Anfrage von Gemeinderätin Piovesan an Vizebürgermeister Mag. Hajart, MBA betreffend „Urfahrar Markt und Radweg R1: Jährlich grüßt das Murmeltier“ von der Gemeinderatssitzung am 24. April 2025

6 · Anfrage · 30. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Die wiederkehrende Umleitung des Donauradwegs R1 beim Urfahraner Jahrmarktgelände steht im Mittelpunkt. Kritisiert wird, dass der stark frequentierte Radweg rund um Großveranstaltungen wie den Urfahraner Markt und Lido Sounds für Wochen nicht frei bleibt und temporäre Bauten die Sperren verlängern. Als Begründung wird angeführt, dass der Bereich während des Jahrmarkts nicht vollständig gesperrt ist, sondern auf den Treppelweg umgeleitet wird, wo Rücksichtnahme mit Fußgängerinnen und Fußgängern nötig ist. Zugleich wird auf die große Flächenanforderung des traditionsreichen Marktes und auf mögliche organisatorische und wirtschaftliche Nachteile bei einer vollständigen Freihaltung des Radwegs verwiesen. Die derzeitige Verkehrsführung wird als Kompromiss dargestellt, an einer weiteren Optimierung soll gearbeitet werden.

Schlagwörter (10):donauradweg r1urfahraner jahrmarktradwegumleitungverkehrsführungtreppelweggroßveranstaltungenradverkehrfußgängerkonfliktemarktgeländewirtschaftlichkeit
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„Sehr geehrter Herr Verkehrsstadtrat und Marktreferent Hajart, der stark frequentierte Donauradweg R1 (geschätzt eine halbe Million Radler*innen/Jahr) beim Urfahrar Jahrmarktgelände wird rund um Großveranstaltungen wie den Urfahrarnermarkt oder das Lido Sounds Festival chronisch für Wochen gesperrt. Zudem verbleiben regelmäßig temporäre Bauten, wie etwa Almhütten (die hier günstig oder gar kostenlos zwischengelagert werden) vor und nach Veranstaltungen auf dem Radweg stehen. Das verlängert die Sperren sinnlos. Diese rücksichtslose Praxis stößt bei Alltagsradler*innen, Radpendler*innen, Radtourist*innen und Anrainer*innen auf Unverständnis. Das Ausweichen der Radfahrenden auf den Treppel- und Gehweg schafft unnötige Konflikte und Gefahrensituationen. In diesem Zusammenhang ersuche ich Sie um die Beantwortung meiner Fragen: 1. Woran scheitert es, dass der wichtige und sichere Radweg während Großveranstaltungen am Urfahrar Jahrmarktgelände geöffnet bleibt? Warum wird der Radweg nicht konsequent freigehalten? 2. Was ist die rechtliche Grundlage für diese wiederkehrenden Sperren eines hochfrequentierten Radweges? 3. Welche Überlegungen gibt es, die Veranstaltungsplanung künftig so zu gestalten, dass der Radweg frei bleibt? 4. Sie sind Verkehrsstadtrat und Marktreferent in Personalunion, warum finden Sie hier keine zufriedenstellende Lösung? Angesichts der Dringlichkeit bitte ich um rasche Beantwortung dieser Fragen.“
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Zu 1. und 2.: Ich möchte darauf hinweisen, dass die ersten beiden Fragen vonseiten des Amtes als unzulässig beurteilt worden sind, weil es sich um den übertragenen Wirkungsbereich handelt. Zu 3. und 4.: Dazu möchte ich zunächst einmal klarstellen, dass der betroffene Radwegabschnitt während des Jahrmarktes nicht gänzlich gesperrt ist, sondern auf den unmittelbar danebenliegenden Treppelweg umgeleitet wird. Radfahrerinnen und Radfahrer können somit weiterhin in gewohnter Weise die Strecke entlang der Donaulände benutzen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dieser Bereich während der Umleitungszeit gemeinsam mit anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, insbesondere Fußgänger*innen, genutzt wird und somit gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich ist. Der Urfahrernermarkt ist eine der größten und traditionsreichsten Veranstaltungen in Linz und benötigt aufgrund seiner Dimension, hinsichtlich der Anzahl der Beschicker*innen als 16 auch der Besucher*innen, ein entsprechend weitläufiges Areal. Eine vollständige Freihaltung des bestehenden Radwegs während des Marktes würde den zur Verfügung stehenden Platz erheblich einschränken und könnte zu massiven organisatorischen und wirtschaftlichen Nachteilen für die Beschickerinnen und Beschicker führen. Eine solche Reduktion der Marktfläche steht nicht im Interesse des Marktes oder der Stadt Linz, da sie die Attraktivität und die Wirtschaftlichkeit des Urfahranermarktes wesentlich beeinträchtigen würde. Die derzeitige Lösung stellt daher einen nötigen Kompromiss zwischen den berechtigten Anliegen der Radfahrer*innen und den Erfordernissen des Urfahranermarktes dar. Nichtsdestoweniger wird weiterhin an einer Optimierung der Verkehrsführung gearbeitet, um allen Nutzer*innengruppen eine reibungslose und sichere Nutzung des öffentlichen Raums zu ermöglichen.