußgänger*innen bzw. Radfahrer*innen zu erkennen. Dies wäre notwendig und kostengünstiger. Danke.“ ## Gemeinderat DI (FH) Fuchshuber: „Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Kollege Rabengruber, auch wir glauben, dass man die Ressourcen durchaus effizienter einsetzen kann, weil der Aufwand nicht dafürsteht. Denken wir lieber ganzheitlich und binden wir auch in Zukunft das Projekt der Stadtbahn ein. Wir werden uns auch enthalten.“ Die Vorsitzende erteilt dem Berichterstatter das Schlusswort. ## Gemeinderat Mag. Rabengruber: „Da muss ich schon noch etwas dazusagen, Frau Kollegin Schachner. Wir haben bei der Ausfahrt von einer eigentlich verkehrsberuhigten Straße drei Spuren, eine zum Rechtsabbiegen, eine die geradeaus führt und eine zum Linksabbiegen in das Urfahrmarktgelände. Da fragt man sich schon, warum man zehn Meter breite Asphaltspuren oder -streifen braucht und gleichzeitig die Haltestelle Wildbergstraße gefühlt 1,20 Meter breit ist. Beim Urfahrmarkt müssen die Leute auf die Straße hinuntersteigen, weil sie nicht mehr Platz haben. Ich frage mich wirklich, warum man sagt, dass das vergeudetes Geld ist. Diese Fläche könnte besser genutzt werden, wir könnten dort Bäume pflanzen, wir könnten den Gastgarten bei dem Lokal vergrößern, wir könnten die Haltestelle breiter machen und wir könnten das durchpflastern, dann ist die Signalwirkung eine völlig andere. Jedem, der quasi von der Hauptstraße nach links in die Wildbergstraße abzubiegen hat, wird klar sein, dass Geradeaus-Fahren keine Option ist, weil durch die Durchpflasterung eindeutig feststeht, dass das eigentlich eine Wohnstraße bzw. eine Schulstraße ist. Ich glaube, das muss man schon ins rechte Licht rücken und es gäbe einfach viel Potenzial, die ganze Strecke entlang, dass man das umgestaltet. Zugleich wird die Peuerbachschule nächstes Jahr saniert und auch in diesem Zuge wür- de sich einiges ergeben und möglich werden. Man müsste jetzt daran denken, das anzugehen, weil sonst ist wieder eine Chance vertan.“ Die Vorsitzende lässt über den Antrag abstimmen. Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von ÖVP (11), FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit angenommen.
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Der zuständige Mobilitätsreferent möge in einem partizipativen Verfahren mit allen relevanten Akteur*innen (Bewohner*innen, den zuständigen Magistratsabteilungen etc.) die vorgeschlagenen Maßnahmen einer Prüfung unterziehen und ein Rahmenkonzept zur Umgestaltung ausarbeiten. Dieses soll in einem zweiten Schritt als Grundlage für einen Gestaltungswettbewerb dienen. Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vera Schachnerehem. MFG-Mitgl.

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, geschätztes Publikum, auf Grund meiner Besichtigung vor Ort und nach Gesprächen mit Anrainern besteht keine Notwendigkeit einer kostenaufwändigen Veränderung der Ferihumerstraße. Eine Reduzierung der Spuren bei der Kreuzung mit der Wildbergstraße, von drei Spuren auf eine, würde nur Stau hervorrufen. In der Zeit des Urfahrers Marktes kann, wie bisher, eine mobile Sperre dienlich sein. Auch der Vorplatz der Berufsschule 6 ist ausreichend. Am Ende der Ferihumerstraße / Linke Brückenstraße ist kein Trennungskennzeichen der Fußgänger*innen bzw. Radfahrer*innen zu erkennen. Dies wäre notwendig und kostengünstiger. Danke.

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Kollege Rabengruber, auch wir glauben, dass man die Ressourcen durchaus effizienter einsetzen kann, weil der Aufwand nicht dafürsteht. Denken wir lieber ganzheitlich und binden wir auch in Zukunft das Projekt der Stadtbahn ein. Wir werden uns auch enthalten.

Da muss ich schon noch etwas dazusagen, Frau Kollegin Schachner. Wir haben bei der Ausfahrt von einer eigentlich verkehrsberuhigten Straße drei Spuren, eine zum Rechtsabbiegen, eine die geradeaus führt und eine zum Linksabbiegen in das Urfahrmarktgelände. Da fragt man sich schon, warum man zehn Meter breite Asphaltspuren oder -streifen braucht und gleichzeitig die Haltestelle Wildbergstraße gefühlt 1,20 Meter breit ist. Beim Urfahrmarkt müssen die Leute auf die Straße hinuntersteigen, weil sie nicht mehr Platz haben. Ich frage mich wirklich, warum man sagt, dass das vergeudetes Geld ist. Diese Fläche könnte besser genutzt werden, wir könnten dort Bäume pflanzen, wir könnten den Gastgarten bei dem Lokal vergrößern, wir könnten die Haltestelle breiter machen und wir könnten das durchpflastern, dann ist die Signalwirkung eine völlig andere. Jedem, der quasi von der Hauptstraße nach links in die Wildbergstraße abzubiegen hat, wird klar sein, dass Geradeaus-Fahren keine Option ist, weil durch die Durchpflasterung eindeutig feststeht, dass das eigentlich eine Wohnstraße bzw. eine Schulstraße ist. Ich glaube, das muss man schon ins rechte Licht rücken und es gäbe einfach viel Potenzial, die ganze Strecke entlang, dass man das umgestaltet. Zugleich wird die Peuerbachschule nächstes Jahr saniert und auch in diesem Zuge wür- de sich einiges ergeben und möglich werden. Man müsste jetzt daran denken, das anzugehen, weil sonst ist wieder eine Chance vertan.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von ÖVP (11), FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit angenommen.