Neuerfassung (Stammplan) des Bebauungsplanes 01-076-01-00, KG Linz (Lustenauer Straße - Dinghoferstraße)

M 1 · Ausschussantrag · 22. Sitzung

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Planung und Liegenschaften

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Neuerfassung des Bebauungsplanes 01-076-01-00 für das Geviert Lustenauer Straße, Dinghoferstraße, Bürgerstraße und Schubertstraße. Kern der Änderung ist die Anpassung der maximalen Gebäudehöhe auf 14,60 Meter. Zusätzlich werden die üblichen Regelungen für abzutragende Gebäude bei Veränderungen von Bestandsgebäuden sowie Vorgaben zu Innenhöfen und zum Schutz des Innenhofgrüns festgelegt. Die Verordnung wurde erlassen und mehrstimmig angenommen; enthalten haben sich KPÖ, LinzPlus und WANDEL. In den Wortmeldungen wurde vor allem der Schutz stadtklimatisch wichtiger Innenhöfe und gewachsener Böden betont.

Schlagwörter (10):bebauungsplanstadtplanunggebäudehöheinnenhöfeinnenhofgrünbestandsgebäudetiefgaragestadtklimahitzeinselnwohnbestand
AntragstextEinblendenAusblenden
Liebe Frau Vizebürgermeisterin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, der erste Antrag aus dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften betrifft eine Bebauungsplanänderung im Geviert Lustenauer Straße, Dinghoferstraße, Bürgerstraße und Schubertstraße. Die Änderung besteht im Wesentlichen aus der Anpassung der maximalen Gebäudehöhe auf 14,60 Meter. Ansonsten werden in diesem Bebauungsplan die üblichen Regelungen für abzutragende Gebäude bei Veränderungen der Bestandsgebäude, vor allem betreffend Innenhöfe und den Schutz des Innenhofgrüns, festgelegt. Ich bitte um Zustimmung, vielen Dank.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Die beiliegende Verordnung betreffend Bebauungsplan 01-076-01-00, Lustenauer Straße - Dinghoferstraße, Neuerfassung (Stammplan), wird erlassen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, wir schließen uns den Einwendungen der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft weitgehend an und enthalten uns bei diesem Antrag. Aus denselben Gründen enthalten wir uns auch beim Antrag M 4, der Bebauungsplanänderung Wimhölzelstraße. Danke sehr.

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, wir enthalten uns ebenfalls und ich möchte das kurz begründen. Der hier im Plan vorhandene absolut geschützte Bereich ist uns zu klein. Er dient dazu, die Unterbauung durch Tiefgaragen zu verbieten. Wir denken, dass wir alle neuen Bebauungspläne dazu nutzen sollten unsere wertvollen, stadtklimatisch essenziellen Innenhöfe und deren gewachsene Böden zu schützen. Ich halte das für eine der wesentlichsten und billigsten Maßnahmen, die wir im Sinne des Stadtklimas und der Hitzeinseln machen können - auch im Zusammenhang mit der Baumoffensive, die wir gerade beschlossen haben. Dort pflanzen wir um sehr viel Geld 20, 30, 40 Bäume. Hier könnten wir den gewachsenen Boden, den wir sonst künstlich herstellen müssten, ohne Geld schützen. Wir müssen den Tiefgaragenwahnsinn - ich nenne das ganz bewusst so - der mit dem motorisierten Individualverkehr einhergeht, zurückdrängen. Das ist im Neustadtviertel, das einen geringen Grünanteil hat und von Hitze geplagt wird, besonders wichtig. Ich denke, es ist Zeit, alle Erkenntnisse in Bezug auf das Stadtklima in die tägliche Arbeit und Praxis der Stadtplanung zu integrieren. Dieser konkrete Fall ist genau so ein Fall, wo wir das integrieren können, anstatt weiterzumachen wie bisher. Ein radikaler Schutz der Innenhöfe und Böden wäre sogar indirekt ein Schutz für den Bestand. Wir diskutieren hier immer wieder, wie wir den Altbau schützen können. Wenn wir diesen zu schützenden Bereich vergrößern, vielleicht sogar bis an die Gebäude heranziehen, wäre das eine Möglichkeit. Das macht den Tiefgaragenbau de facto unmöglich. Ich muss das noch einmal anders erklären: Ein Grund, warum Altbauten oft zerstört und neu gebaut werden, ist der Wille oder der Wunsch, dort Tiefgaragen zu errichten, um eine bessere Verwertung zu erzielen. Wenn ich die Tiefgarage nicht mehr errichten kann, weil ich den Innenhof schütze, dann schütze ich auch den Bestand. Ich schütze nicht nur den Bestand, sondern schütze auch leistbaren Wohnraum und hohe Architekturqualität. Das alles ist auch wiederum klimatisch relevant und im öffentlichen Interesse. Das heißt: Wir enthalten uns hier.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird mehrstimmig angenommen. Enthaltung: KPÖ (2), LinzPlus (2), WANDEL