Anfrage von Gemeinderätin Mag.ª Grün an Vizebürgermeisterin Hörzing betreffend „Psychische Gesundheit Kinder und Jugendliche“

4 · Anfrage · 16. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Im Mittelpunkt steht die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Linz, insbesondere der Zugang zu Beratungs- und Therapieangeboten nach den Belastungen durch die Covid-19-Pandemie. Die Stadt verweist auf gestiegene Fallzahlen, längere Wartezeiten und eine zuvor hohe Warteliste, die durch eine neue Außenstelle und zusätzliches Fachpersonal deutlich reduziert werden konnte. Diagnostische Abklärungen dauern meist etwa einen Monat, während ein kostenloser Therapieplatz derzeit nach wenigen Monaten bis maximal einem halben Jahr verfügbar ist. Als bestehende und weiterentwickelbare Angebote werden Einzel- und Gruppentherapien genannt, ergänzt durch die neue Außenstelle im Linzer Süden. Die Antwort sieht damit eine verbesserte Versorgungslage und weitere Entwicklungsmöglichkeiten für die Förderung der psychischen Gesundheit vor.

Schlagwörter (10):psychische gesundheitkinder und jugendlichetherapieplatzwartezeitenfamilienberatungklinische psychologiesozialarbeitjugendgesundheitpandemiefolgengesundheitsversorgung
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„Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, im Zuge der Bewältigung der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche hat die Stadt Linz Maßnahmen ergriffen und die Kapazitäten erhöht, beispielsweise wurden die Wochenstunden der klinischen Psychologie aufgestockt und zusätzliche Sozialarbeiter*innen im Familienzentrum Pichling aufgenommen. Am Institut für Familien- und Jugendberatung stiegen die in Anspruch genommenen Beratungen im Jahr 2020 zu 2021 um elf Prozent. Die HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) ist die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie, die in Österreich vom Gesundheitsministerium beauftragt und vom Bildungsministerium unterstützt wird. Die aktuellen Ergebnisse zeigen auch hier erneut, dass sich die psychische Gesundheit von Jugendlichen verschlechtert. Mädchen sind stärker belastet als Burschen. Psychische Erkrankungen, Mobbing und problematische Nutzung sozialer Medien – all diese Themen sind zunehmend eine Belastung für unser Zusammenleben und bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu erhalten. Expert*innen ermahnen immer wieder dazu, Angebote und Maßnahmen zu setzen, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken. Zumal Krisen wie Teuerung und Kriegsgeschehen den Druck auch auf Kinder und Jugendliche erhöhen. Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage: 451 1. Wie entwickelten sich die Fallzahlen im Jahr 2022? 2. Wie lange beträgt aktuell die Wartezeiten für einen kostenlosen Therapieplatz für Kinder und Jugendliche in der Stadt Linz und wie viele Personen stehen aktuell auf einer Warteliste? 3. Über welchen Zeitraum nehmen Familien durchschnittlich die Angebote des Instituts in Anspruch? 4. Welche zusätzlichen Angebote bzw. Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sind geplant?
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„Zu 1.: Die Fallzahlen sind im Jahr 2022 von 539 auf 714 Fälle gestiegen, also im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent mehr. Zu 2.: Die Wartezeit für einen Therapieplatz im Institut beträgt derzeit wenige Monate bis maximal ein halbes Jahr. Jugendliche werden vorgezogen und erfreulicherweise konnte die Warteliste durch die Implementierung der Außenstelle über den Sommer von 200 auf 107 Personen nahezu halbiert werden. Durch die Neuschaffung dieser Außenstelle mit zwei klinischen Psycholog*innen, zwei Sozialarbeiter*innen, zwei Psychotherapeut*innen und einer Sonderpädagogin konnten die Angebote über die Sommermonate vollumfänglich angeboten werden. Der Bedarf konnte merklich bedient werden und ich gehe davon aus, dass sich diese Entspannung der Warteliste auch fortsetzt wird. Zu 3.: Diagnostische Abklärungen erfolgen meist in einem Zeitraum von ca. einem Monat. Zu 4.: Am Institut werden therapeutische Einzel- und Gruppentherapien angeboten. Durch die Schaffung der neuen Außenstelle im Linzer Süden und die Anstellung des bereits erwähnten zusätzlichen Personals, ist die Voraussetzung zur Weiterentwicklung der Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gegeben.“