Anfrage von Gemeinderat Ing. Casny an Vizebürgermeisterin Hörzing betreffend „Zusätzliches Seniorenheim für Linz“

3 · Anfrage · 9. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Fragesteller:
Gerichtet an:

Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Der Bedarf an zusätzlichen Seniorenheimplätzen in Linz steht im Mittelpunkt, weil die Stadtforschung aufgrund steigender Bevölkerungszahlen und einer alternden Bevölkerung ab 2025 ein weiteres Heim und ab 2030 zwei zusätzliche Heime erwartet. Eine erneute Prüfung der Bedarfsprognose läuft jedoch noch, da die Planungen und Richtwerte des Landes Oberösterreich sowie die Evaluierung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes noch nicht abgeschlossen sind. Als mögliche Standorte werden vor allem Urfahr sowie in weiterer Folge Bindermichl und Kleinmünchen genannt. Für 2022 wird keine Standortentscheidung erwartet, weil sich nach dem derzeitigen Planungsstand noch kein Bedarf für einen Neubau abzeichnet. Bei künftigen Neubauten sollen moderne Nutzungskonzepte wie Generationenzentren mitgedacht werden, sofern sie sinnvoll und wirtschaftlich tragbar sind.

Schlagwörter (10):seniorenheimpflegeeinrichtungenbedarfsprognosedemografiestandortsucheurfahrbindermichlkleinmünchengenerationenzentrumsozialplanung
FragetextEinblendenAusblenden
„Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, nach der Bedarfsprognose der Stadtforschung vom Jänner 2021 wird sich durch die steigenden Bevölkerungszahlen und vor allem auch die alternde Bevölkerung in den kommenden Jahren ein steigender Bedarf an Seniorenheimplätzen ergeben. Weshalb ein zusätzliches Seniorenheim ab 2025 und zwei zusätzliche Heime ab 2030 erforderlich werden. Die Standortentscheidung über das zusätzliche Heim für 2025 soll laut einer Presseaussendung, ebenso vom Jänner 2021, bereits dieses Jahr erfolgen. Im August letzten Jahres wurde jedoch medial bekannt gegeben, dass eine erneute Prüfung der Bedarfsprognose in Auftrag gegeben wurde. In diesem Zusammenhang darf ich um Beantwortung folgender Fragen ersuchen: 1. Liegen bereits Prüfungsergebnisse der Bedarfsprognose vor? Wenn ja, wie sehen diese aus, wenn nein, wann ist mit diesen zu rechnen? 2. Welche Standorte werden für neue Seniorenheime in Betracht gezogen bzw. wurden hier bereits mögliche Grundstücke geprüft? Wenn ja, welche? 3. Ist 2022 noch mit einer Standortentscheidung für das zusätzliche Seniorenheim zu rechnen? 4. Wurden bei den Plänen für ein neues Seniorenheim auch Überlegungen angestrebt, moderne Nutzungskonzepte wie Generationenzentren zu gründen?"
AntwortEinblendenAusblenden
„Dazu darf ich auch vorausschicken, dass die Stadt Linz über ein dichtes und flächendeckendes Netz an Pflegeeinrichtungen, sowohl von städtischen als auch privaten Trägern, verfügt. Die Frage richtet sich in die Zukunft. Zu 1.: Eine Bedarfsprognose ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden, denn diese ist abhängig von den Planungen und Richtwerten des Landes Oberösterreich, welche noch nicht vorliegen, da derzeit die Evaluierung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes durch das Sozialressort des Landes Oberösterreich läuft. Wann die Planungen und die Richtwerte des Landes abgeschlossen sein werden, ist uns leider nicht bekannt. Zu 2.: Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass im Hinblick auf die demografische Verteilung in der Zukunft am ehesten Urfahr in Betracht zu ziehen ist. In weiterer Folge denken wir auch in Richtung der Stadtgebiete Bindermichl beziehungsweise Kleinmünchen. Zu 3.: Leider nein, da sich nach dem derzeitigen Planungsstand des Landes noch kein Bedarf für den Bau eines weiteren Seniorenheimes abzeichnet, ist auch 2022 nicht mit einer Standortentscheidung zu rechnen. Zu 4.: Ja, wie bereits aus dem Sozialprogramm ersichtlich ist, ist die Stadt grundsätzlich bemüht, bei eventuellen Neubauten natürlich auch bei Seniorenheimen auf moderne Nutzungskonzepte – so sie sinnvoll und wirtschaftlich tragbar sind – mitzudenken. 541 Das wäre meine Anfragebeantwortung, vielen Dank.“