Anfrage von Gemeinderat Potocnik an Bürgermeister Luger betreffend Projekt Donauparkstadion - Trainingsplätze

4 · Anfrage · 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Fragesteller:
Gerichtet an:

Status:Beantwortet

Zusammenfassung

KI Generiert

Im Mittelpunkt steht die geplante Nutzung der Sportanlagen Lissfeld und Auwiesen als mögliches Trainingszentrum für den FC Blau Weiß Linz im Zusammenhang mit dem Donauparkstadion. Begründet wird die Nachfrage mit dem Hinweis, dass für den Profibetrieb mindestens zwei vollwertige Fußballplätze samt Infrastruktur benötigt würden und dadurch die Nutzung für Hobbysport und andere Vereine stark eingeschränkt werden könnte. In der Antwort wird festgehalten, dass die betroffenen Flächen nicht im direkten Eigentum der Stadt stehen, sondern angemietet und weitervermietet sind, und dass es seitens der Stadt keine entsprechenden Bestrebungen gebe. Für die Modernisierung der Sportanlage Lissfeld seien im Pakt für Linz 860.000 Euro beschlossen worden, jedoch ohne Bezug zu einem bestimmten Fußballverein. Weitere Fragen zu Kosten, künftiger Finanzierung, Einnahmen, Parkplatzsituation und Verdrängung anderer Nutzer werden mangels Zuständigkeit oder Kenntnis nicht konkret beantwortet.

Schlagwörter (10):donauparkstadiontrainingszentrumsportanlage lissfeldsportpark auwiesenfußballinfrastrukturprofisportfreizeitsportsportplatznutzungfinanzierungstadtentwicklung
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, aus den Medien war zu entnehmen, dass die Stadt Linz daran denkt, für den FC Blau Weiß Linz ein ‚Trainingszentrum‘ auf der stadt eigenen, öffentlichen Sportanlage Lissfeld (bzw. möglicherweise in Auwiesen) einzurichten, da es beim neuen Donauparkstadion keinen Raum für Trainingsplätze gibt. Aus bisherigen Erfahrungswerten (Blau-Weiß Linz im Linzer Stadion und LASK im Paschinger Waldstadion) ist klar, dass für so ein Trainingszentrum mindestens zwei vollwertige Fußballplätze inklusive entsprechender Infrastruktur benötigt werden. Aufgrund des Trainingsaufwandes im Profifußball werden diese Sportplätze zweimal täglich an mindestens 5 Tagen die Woche benötigt – eine Nutzung durch Hobbysportler oder andere Vereine wäre damit künftig nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich. Ich bitte Sie daher um Beantwortung folgender Anfrage: 1. Welche Bestrebungen seitens der Stadt Linz gibt es, aus den öffentlichen Sportanlagen Lissfeld und/oder Auwiesen ein „Trainingszentrum“ für den Profiverein FC Blau Weiß Linz zu machen? 2. Mit welchen finanziellen Aufwendungen ist für so ein Trainingszentrum zu rechnen, sowohl in der Errichtung als auch im Betrieb? 3. Sind für diese allfälligen Aus- oder Umbauarbeiten bereits Gelder im Budget reserviert bzw. geplant? 4. Wie weit wird der ursprüngliche Zweck dieser Sportanlagen als Freizeitanlagen für alle Linzerinnen und Linzer weiter erfüllt werden können, wenn für den Trainingsbetrieb des Vereins gemäß Erfahrungswerten aus dem Stadion mindestens zwei Sportplätze für mindestens 5 Tage/Woche in Anspruch genommen werden müssen (sowohl Auwiesen als auch das Lissfeld verfügen über nur zwei Rasenplätze)? 5. Wo finden die anderen, bisher in Auwiesen und am Lissfeld beheimateten Organisationen und Sportvereine künftig ihren Platz, wenn diese als Profiplätze verwendet werden? 6. Welche Einnahmen aus der Verpachtung der Sportanlagen Lissfeld/Auwiesen an andere Vereine lukriert die Stadt Linz pro Jahr? 7. Wer würde den künftigen Aufwand dieses Trainingszentrums finanzieren? Können Sie ausschließen, dass dafür öffentliche Gelder herangezogen werden? 8. Wie würde das bereits jetzt aktuelle Parkplatzproblem bei den erwähnten öffentlichen Freizeitsportanlagen gelöst, wenn künftig zwei Mannschaften (Profis/Amateure) samt Betreuern (in Summe 40-50 Personen) plus zuschauenden Fans für eine weitere tägliche Verschärfung der Situation sorgen? 9. Warum wurde dieses Problem dieser fehlenden Trainingsmöglichkeiten beim Donauparkstadion nicht von Anfang an mitgedacht, sondern nun erst nachträglich nach Lösungen gesucht – obwohl es offensichtlich war, dass ein Trainingsbetrieb im Donauparkstadion nie möglich sein wird? Mit der Bitte um Beantwortung."
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„Zu 1.: Dazu muss ich vorweg ein wenig formal juristisch werden, denn das wird jetzt bestimmen, welche Fragen ich beantworte und welche nicht. Es geht um die Frage, was im eigenen Wirkungsbereich der Stadt Linz und was im Wirkungsbereich von Gesellschaften liegt. Die Rechtsverhältnisse stellen sich wie folgt dar: Die betroffenen Flächen beim Sportpark Auwiesen, sowie kleinere Teilflächen – das ist dann komplizierter – beim Sportpark Lissfeld 401 stehen im Eigentum der Immobilien Linz Gesellschaft (ILG). Die größeren Teilflächen des Sportparks Lissfeld stehen im Eigentum der Linz Service GmbH, also nicht im direkten Eigentum der Stadt. Die Stadt Linz hat und jetzt wird es endgültig eine bisschen kompliziert, sämtliche angesprochenen Flächen angemietet und zwar in Form eines Generalmietvertrages mit der ILG und auch mit einem gesonderten Bestandsvertrag mit der Linz Service GmbH in diesen beiden Sportanlagen. Die Stadt hat nach der Anmietung dieser gesamten Flächen, diese an die Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH weitervermietet. Deshalb kann ich im eigenen Wirkungsbereich einiges beantworten und einiges nicht, weil z.B. Einnahmen nicht von uns lukriert werden. Soweit einmal zu den Rahmenbedingungen. Damit gibt es die Bestrebungen seitens der Stadt nicht. Zu 2.: Auch diese Frage kann ich Ihnen beim Besten Wissen und Gewissen nicht beantworten. Zu 3.: Für die von Ihnen unterstellten Umformulierungen in ein Trainingszentrum ist nichts reserviert. Wir haben jedoch im Pakt für Linz insgesamt für die Modernisierung der Sportanlage im Lissfeld 860.000 Euro beschlossen, die sowohl die Infrastruktur als auch die Modernisierung der gesamten Anlage betrifft und keinen Konnex mit irgendeinem Fußballverein hätte. Zu 4.: Ich kann nur so viel sagen, dass die Kapazitäten hier nicht zu Lasten privater oder anderer Vereine gegangen sind. Hier sind alle Kapazitäten gleichgeblieben. Dem Vernehmen nach, aber das weiß ich nicht im Detail, hat der erste Linzer Fußballverein der LASK, Trainingskapazitäten abgezogen, die Blau-Weiß Linz gegeben wurden. Das heißt, es gibt keine strukturelle Veränderung, meines Wissens nach. Zu 5.: Was nicht ist, ist nicht und kann auch nicht beantwortet werden. Zwölfjährige Kinder, die dort trainieren, egal von wem, sind wahrscheinlich im Normalfall auch keine Profis. Zu 6.: Die Stadt Linz lukriert keine, wie auch immer gearteten Einnahmen von Vereinen. Ich habe vorher schon erwähnt, wie die Aufgabenteilung zwischen der Stadt und Töchtern ist. Zu 7.: Dazu kann ich überhaupt nichts sagen, weil ich nicht einmal weiß, dass es einen künftigen Aufwand jemals geben sollte. Zu 8.: Ich kann noch einmal sagen, mir ist nichts bekannt. Zu 9.: Ich müsste diese Frage nicht beantworten, weil sie nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fällt, aber wer die Fußballszene ein bisschen kennt weiß, dass seit Jahrzehnten bei allen großen Vereinen, ob das Real Madrid ist, ob das der FC Bayern München ist, ob das Red Bull Salzburg oder in diesem Fall der FC Blau-Weiß Linz ist (Heiterkeit), Spielstätte und Trainingsstätte strikt getrennt sind. Das ist auch in diesem Fall so. Das ist nur eine Anmerkung bezüglich meiner fußballerischen Leidenschaft."