Anfrage von Gemeinderat Mag. Langer, MA an Vizebürgermeister Mag. Hajart, MBA betreffend „Verkehrsberuhigung Urfahrnaner Hauptstraße"

8 · Anfrage · 16. Sitzung

Fragesteller:
Gerichtet an:

Status:Beantwortet

Zusammenfassung

KI Generiert

Die Verkehrsberuhigung der Urfahrnaner Hauptstraße soll angesichts der Regional-Stadtbahn und des Westrings neu bewertet werden. Für die Schlüsselstellen rund um Hinsenkampplatz und Hauptstraße werden gemeinsam mit dem Land Oberösterreich Mikro- und Makrosimulationen durchgeführt, um die Auswirkungen auf die künftige Verkehrsführung fachlich zu prüfen. Als mögliche Maßnahmen gelten eine Durchbindung der Rudolfstraße in die Ferihumerstraße zur Reduktion von Schleich- und Durchzugsverkehr sowie eine abschnittsweise Straßenraumgestaltung zwischen Reindlstraße und Blütenstraße zur Verbesserung für Fußgängerinnen und ÖPNV-Nutzerinnen. Für diese Teilbereiche liegt bereits ein grober Entwurf vor, während die größeren Varianten noch genauer untersucht werden müssen. Eine Umsetzung der Straßenraumumgestaltung wird für 2025 in Aussicht gestellt, nach weiteren Abstimmungen mit Anrainerinnen, Wirtschaft und Politik.

Schlagwörter (10):verkehrsberuhigungurfahrnaner hauptstraßeverkehrsführungstraßenraumgestaltungschleichverkehröffentlicher personennahverkehrregional-stadtbahnwestringmobilitätstadtplanung
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„Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister, über die Verkehrsberuhigung der Hauptstraße ist in den vergangenen Jahren zwar viel diskutiert worden, eine Verbesserung der aktuellen Situation lässt aber weiterhin auf sich warten. Im Jahr 2018 hat eine Befragung der Anrainer*innen ergeben, dass sich rund 41 Prozent jener Personen, die daran teilgenommen haben, für eine Fußgänger*innenzone ausgesprochen haben. Knapp 22,5 Prozent wollten eine Begegnungszone. Umgesetzt ist weiterhin keine der beiden Varianten. Im Juli des Vorjahres haben Sie einem Medienbericht zufolge angekündigt, dass ein externer Verkehrsplaner einen konkreten Plan ausarbeiten soll und sobald dieser auf dem Tisch liegt, die Einbindung der Anwohner*innen, Gastwirt*innen sowie weiterer Stakeholder*innen geplant ist. Seitdem ist es aber um die Bemühungen für eine Verkehrsberuhigung der Hauptstraße ruhig geworden. Daher bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie ist der aktuelle Stand der geplanten Verkehrsberuhigung der Urfahrnaner Hauptstraße? 2. Liegt der angekündigte Plan, mit dem ein/e Verkehrsplaner*in beauftragt worden ist, bereits vor? a. Wenn ja, welche Maßnahmen werden darin konkret empfohlen? b. Wenn ja, wann wird der Plan in den zuständigen politischen Gremien der Stadt - z. B. im Mobilitätsausschuss - präsentiert? c. Wenn ja, wann ist mit einer Einbindung der Bürger*innen vor Ort zu rechnen? d. Wenn nein, wann gehen Sie davon aus, dass der Plan vorliegt? 3. Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Danke für die Beantwortung der Fragen."
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„Vielen Dank, seitens der Grünen-Fraktion wurde eine Anfrage betreffend die Verkehrsberuhigung in der Urfahrnaner Hauptstraße an mich gerichtet, es wurden drei Fragen gestellt, die ich hiermit beantworten darf: Zu 1.: Aktuell sind es zwei Großprojekte, nämlich Milliardenprojekte, die einen 461 maßgeblichen Einfluss auf die potentielle Verkehrsberuhigung der Hauptstraße haben. Das ist zum einen die Regional-Stadtbahn, welche die Hauptstraße in der Reindlstraße queren wird und zum anderen der schon in Bau befindliche Westring. Beide werden Auswirkungen auf die künftige Verkehrsführung im Bereich Hinsenkampplatz, also am Fuße der Hauptstraße und natürlich in der Hauptstraße ganz generell, haben. Dies sind ganz, ganz wesentliche Faktoren für das Zentrum von Urfahr und deshalb gibt es aktuell eine sehr enge Abstimmung mit dem Land Oberösterreich. Derzeit werden gemeinsam sogenannte Mikrosimulationen für die Kreuzungsbereiche in Auftrag gegeben und durchgeführt, um fachlich auf den Punkt zu bringen, wie sich die Maßnahmen, die ich genannt habe, insgesamt verkehrlich auf die Schlüsselstellen auswirken. Darauf aufbauend, auch das ist mit dem Land Oberösterreich besprochen und vereinbart, sollen verschiedene Varianten zur verkehrlichen Entlastung der Hauptstraße geprüft werden. Eine Variante ist die Prüfung einer Durchbindung der Rudolfstraße in die Ferihumerstraße, sodass eine Durchfahrt des motorisierten Individualverkehrs von Westen kommend in den Osten erfolgen kann. Wenn das gelingen würde, dazu gibt es einen entsprechenden Erstentwurf, wäre das natürlich spitze, weil wir den Schleichverkehr beziehungsweise den reinen Durchzugsverkehr über die Kaarstraße und Hauptstraße wegbekommen würden. Diesbezüglich soll es grundlegende Analysen geben, bzw. laufen diese zum Teil auch schon. Neben diesen Themen, die für eine größere und nachhaltige Verkehrsberuhigung der Hauptstraße zu betrachten sind, gibt es aber auch Potentiale zur abschnittsweisen Straßenraumgestaltung, die unabhängig von den zuerst genannten Themen angegangen werden können. Insbesondere im Abschnitt zwischen Reindlstraße und Blütenstraße, möglicherweise auch weiter nördlich, soll die Situation für Fußgänger*innen und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)-Nutzer*innen durch Maßnahmen der Straßenraumgestaltung verbessert werden. Gleichzeitig soll der Straßenabschnitt optisch aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Dies kann man natürlich nur nach einer entsprechenden Abstimmung mit den Anrainern, den Wirtschaftstreibenden und natürlich der Politik umsetzen, aber grundsätzlich wäre das relativ zeitnah machbar. Zu 2.: Wie gesagt, das große Ziel ist die verkehrliche Entlastung des Hinsenkampplatzes sowie der Hauptstraße, weil die Verringerung des Durchzugsverkehrs Voraussetzung für maßgebliche Änderungen ist. Für eine Durchbindung des Hinsenkampplatzes liegen aktuell verschiedene Planvarianten vor, die jedoch noch gemeinsam mit dem Land Oberösterreich näher untersucht werden müssen. Insbesondere sind noch Makro- und Mikroverkehrssimulationen notwendig, um die Auswirkungen einer geänderten Verkehrsführung und damit verbundene Potentiale der Verkehrsberuhigung besser antizipieren zu können. Für die abschnittsweise Straßenraumgestaltung, die ich genannt habe, gibt es bereits einen ganz groben Entwurf, das können wir gerne in einer der nächsten Mobilitätsausschusssitzungen besprechen. 462 Zu 3.: Ende nächster Woche habe ich eine Rücksprache mit der Interessensgemeinschaft Urfahrnaner Hauptstraße terminiert. Schon jetzt und weitergehend findet auch eine Abstimmung mit dem Land Oberösterreich statt. Es geht um die Beauftragung genauerer Verkehrssimulationen, das brauchen wir aber ohnehin vor dem Hintergrund der fortschreitenden Planungen und Verhandlungen in Bezug auf S-Bahn und O-Bus. Diese Grundlagendaten brauchen wir ohnehin, da kann man gewisse Punkte, die Hauptstraße betreffend, mitnehmen. Dann kommt es zu einer Detailplanung und einer Bauausführungsplanung und danach zu einer Straßenraumumgestaltung in der Hauptstraße. Ich gehe von einer Umsetzungsmöglichkeit im Jahr 2025 aus. Zwischendurch finden immer wieder Abstimmungsrunden mit den unterschiedlichen Steakholder*innen, die ich schon genannt habe, statt, nachdem es ein ganz wesentliches Projekt insbesondere für das Zentrum von Urfahr ist. Soweit meine Ausführungen. Danke."