Anfrage von Gemeinderätin Pühringer an Stadtrat Prammer betreffend 'Barrierefreiheit Hinsenkampplatz - Neues Rathaus'

8 · Anfrage · 22. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Die barrierefreie Verbindung von der Unterführung Hinsenkampplatz bzw. der Straßenbahnhaltestelle Rudolfstraße zum Neuen Rathaus steht im Mittelpunkt. Anlass sind die schwierigen Zugänge für Rollstuhlfahrerinnen und Menschen mit Kinderwägen sowie die Frage, ob neue Verkehrsplanungen durch Westring-Brücke und Nibelungenbrücke eine bessere Lösung ermöglichen. Genannt werden die komplizierten Eigentumsverhältnisse, die ungünstigen Rampengefälle und die Nachteile von Treppenliften für andere Fußgängerinnen. Konkrete Pläne liegen laut Auskunft derzeit nicht vor; die aktuellen Überlegungen sind nicht bekannt. Der Ausschuss soll über weitere Entwicklungen informiert werden, während die Umsetzung weiterhin offen bleibt.

Schlagwörter (10):barrierefreiheithinsenkampplatzneues rathausmobilitätverkehrsplanungrollstuhlgerechtigkeitfußgängerzugangöffentlicher raumurfahrinfrastruktur
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Sehr geehrter Herr Stadtrat Prammer, in der 15. Sitzung des Gemeinderates am 29. Juni 2023 wurde vom Gemeinderat der einstimmige Beschluss gefasst, einen Mehrparteien-Antrag der Grünen, KPÖ, LinzPlus, NEOS und WANDEL dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zuzuweisen. Darin wurde eine zeitnahe Umsetzung eines barrierefreien Zuganges von der Unterführung Hinsenkampplatz bzw. der Straßenbahnhaltestelle Rudolfstraße zum Neuen Rathaus erbeten. Die Wortmeldungen bzw. das Abstimmungsergebnis zeigten, dass alle Fraktionen eine Umsetzung wünschen. Eine Abstimmung zwischen Ihnen und dem für Mobilität zuständigen Stadtrat Hajart wurde in Aussicht gestellt. In diesem Zusammenhang bitte ich um Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie weit sind die Überlegungen zur Umsetzung der Barrierefreiheit von der Haltestelle Rudolfstraße bzw. der Unterführung Hinsenkampplatz zum Neuen Rathaus gediehen bzw. liegen bereits konkrete Pläne zur Umsetzung auf und wie lauten die? 2. Wurden bzw. werden lnteressensvertreter*innen von Menschen mit Behinderung für Ideen konsultiert bzw. Betroffene bei den Planungen miteinbezogen? Wenn ja, welche Organisationen bzw. Personen? Wenn nein, in welchem Planungsstadium werden diese miteinbezogen werden? 3. Wo kann von den Gemeinderät*innen in Pläne baulicher Maßnahmen in diesem Bereich Einblick genommen werden? 4. Bis wann wird Barrierefreiheit im betreffenden Bereich hergestellt sein? Herzlichen Dank für die Beantwortung!
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Die zweite Frage stammt ebenfalls von Frau Gemeinderätin Renate Pühringer von der LinzPlus-Gemeinderatsfraktion zur Barrierefreiheit des Hinsenkampplatzes bzw. des Neuen Rathauses. Auch bei ihrer zweiten Anfrage stellt Frau Gemeinderätin Pühringer die Arbeitsweise in den Ausschüssen in Frage. Es geht auch hier um einen Antrag, der vom Gemeinderat einstimmig dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zur Beratung zugewiesen worden ist. Am 12. September vergangenen Jahres wurde im Ausschuss erstmals darüber berichtet und diskutiert. Wir sind uns - und ich darf diese Diskussion ein bisschen zusammenfassen - über die Parteigrenzen hinweg einig gewesen, dass der Hinsenkampplatz, die Straßenbahnhaltestellen und das Neue Rathaus für Rollstuhlfahrer*innen, aber auch für Menschen mit Kinderwägen, schwer erreichbar sind. Dass die Eigentumsverhältnisse kompliziert sind, die Gefälle bei den Rampen schwer zu verbessern sind, Treppenlifte für Fußgänger*innen andere Fußgänger*innen beeinträchtigen würden und die Situation somit insgesamt nicht zufriedenstellend ist, ist keine neue Erkenntnis. Das ist in der Vergangenheit schon vielfach erörtert worden. Was hingegen neu war - und darauf habe ich in der Sitzung vergangenen September hingewiesen - waren die Möglichkeiten, die sich aufgrund der neuen Westring-Brücke, des zu erwartenden geringeren Verkehrsaufkommens und der Neugestaltung der Verkehrswege auf der Nibelungenbrücke ergeben könnten. Zum Beispiel könnte die Barrierefreiheit vor dem Neuen Rathaus, bei den Straßenbahnhaltestellen und am Hinsenkampplatz neu gedacht werden, indem man die Fußgängerinnen und Fußgänger an die Oberfläche holt und ihnen ebenerdige Zugänge ermöglicht. Um diese Entwicklungen und Planungen abzuwarten, die bekanntlich nicht in meinem Zuständigkeitsbereich liegen, haben wir den Antrag im Ausschuss wieder einstimmig für ein Jahr zurückgestellt. Da aber bei Frau Gemeinderätin Pühringer ein Jahr offensichtlich nur acht Monate dauert, darf ich Ihnen schon heute hier im Gemeinderat einen Zwischenbericht liefern, der jedoch - so viel vorweg gesagt - keinen großen Informationsgewinn darstellen wird. All diese Fragen kann ich derzeit beim besten Willen nicht beantworten. Ich bin mit Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Hajart regelmäßig im Austausch, natürlich auch über die Verkehrssituation in Urfahr und speziell auch über den Hinsenkampplatz. Die aktuellen Planungen sind mir aber nicht bekannt. Vielleicht gibt die Debatte bei einem Fraktionsantrag, den wir heute noch auf der Tagesordnung haben, Aufschluss darüber. Ich werde jedenfalls den Ausschuss wie vereinbart auf dem Laufenden halten und ersuche Sie, Frau Gemeinderätin Pühringer, Ihre Vorgehensweise zu überdenken, aus Respekt vor der Arbeitsweise und auch vor den Mitgliedern des Ausschusses. Ich finde Ihren Alleingang übrigens auch nicht besonders fair gegenüber den anderen Fraktionen, die den Antrag damals mitunterzeichnet haben. Aber das müssen Sie sich mit den anderen Fraktionen ausmachen.