Anfrage von Gemeinderat Potocnik an Bürgermeister Prammer betreffend „Wälder bei der Pferdebahnpromenade in Urfahr“

2 · Anfrage · 29. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Geprüft wurde die Grundstücksverfügbarkeit für Hochwasserschutzmaßnahmen an den Elmberggräben und die mögliche Sicherung von Flächen nördlich und westlich der Johannes Kepler Universität. Auslöser waren wiederholte Überflutungen durch Starkniederschläge, hydraulische Überlastungen und Verklausungen in den Verrohrungen am Hangfuß. Die Stadt Linz ersuchte 2017 die Wildbach- und Lawinenverbauung um ein Projekt für vier Rückhaltemaßnahmen; dafür laufen Verhandlungen über Ankauf oder Tausch wertgleicher Waldflächen mit der Grundeigentümerin. Zum Wald an der Pferdebahnpromenade wurde festgehalten, dass die Stadt bei privatem Eigentum keine Handhabe gegen den Zustand des Waldes hat, aber als Wegehalterin für die Verkehrssicherheit der Promenade verantwortlich ist und dazu Schriftverkehr über die Entfernung umgestürzter Bäume besteht.

Schlagwörter (10):hochwasserschutzelmberggräbengrundstücksverfügbarkeitwaldtauschgrundstückserwerbrückhaltemaßnahmenpferdebahnpromenadeverkehrssicherheitstarkniederschlägetiefbau
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich habe im Herbst letzten Jahres sowohl einen Brief als auch einen Anruf erhalten, in denen ich darauf hingewiesen wurde, dass ein Waldtausch (oder Ankauf) in St. Magdalena/Urfahr geplant sei. Laut diesen zwei Whistleblowern soll ein privater, gegen einen städtischen Wald getauscht (oder angekauft) werden. Beide Hinweise sind glaubwürdig, was mich dazu veranlasst, der Sache in Form dieser Anfrage nachzugehen: 1. Gibt es ein entsprechendes Ansuchen oder ein solches Vorhaben an die zuständigen, städtischen Abteilungen? Wenn ja, - was genau ist geplant oder wie lautet das Ansuchen? - seit wann haben Sie Kenntnis (insbesondere als zuständiger Referent für Liegenschaften) von einem derartigen Ansuchen oder Vorhaben? - von wem geht die Initiative aus? - um welche Grundstücke (Wald) handelt es sich? - kennen Sie den Besitzer des (der) Grundstücke persönlich? 2. Viel Wald rund um die Pferdebahnpromenade ist im Besitz eines privaten Linzer Unternehmens. Dieser Wald ist verwahrlost und ungepflegt. (725/1, 725/2, 725/3 725/4, 732/7, 728/2, 732, 735, 1595, 1598, 1599/1, 1599/2). - Hat die Stadt Linz (die zuständigen Stellen) in Bezug darauf eine Verantwortung und Handhabe? - Wenn ja, wurde jemals interveniert, wann und mit welcher Forderung? - Was sind die Erfahrungen der Stadt, der städtischen Förster mit der Eigentümerin? - Gibt es hierzu schriftlichen Verkehr zwischen der Stadt Linz (den zuständigen Stellen) und dem Eigentümer? Von wann, mit welchem Inhalt? - Gibt es juristische Auseinandersetzungen dazu? Wenn ja, von wann und worum ging, geht es? Mit der Bitte um Beantwortung.“
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„Zu 1.: Ich werde alle diese Fragen - damit es besser verständlich ist - gemeinsam beantworten und auch die Gelegenheit nutzen, das Thema ein bisschen eingehender zu erläutern und den Sachverhalt zu erklären. Nein, es wurde kein Antrag von Dritten an die zuständigen Abteilungen gestellt, sondern von der Stadt Linz selbst. Die Abteilung Straßen-, Brücken- und Wasserbau ist 2017 an die Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Oberösterreich Nord, herangetreten und hat um die Ausarbeitung eines Projekts für Hochwasserschutzmaßnahmen an den Elmberggräben ersucht. Der Anlass war die wiederholte Entstehung von größeren Wassermengen in den Elmberggräben aufgrund von Starkniederschlagsereignissen in den vorangegangenen Jahren. Da die Gräben am Hangfuß nicht über offene Gerinne, sondern über Verrohrungen abfließen, kam es in Folge hydraulischer Überlastungen und Verklausungen immer wieder 13 zu Überflutungen öffentlicher Straßen, privater Objekte und Gebäuden der Johannes Kepler Universität. Die Initiative für das Hochwasserschutzprojekt ist zwar von der Stadt Linz ausgegangen, aber auf Ersuchen der Johannes Kepler Universität und der Bundesimmobiliengesellschaft. Dabei soll die Stadt Linz nun die Grundstücksverfügbarkeit für insgesamt vier geplante Rückhaltemaßnahmen sicherstellen. In diesem Zusammenhang ist der Geschäftsbereich Gebäudemanagement und Tiefbau (GMT) an die Grundeigentümerin - das ist ein Unternehmen - herangetreten, um die generelle Kooperationsbereitschaft zu erfragen und Grundverhandlungsgespräche zu beginnen. Derzeit befindet sich der Geschäftsbereich GMT noch in Verhandlungen betreffend der Flächen 725/1, 725/2, 725/3, 725/4, 725/7, 728/2, 1595, 1598, 1599/1 und 1599/2, alle in der Katastralgemeinde (KG) 45214. Vereinfacht gesagt sind das die Flächen nördlich und westlich der Johannes Kepler Universität. Für die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen ist neben dem Ankauf auch ein Tausch mit wertgleichen Waldflächen eine denkbare Variante. Ich selbst bin als Liegenschaftsreferent im Juli 2024 von meinem Geschäftsbereich über die Erfordernisse des Grundstückstauschs oder des Grundstückserwerbs für den Hochwasserschutz informiert worden. Die Frage, ob ich den Besitzer der Grundstücke persönlich kenne, kann ich nicht beantworten. Ich weiß es nicht, da diese Gespräche der Geschäftsbereich GMT führt. Es kann sein, dass ich die Person kenne, da man sich in St. Magdalena manchmal kennt, manchmal aber auch nicht. Ich weiß aber gar nicht, ob diese Person, der das Unternehmen gehört, überhaupt in St. Magdalena wohnhaft ist. Zu 2.: Die genannten Grundstücke entsprechen nicht ganz exakt jenen, die wir uns angesehen haben. Auch die genannten Grundstücke sind nicht ausschließlich im Eigentum einer Firma, sondern da gibt es einen *eine zweiten* zweite Eigentümer*in. Was den privaten Wald und seinen Zustand betrifft, hat die Stadt Linz keinerlei Handhabe, Interventionen, Erfahrungen oder juristische Auseinandersetzungen mit den Eigentümer*innen. Als Wegehalterin ist die Stadt aber per Bescheid für die Verkehrssicherheit des Abschnittes der Pferdebahnpromenade verantwortlich. Dazu gibt es einen Schriftverkehr, in welchem es um die Entfernung von Bäumen geht, die nach einem Unwetter auf der Pferdebahnpromenade gelegen sind. 14 “